Diese Seiten sollen über die Erziehungsmethoden von Lafayette Ron Hubbard, dem Kultgründer Scientologys, aufklären und richten sich gegen jede Art von destruktiven Kulten und Sekten
Die Scientologyorganisation versucht auf vielen Wegen seine Kritiker mundtot zu machen, dies geschieht in erster Linie durch Einschüchterung.
Ein bewerter Weg der Organisation ist die Einschüchterung durch Anwälte, die laut eigenen Angaben keine Scientologen sind, sich aber gerne von der Organisation oder deren Anhänger bezahlen lassen.
Im Moment werde ich und somit auch mein Blog von einem Anwalt (bzw. einer Anwaltskanzlei), der häufig für die Organisation arbeitet, abgemahnt. Ich soll eine Unterlassenserklärung unterschreiben und ca. 1200 € „Gebühren“ an den Anwalt entrichten. Zwei Scientologen haben ihn beauftragt, die nachweislich indirekt mit ihren Firmen Geld an die Scientologyorganisation fließen lassen und über die ich jeweils einen Artikel auf meinem Blog geschrieben habe.
Ich laße mich nicht gerne von einer Organisation (oder deren Anhänger), die z.B. in Frankreich wegen bandenmäßigen Betrugs verurteilt wurde und in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet wird, in meiner freien Meinungsäußerung einschränken, dennoch ist dies im Moment leider der Fall.
In meinen nächsten Blogartikeln werde ich mich auf Grund des für mich aktuellen Anlasses, näher mit den Anwälten Scientologys beschäftigen, auch über deren Arbeit in Deutschland.
Vor ein paar Wochen bekam ich eine Mail von einem Scientologen (ein operierender Thetan), der sich über den Inhalt meines Blogs beschwerte…
„Hallo Frau Scheffler, in den Auszügen in den og. Buch (Titel der Mail war „Das Buch Kinder Dianetik“) steht doch drin, dass man ein Kind mit Liebe und Fürsorge erziehen soll….. das sagt ihr Text, dann später sagen Sie das wird dort in Scientology nicht so gemacht Kinder werden überfordert usw.
Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Sie etwas verwirrt sind, Sie verweisen auf Texte in den Schriften der Scientology Organisation die für mich ein sehr gutes und positives Bild wiedergeben und dann sagen sie, dass es dort genau das Gegenteil ist.
Ich habe den Eindruck dass Sie Leute nur verwirren wollen, für mich ist das eher die Bestätigung da Sie sich ständig in diese Wiedersprüche verwickeln, dass Sie eine Lügnerin sind.
Am besten ist es halt sich selbst zu informieren, damit man sein eigenes Bild von der Sache haben kann, denn was Sie in Ihren wiedersprüchlichen Ausführungen machen kommt mir vor wie eine Gehirnwäsche.
So steht es auch in den Schriften der Scientology, dass die Betrüger, das was sie selbst tun anderen Leuten anhängen wollen. Da ich es auch untragbar finde, dass Sie alle Scientologen für schlechte und gefährliche Leute halten. Zufällig kenne ich einige und kann nur sagen deren Kinder sind nach meiner eigenen Beobachtung glückliche und wohl erzogene Kinder die zudem in der Schule sehr gut zu recht kommen, und anderen KIndern sogar mit dieser von L. Ron Hubbard entwickelten Studierhilfe wirklich weiter helfen.
Auf Grund Ihrer Aktivitäten werde ich mal genauer untersuchen was Ihnen das Recht einräumt so mit anderen Menschen um zugehen und vom wehm Sie dafür bezahlt werden. Das herraus zufinden ist sicher sehr aufschlussreich. Mit gar nicht freundliche Grüßen XXX“
Ich antwortete ihm Folgendes: (meine Antworten sind in den Screenshots in blau geschrieben. Beim Clicken auf die Screenshots werden sie größer.)
Ich bekam daraufhin nur einen einzigen Satz als Antwort.
„Hallo und guten Tag, ich danke Ihnen erst mal für Ihre Antworten, Sie werden wieder von mir hören.“
Bis dann heute diese Mail mit folgendem Inhalt kam, das „Blablabla“, warum die Kindererziehung in Scientology so toll ist, lasse ich einfach mal weg.
„Hallo Frau Scheffler ,da ich ja versprochen habe mich noch mal bei Ihnen zu melden will ich das hiermizt auch tun.
Als erstes und ganz entschieden schreibe ich Ihnen hier aus dem Heft „Der Weg zum Glücklichsein“ die Lebensregel Nr. 4 Geben Sie Kinder Liebe und Hilfe !…. (gekürzt wegen Blablabla) ….Damit Sie das auch voll und ganz nachvollziehen können, sende ich Ihnen ein solches Heft zu, damit Sie in der Lage sind das voll und ganz zu erfassen.
Mitlerweile liegen mir zu Ihrer Person auch einige Infos vor die mir klar machen, dass Sie einfach eine Lügnerin sind die Volksverhetzung und Diskreditierung von einer Gruppe betreibt.
Ganz so wie es damals im Dritten Reich der Fall war, werden hier die Scientologen so hingestellt als würden sie ihre eigenen Kinder irgenwie misshandeln.
Kein Kind von Scientology Eltern will oder braucht ihre Hilfe, Sie brauchen Hilfe!!! Ich bin zur Zeit dabei ein Verein bzw. eine Selbsthilfe Gruppe zu gründen die in dieser Gesellschaft sicher stellt, dass solche Hetzkampangnen schnell gestoppt und zu nichte gemacht werden.
Ich wünsche Ihnen die Einsicht, dass Sie so Keine Minute weiter machen sollten, ansonsten lege ich keinen Wert auf irgendeinen Kontakt mit Ihnen///“ dann folgt der Name.
Lieber scientologischer Mail Schreiber, ich antworte Ihnen nun grundsätzlich öffentlich über meinen Blog.
Sollte ich diese scientologische Werbebroschüre (die mir eh schon vorliegt) in meinen Briefkasten vorfinden, werde ich diese auf ihre Kosten zurück an den Sender schicken. Desweiteren ist es eine Beleidigung mich als Lügnerin zu bezeichnen, sollten Sie dies in Zukunft nicht unterlassen, werde ich eine Strafanzeige gegen Sie erstellen. Auch das ich Volksverhetzung und Diskretierung einer Gruppe betreibe ist absolut nicht richtig und eine Unverschämtheit. Ihren Dritten Reich Vergleich können Sie sich mal an Ihre Hutschnur stecken, auch dies ist eine Beleidigung meinerseits der unverschämtesten Art und Weise.
An meine Leser gerichtet, ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie wenig Scientologen eine Ruhephase auf meinem Bog ertragen und mich dazu „nötigen“ wieder mal einen Blog zu schreiben. 😉
Die Eltern haben ebenfalls einen sehr vollen Tagesablauf, in dem Buch „Die Sekten-Kinder“ von Kurt-Helmuth Eimuth wird von einem Ex-Scientologen beschrieben, wie wenig Zeit er für seine Familie und somit auch für seine Kinder hatte.
„Er (Daniel, ein Mann der mit sieben Jahren selbst durch seine Mutter zu Scientology gekommen ist; Anmerkung der Verfasserin) lebte später als Staff-Mitarbeiter in Kopenhagen. Um seine einjährige Tochter konnte er sich aufgrund der Arbeitsanforderungen nicht kümmern… Daniel Fumagalli erzählt: `Es gibt Kinderkrippen, da bringt man sie morgens hin und holt sie nachts wieder ab. Da hatten Eltern nach dem Nachtessen eine Stunde sogenannte Parents oder Familiy time.´ Später kam die Anweisung, die diesen wenigen, aber doch regelmäßigen Kontakt der Eltern zu ihren Kindern weiter einschränkte. Fumagalli: `Es gab da mal eine Anweisung, die besagte, dass für die family time eine Stunde am Tag nicht genug sei. Deshalb solle man besser in dieser Stunde viel produzieren und jeden zweiten Samstag einen Tag frei nehmen, welchen man dann in Ganzheit mit dem Kind verbringen kann. Also in anderen Worten: man sieht das Kind jede zweite Woche für einen Tag und halt nachts, wenn das Kind eh schläft.´“(Eimuth, Kurt-Helmuth, Die Sekten-Kinder, 2. Aufl., Freiburg, Basel, Wien, 1997, S. 86)
Somit obliegt die Erziehung des Kindes der Organisation und nicht mehr den Eltern, so dass es sich daraus zwangsläufig ergibt, dass Scientology den ganzen Tag lang die Kinder manipulieren kann. Gehen die Kinder nicht mehr zu einer normalen Regelschule, sondern zu einer scientologisch geführten Schule im nahen Ausland, lebt das Kind nur noch in der Scientology-Welt und hat keine Chance mehr, etwas anderes kennenzulernen. Scientology-Kinder müssen für die Organisation arbeiten, damit die Welt gerettet werden kann. Somit stehen diese Kinder unter einem starken Leistungsdruck. In einer scientologisch geführten Schule bzw. auch schon in der Nachhilfeschule unterliegt ein Kind diesem Druck, indem es ständig seine Statistik erfüllen muss.
Eine junge Frau, die sich um die Betreuung der Kinder und Jugendlichen in einem scientologischen Zentrum kümmerte, wurde die Anwendung der Statistik folgendermaßen erklärt.
„Die Ethik-Statistik bewertet das Verhalten des Kindes über den ganzen Tag verteilt… Sie wird geführt, um dem Kind zu helfen, das eine bestimmte Schwierigkeit hat. Wenn es seine Sache sehr gut gemacht hat, ist es im Zustand `Power´ und bekommt fünf Punkte, die Höchstzahl. Um auf Power eingestuft zu werden, darf es sich nicht out-ethisch verhalten haben und muß aktiv daran teilgenommen haben, das Überleben von einer oder mehreren Dynamiken zu verbessern. War es nicht ganz so aktiv, hat sich aber trotzdem gut verhalten, ist sein Zustand `Überfluß´, der vier Punkte bringt. Drei Punkte sind `Normal´ und bedeuten nur, daß das Kind nichts Out-Ethisches gemacht hat. Ein bis zwei out-ethische Handlungen bedeuten `Notzustand´, zwei Punkte. Hat das Kind die Gruppe einmal richtig enturbuliert, ist `Gefahr´ angesagt, ein Punkt. Und wenn’s schlimm war, gibt es gar keinen Punkt, weil das Kind den ganzen Tag unvernünftig aufgetreten ist und permanent die Gruppe enturbuliert hat. Der Zustand heißt dann `Nichtexistent´.“(Anonymus, Entkommen-Eine Ex Scientologin erzählt, Reinbeck bei Hamburg, 1993, S.108f.;zitiert nach: Kurt-Helmuth Eimuth, 1997; s.o. S. 90f.
Eine kurze Eklärung am Rande, enturbulieren ist eines von vielen scientologischen Kunstwörtern und bedeutet
„Enturbulieren: Etwas `turbulent´ (wirbelnd ´, stürmisch, aufrührerisch) machen, verwirren, aufregen oder durcheinanderbringen“ Hubbard, Handbuch für den Ehrenamtlichen Geistlichen, Kopenhagen 1980, S. 754; zitiert nach Eimuth, Kurt-Helmuth, 1997; s.o., S. 91
Kindern wird auch der Umgang mit ihren Eltern verboten bzw. den Eltern wird der Umgang mit ihren Kindern verboten, da die Kinder der Grund für die Probleme des Erwachsenen sind. Diese Kinder sind eine „unterdrückerische Person“ für ihre Eltern und behindern das Fortkommen ihrer Eltern in Scientology.(Vgl.: Eimuth, Kurt-Helmuth, Die Sekten-Kinder, 2. Aufl., Freiburg, Basel, Wien, 1997, S. 83) U.S. Sonntag, der gesagt wurde, dass ihr Sohn eine unterdrückerische Person sei, wurde das von Seiten der Org an einem Beispiel gezeigt.
Unten „…in dem italienischen Restaurant einen Stockwerk tiefer als die Org saß ein kleiner Junge an einem Tisch allein und aß, seine Mutter saß getrennt von ihm an einem anderen Tisch, man sagte mir, der Junge wäre der `Unterdrücker´ seiner Mutter, und die Mutter muß ihn handhaben und sich von ihm trennen, um weiter zu kommen.“(Sonntag-Kuntze, U.S.; a.a.O. Anhang; zitiert nach: Eimuth, Kurt-Helmuth, 1997; s.o. S. 83)
Kurt-Helmuth Eimuth sieht den Begriff „handhaben“, als ein Kontrollieren und Bestrafen des Kindes.(Vgl.: Eimuth, Kurt-Helmuth, 1997; s.o. S. 84) Die Interministerielle Arbeitsgruppe für Fragen sog. Jugendsekten und Psychogruppen berichtet, dass Scientology Kritiker ausführten, daß Kinder bei `Kontaktsperren´ sogar von ihren Müttern getrennt werden, dabei muß sich die Familie den Anordnungen der Scientology unterordnen.(Vgl.: Bericht der Interministeriellen Arbeitsgruppe für Fragen sog. Jugendsekten und Psychogruppen vom 30.6.9, Drucksache 11/4643, S. 33; verglichen nach : Eimuth, Kurt-Helmuth, 1997; s.o. S. 84)
Kurt Helmuth Eimuth schlussfolgert weiter, dass die hohe Beanspruchung der Eltern und das Menschenbild Scientologys, das keine Kindheit beinhaltet, zu einer Entfremdung zwischen Eltern und Kindern führt.
Desweiteren wird in dem Buch „Im Labyrinth von Scientology“ von Norbert Potthoff beschrieben, wie ein behinderter Junge von seinen Eltern emotionell vernachlässigt wurde, da er aufgrund seiner Behinderung in einem früheren Leben unethisch gewesen sein muß bzw. er zugelassen hat, daß ihn sein Zwillingsbruder während der Schwangerschaft „behindert gemacht hat“.
„Christian ist Jens´ Sohn aus erster Ehe. Viel weiß ich (Norbert Potthoff; Anmerkung der Verfasserin) nicht über ihn. Ab und zu sehe ich ihn mal auf dem Flur der obersten Etage, aber meist ist er in seinem Zimmer versteckt. Er ist gehbehindert, macht aber einen netten Eindruck. `Also es gibt da einiges was du wissen solltest´ erklärt Beate (die „Stiefmutter“; Anmerkungen der Verfasserin)`Christian und Hilmar sind Zwillinge und das, was Ron als Black beeings, als schwarze Wesen bezeichnet. Hilmar ist absolut herrisch und autoritär, er hat seinen Zwillingsbruder bereits während der Schwangerschaft so getreten, daß dieser mit einem Hüftschaden zur Welt kam. Aber Christian ist ebenso dafür verantwortlich, denn er hat damit übereingestimmt, hat zugelassen, diesen Schaden zu erhalten. Hilmar haben wir nach Portugal geschickt. Er ist nicht zu handhaben, begeht ständig neue Verbrechen. Christian steckt überwiegend fest in seinem reaktiven Verstand, und nur durch Dauerlauf kann er ab und zu ausrasten. Damit uns seine reaktiven Strömung nicht beeinträchtigen kann, lebt er allein in seinem Zimmer. Nur sein Vater darf mit ihm Kontakt haben.´“(Potthoff, Norbert, Im Labyrinth der Scientology, Bergisch Gladbach, 1997; S. 136)
Dieses zeigt, wie Scientology die Vernachlässigung der Kinder, durch die Ideologie und Zielsetzung mit Hilfe der „abhängigen“ Eltern propagiert. Durch das Anstreben der Weltherrschaft, das „Clearen“ der Welt bleiben schwache Glieder, das sind ohne weiteres Kinder und Jugendliche, Behinderte, besonders behinderte und kranke Kinder, alleine und werden ohne Gefühlsregungen seitens der Erwachsenen und Starken ihr Leben meistern müssen.