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und
Gestern lief auf BR „Kontrovers“ mit dem Thema „Die Story: In den Fängen von Scientology“ von Markus Thöß.
Es geht um die mysteriösen Todesfälle von Konrad Aigner und Biggi Reichert.
Hier geht es zur sehenswerten Reportage:
Am 5. Dezember 1995 starb Lisa McPherson während einer scientologischen „Behandlung“, dem sogenannten „Introspection Rundown“. Dieser Tod wurde anschließend von Scientology mit einer Investition von Millionen und geheimdienstlichen Mitteln vertuscht.
Für mich persönlich steht Lisa stellvertretend für alle anderen Menschen, die durch Scientology getötet wurden, sei es fahrlässig oder von dem Kult gewollt und beabsichtigt.
RIP
weitere Informationen http://scientologytodesfall.wordpress.com/
Ein „kleiner“ Programmhinweis.
Am Dienstag, den 14. August 2012 von 21:15 bis 21:45 Uhr läuft auf NDR, Panorama eine Reportage zum Thema „Tod einer Scientologin“.
Es geht bei der Reportage um den Suizid einer ranghohen Scientologin, einer OT VII… Ihr Name war Biggi Reichert.
Die Wiederholung ist am 18.08.2012 um 02:00 Uhr.
http://www.ndr.de/fernsehen/epg/epg1157_sid-1219648.html
Der Trailer:
Hier der Link zur vollständigen ausgestrahlten Reportage:
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama_die_reporter/scientology129.html
In der letzten Zeit ist wieder viel passiert, so dass ich Probleme habe meinen Blog auf den neuesten Stand zu halten, aber ich versuche mein Bestes zu geben. 🙂
Mittlerweile sind die letzten Stunden von Alexander Jentzsch ein wenig ersichtlicher geworden. Die Polizei in LA hat die Ermittlungen aufgenommen, die Schwiegereltern von Alexander haben sich eine Rechtsanwältin genommen. Diese Anwältin soll schon seit Jahren auf der Gehaltsliste von Scientology stehen.
Warum die Schwiegerletern nun eine Rechtsanwältin haben, die Scientology sehr nahe steht, darüber kann ich nur spekulieren. Jedoch gibt es einen bisherigen Zeitplan über die letzten Stunden von Alexander Jentzsch und die Schwiegereltern spielen dort eine große Rolle, die ebenfalls Raum für Spekulationen offen läßt.
Die „Huff Post“ berichtet genauer über diesen Sachverhalt. Auch hat sie mit der Polizei geredet und dort nachgefragt.
Mittlerweile versucht OSA den Ruf von Karen de la Carriere (die Mutter von Alexander) zu zerstören in dem sie Black PR betreibt und z.B. an alle Medien einen „Rufmordbrief“ verschickt. Dieser Brief ist hier zu finden. Wen es interessiert, Karen schreibt dort persönlich, die aktuellsten Informationen gibt es dort.
Dann hat es leider noch eine Tote in der letzten Woche gegeben. Eine junge Frau wurde tot in einer Narconon Einrichtung in Kanada gefunden. Narconon ist die scientologische Tarnorganisation, die sich um den Drogenentzug in ganz unprofessioneller Weise kümmmert. Im Prinzip, wird die scientologische Technik dort angewendet es wird dort mit Sauna – Schwitzkuren und einer hohen Vergabe von Vitaminen versucht die Probleme der Drogenabhängigen zu lösen. Dies geschieht alles völlig unproffesionell und ohne ärztliche Unterstützung. Diese „Therapie“, ich möchte es gar nicht so nennen, wird von Laien durchgeführt. In Deutschland gibt es keine Narconon – Einrichtung, vor kurzem wurde eine Einrichtung in Kanada von den Behörden geschlossen.
Bei der Toten handelt es sich um Stacy Dawn Murphy, sie wurde nur 20 Jahre alt. 4 Menschen sind im letzten Jahr in dieser Einrichtung gestorben. Endlich ermitteln dort die Behörden. http://mcalesternews.com/local/x941537118/Another-death-at-Narconon-Arrowhead
RIP Stacy

Etwas positives gibt es zu berichten einer jungen Frau gelang mit Hilfe des Sheriffs die Flucht aus dieser Narconon Einrichtung.
…und „Die Welt“ stellt sich die Frage, ob Tom Cruise nun dazu beiträgt, dass Scientology zerstört wird.http://www.welt.de/kultur/article108336713/Aufstieg-und-Fall-eines-spirituellen-Posterboys.html
Nebenbei bemerkt, der Kommentar der OSA Mitarbeiterin Sabine W. auf diesen Welt Artikel sollte dort auch gelesen werden, alleine nur um zu schmunzeln 😉 :
„Wir wissen ja, dass Familie Springer in der Evangelischen Kirche ihre Heimat hat. Daher verwundert diese „Schreibe“ kaum. Seit etwa 10 Jahren hat man in Sachen Scientology nochmals die Strategie geändert und ist verzweifelt bemüht, sie in die vermeintliche Krise zu schreiben. Währenddessen wird ein neues Kirchengebäude nach dem andere eröffnet, allein im letzten Monat gab es drei Einweihungen. Bei allen sprach der jeweilige Bürgermeister zur Begrüßung. In Deutschland erstrahlte nach Berlin die Scientology Kirche Hamburg in neuem Glanz. Lasen Sie etwas darüber? Natürlich nicht. Gerade im Moment laufen bei den Scientologen die Vorbereitungen für einen eigenen Fernseh- und Radio-Sender, wie schon in der Süddeutschen Zeitung zu lesen war. Da kann man nur sagen: „Träumen Sie weiter!““
Ein Anonymous meinte hier zu, ob der Sabine W. schon mal jemand gesagt hat, dass leere Gebäude vor allem leer sind. Da ich mir sicher bin, dass der scientologische Geheimdienst auch meinen Blog liest, hoffe ich, dass dieser mal darüber nachdenkt, warum diese Gebäude denn leer sind.
Ich hoffe wirklich, dass ich nun erstmal genug über kürzlich verstorbene Scientologen geschrieben habe und dass viele auf Grund dieser Ereignisse sich nun doch überlegen aus Scientology auszusteigen. Hilfe gibt es genug. Auch mich kann man anschreiben. Ich weiß zumindest, wo und wie man Hilfe bekommt. Anschreiben ist auch immer anonym möglich, bei mir muss man keinen Namen nennen. 🙂
Alexander Jentzsch, der Sohn des amtierenden Scientology Präsidenten Heber Jentzsch verstarb am 02. Juli 2012 im Alter von nur 27 Jahren als „treuer“ Scientologe. Die Umstände seines plötzlichen Todes sind äußerst tragisch und mysteriös.
Alexander wuchs in Scientology auf, er war Mitglied der paramilitärischen Sea Org. Mit 12 Jahren wurde er laut Angaben seiner Mutter Karen de la Carriere in der Sea Org von einer Frau missbraucht. Wilfried Handl schreibt hierzu:
Geboren wurde Alexander Jentzsch 1984 als Sohn von Karen de la Carriere und Heber Jentzsch. Beide waren Mitglieder der paramilitärischen Sea Org von Scientology und Alexander wuchs bis zu seinem 6. Lebensjahr in der Sea Org auf. Heber Jentzsch war bzw. ist Präsident von Scientology.
1990 verließ Alexander gemeinsam mit seiner Mutter die Sea Org, um im Alter von 10 Jahren wieder von der paramilitärischen Verbindung „rekrutiert“ zu werden. Sein „Alltag“ bestand danach darin, 10 bis 12 Stunden täglich die Böden in Scientologys „spirituellem Zentrum“ FLAG zu schrubben oder die Toiletten zu reinigen, anstatt eine Schule zu besuchen. De la Carriere beschwerte sich nachdrücklich bei OSA und wies darauf hin, dass dies gegen das Gesetz verstieß. Aber es bedurfte eines anderen „Vorfalles“, um Alexander davon zu erlösen.
Irgendwann in seiner Zeit in FLAG durchlebte Alexander einen sexuellen Missbrauch durch ein 40-jähriges Sea Org-Mitglied. Laut Augenzeugen, wie Kirsi Ojamo, die damals in OSA FLAG arbeitete, wurde der damals 12-jährige Alexander von der 40-jährigen Marie Warren, ebenfalls FLAG-Mitarbeiterin, sexuell missbraucht.
Um einen Imageschaden für Scientology zu verhindern, wurden beide nach Kalifornien „transferiert“, beide wurden von OSA (Office of Special Affairs – Büro für Spezielle Angelegenheiten, der scientologische Geheimdienst) dazu „aufgefordert“, zu diesem sexuellen Missbrauch künftig zu schweigen. Beide sollten sowohl intern, als auch extern darüber nicht reden – die Behörden wurden nicht eingeschaltet, der sexuelle Missbrauch wurde von Scientology vertuscht.
Alexander heiratete. Seine Frau Andrea und er arbeitenden für die Sea Org in Dallas. Andrea hatte, wie in der Sea Org üblich eine „erzwungene Abtreibung“, denn sie muss als „gute“ Scientologin ihre ganze Arbeitskraft, ihre ganze Zeit der Sea Organisation widmen, um die Welt zu klären. Dies alles berichtete Alexanders Mutter, Karen de la Carriere, der daylimail.
Karen de la Carriere ist vor ca. 2 Jahren aus der Scientology Organisation ausgestiegen, sie war ebenfalls langjähriges Mitglied der Sea Org. Ihr ehemaliger Ehemann, der Scientology Präsident Heber Jentzsch, ist schon seit längerer Zeit (ca. seit 2004) in Scientology „verloren gegangen“. Er gilt aber immer noch als offizieller Präsident der Scientology Organisation.
Karen erfuhr von dem Tod ihres Sohnes über Facebook, denn sie ist für die Scientology Organisation ein Feind, eine „unterdrückerische Person“ ein SP. Seit ihrem Ausstieg hatte, sie dank der Disconnection Policy, dem Trennungsbefehl keinen Kontakt mehr zu Alexander. Ihr wurde jeglicher Abschied von ihrem Sohn verwehrt. In dem Interview mit der Daylimail, berichtet sie von den Umständen des Todes ihres Sohnes.
Alexander hatte vor einiger Zeit einen schweren Autounfall, der auch seinen Rücken verletzt hatte.
Auch wurde er von seiner Frau „getrennt“, er lebte nun alleine in Los Angeles, gesundheitlich und finanziell ruiniert. An seine Eltern konnte er sich nicht wenden, zum einen weil ja sein Vater im „Sumpf von Scientology“ verschollen ist und zum anderen, konnte Alexander als „guter“ Scientologe zu seiner Mutter keinen Kontakt aufbauen. Er hätte sich damit im Sinne von Scientology strafbar gemacht.
Auf Grund der Rückenschmerzen begann er verschreibungspflichtige Schmerzmittel zu nehmen, vermutet seine Mutter. Auch wurde ihr zugetragen, dass Alexander Atemprobleme hatte. Um dies zu behandeln, ging er zu einem scientologischen Arzt, der ihm jedoch nur eine scientologische Behandlung in Form eines Touch Assist zu kommen ließ. Beim Touch Assist wird nur durch „Handauflegen“ eine Heilung versprochen, um dies mal ganz simple auszudrücken. Wie man sich natürlich denken kann, hilft diese Art von „Behandlung“ nicht.
Alexander sucht nun, nach meiner Einschätzung, wie jeder Scientologe, den Fehler für seine Erkrankung bei sich selber. Er überlegte, ob er irgendwelche Verbrechen begangen hat, „unethische“ Gedanken, Kontakt zu SPs usw und so fort gehabt hat, die scientologische „Tech“, die falsche scientologische Behandlungsform, wird er nicht in Frage gestellt haben, keinen anderen nichtscientologischen Arzt gefragt haben. Alexander denkt er sei Schuld, dass die Behandlung nicht funktioniert. Denn sie muss ja funktionieren, in diesem Glauben ist er aufgewachsen.
Ein Pressesprecher des Los Angeles County Coroner’s Office, berichtete, dass bei der Autopsie von Alexander verschreibungspflichtige Medikamente (Schmerzmittel) und „ein Erkältungssaft für die Nacht“ in seinem Körper gefunden wurde.
Einen Tag vor seinem Tod hatte er starkes Fieber.
Letztendlich ist Alexander Jentzsch alleine gestorben und ohne die notwendige medizinische Hilfe. Getrennt von seinen Eltern, seiner Familie, seiner Ehefrau. Menschen, die ihn gut kannten und insbesondere seine bereits ausgestiegene Mutter hätte ihm helfen können.
Die genauen Umstände sind immer noch sehr mysteriös. Ich hoffe sie klären sich irgendwann auf. Auch hoffe ich, dass die Behörden in Los Angeles ordentlich ermitteln, denn einige Mitarbeiter gehören dort ebenfalls der Scientology Organisation an und in Todesumstände verschleiern ist die Scientology Organisation unschlagbar.
RIP Alexander Jentzsch, der starb in der irrsinnigen Hoffnung auf zukünftige Leben, in denen er ein besserer Scientologe sein kann.
Weitere Informationen:
http://blogs.villagevoice.com/runninscared/2012/07/scientology_alexander_jentzsch.php
Video
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