Scientology Tarnorganisationen, welche gibt es?

Scientology kommt nicht immer als Scientology daher. Häufig versteckt sich die Scientology Organisation hinter Tarnorganisationen.  Ziel dieser Tarnorganisationen ist es „Raw Meat“ (scientologisch für „Menschen ohne scientologische Vorkenntnisse“) für die Organisation zu gewinnen. Auch versucht Scientology mit diesen Tarnorganisationen öffentliches Leben zu unterwandern.

Ich habe hier versucht eine Liste der scientologischen Tarnorganisationen etc. zu erstellen. Da Scientology in diesem Bereich sehr wandelbar ist, ist diese Liste sicherlich nicht vollständig. Auch aktualisiere ich diese Liste bei neuen Hinweisen.

Zuletzt aktualisiert am 18. Oktober 2014

  • ABLE – ( siehe: Association for Better Living and Education)
  • „www.ablechild.org“ – „Drogenfrei Kampagne“ speziell für Kinder
  • Amager’s International School (AIS) – scientologische Schule in Dänemark, Kopenhagen, gehört Applied Scholastics an.
  • Akademie für Management und Kommunikation – Ein WISE Unternehmen, das Scientology in Europa verbreiten soll.
  • Aktion Dialog – („www.aktion-dialog.ch“) gehört zu „Internationale Stiftung für Menschrechte und Toleranz“
  • Alert International Inc – tritt als Menschenrechtsorganisation auf . Wurde im bayerischen Verfassungsschutzbericht 2005 erwähnt. http://www.verwaltung.bayern.de/egov-portlets/xview/Anlage/2104472/VerfassungsschutzberichtBayern2005.pdf  S. 225
  • Applied Scholastics – ist für den Bereich Schule/ Nachhilfe zuständig
  • Aktionskomitee für freie religiöse Entfaltung – Kämpft für die Anerkennung Scientologys als Religion
  • Artists for Human Rights – zuständig für die Sparte Künstler, soll Scientology mit Hilfe einer vogeblichen Menschenrechtsorganisation in diesem Bereich etablieren.
  • Association for Better Living and Education – Führt einige der Scientology Tarnorganisationen und Aktivitäten an, insbesondere im Bereich Jugend und „Bildung“. Unter dem ABLE Management unterwandern andere Tarnorganisationen unsere Gesellschaft um L. Ron Hubbards Gedankengut  zu involvieren und gesellschaftsfähig zu machen. Hierzu gehören unter anderem Applied Scholastics, „Der Weg zum Glücklichsein“ (The Way to Happiness Foundation), Narconon und Criminon
  • Association for Peace and understanding in the Middle East – Arbeitet unter ABLE, soll Scientologen im „Nahen Osten“ rekrutieren
  • Author Services, Inc.  –  vertreibt L. Ron Hubbards literarische und musikalische „Werke“, z.B. Hubbards Fantasy und Science – Fiction Geschichten und sein Musical, authorservicesinc[dot]com
  • Besser Lernen (Susanne S.) – Scientologische Nachhilfe Schule in Wien, Mitglied von Applied Scholastics
  • Bridge Publications – veröffentlicht Scientology und Dianetik Bücher
  • CCHR – siehe Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschrechte (KVPM)
  • Celebrity Center Kids on Stage for a Better World – Soll Scientology in der Welt etablieren
  • Child Guidance Centers – betreibt Scientology Kurse für Kinder und ist bestrebt mit Eltern, die noch keine Scientologen sind, scientologische Kurse abzuhalten
  • Church of Spiritual Technology (CST) – Archiviert Hubbards Werke und sitzt in Kalifornien. Es besitzt die Rechte an Hubbards Schriften und vergibt die Lizenzen
  • Citizens for an alternative tax system – wurde gegründet damit Scientology in den USA der Steuerstatus „Gemeinnützigkeit“ gegeben werden konnte. Näheres unter, http://www.ingo-heinemann.de/Scientology-Konzern.htm
  • College für angewandte Philosophie – Zentren in denen Scientology praktiziert wird
  • Computer Ethics Institute (CEI) – Wird von der Sekte genutzt um Kontrolle über das Internet zu erlangen, in dem gesagt wird, wie sich im Internet verhalten werden soll
  • Concerned Businessmen’s Association of America – sponsert Schreibwettbewerbe und andere Wettbewerbe in Schulen und verteilt dort die Broschüre „der Weg zum Glücklichsein“
  • Criminon – „kümmert“ sich um die Rehabilitation von Verbrechern in Gefängnissen
  • Community Service Guild – soll Scientology in Schulen etablieren
  • Der Weg zum Glücklichsein – Broschüre, die von der Scientology Organisation verteilt wird. Siehe auch „Way to Happiness Foundation“
  • Dianetik – Zentrum – auch „Dianetic oder Dianetics Beratungszentrum“, „Ort“ in dem Scientology bzw. Dianetik „gelehrt“ wird
  • Die Lernakademie – Nachhilfe in München in der NietzscheStr., siehe auch Lern- und Sprachenschule. Mitglied bei Applied Scholastics.
  • Die Streber (Tina und Jenny S.) – scientologisches Nachhilfezentrum in 41844 Wegberg (NRW), mit dem Ziel Kinder und Jugendliche zu rekrutieren, arbeitet mit der hubbardschen StudyTech. Gehört zu Applied Scholastics https://kindseininscientology.wordpress.com/2012/03/31/scientologische-nachhilfezentren-in-deutschland-und-in-osterreich/
  • Drug Free Marshals Program – Ist ein PR – Programm, unter dem Deckmäntelchen der „Drogenprävention“, damit Scientology in der Öffentlichkeit und in der Presse „gut da steht“ , verteilt auch die Broschüre „der Weg zum Glücklichsein“
  • Education Alive – lehrt und trainiert Hubbards Study Tech und etabliert sie in Schulen. Zusammenarbeit mit ABLE und Applied Scholastics. Sehr aktiv in Afrika, häufig in scientologischen Pressemitteilungen erwähnt
  • Effective Management Centers (EMC) – ist ein Zusammenschluss von WISE-Mitgliedern in einem bestimmten örtlichen Umkreis, die Management Schulungen, mit Hilfe der Hubbard Management Technology anbieten, um Scientology in Unternehmen zu bringen, sie arbeiten hierzu selbstständig
  • „Ehrenamtliche Geistliche“ – kommen meist in orange daher. Auf ihren orangenen Jacken und Anzügen steht auf Englisch „Volunteer Ministers“ und „Church of Scientology“. Decken die humanitäre Sparte ab, werden oft in Krisengebiete gesendet um dort Hubbards Techniken zu verbreiten. Hierfür sammeln sie Gelder und wollen dort rekrutieren
  • Environmental Task Force – wurde als eine öffentliche Gruppe gegründet zu PR Zwecken und dafür ausgelegt Menschen für Scientology zu rekrutieren
  • ESL (München) – Mitglied bei Applied Scholastics.
  • Fliegerbauer, Kurt – Immobilienfirma in Zwickau, WISE Unternehmen, http://www.ingo-heinemann.de/Fliegerbauer.htm http://www.truthaboutscientology.com/stats/by-name/k/kurt-fliegerbauer.html
  • FOB (München) – Mitglied bei Applied Scholastics.
  • Foundation for a Drug – Free World (Drug Free World)  – Anti – Drogen Kampagne Scientologys drugfreeworld[dot]org
  • Foundation for the Advancement in Science and Education (Fase) – Gegründet von Scientologen um in der Wissenschaft den Reinigungs Rundown  (Purification rundown) zu etablieren.  Ebenfalls wurde eine Menge Geld hier in Werbespots etc. investiert, auch um Hubbards Anti – Drogenprogramm in der „normalen“  und wissenschaftlichen Welt bekannt zu machen. Siehe auch Narconon
  • Foundation for Religious Freedom – wurde gegründet um jegliche Art von Kritik zu unterbinden und Kritiker anzugreifen, in dem z.B.  gesagt wird, der Kritiker unterdrücke die „Religionsfreiheit“ und verletze die Menschenrechte der Scientologen
  • Foundation for Religious Tolerance – wurde von OSA gegründet um der Welt weiß zu machen, Scientology würde religiös verfolgt und sei eine Religionsgemeinschaft
  • F.R.E.E. – Hat im Jahre 2000 weltweit Unterschriften für die religiöse Freiheit gesammelt
  • Franz Eckert (Nachhilfe) – Scientologe, der in Oelde Nachhilfe mit der Unterstützung von Applied Scholastics gibt.
  • Freedom Magazine – siehe Freiheit (Magazin)
  • Freiheit (Magazin) – Propaganda Zeitschrift von Scientology, die für die Unterstützung der scientologischen „Projekte“ wirbt und gegen Kritiker hetzt. Ist auch im Internet zu finden
  • Galaxy Press – siehe „Stories from the Golden Age“
  • Golden Era Productions – Produziert Medien (wie Filme, CDs etc) über Hubbard und seine „Technik“ um diese „an den Menschen zu bringen“
  • Health Med – gehört zu FASE, ist eine „Kette“ von „Kliniken“ die von Scientologen betrieben wird
  • Hollander Constultants Inc. – gehört zu WISE
  • Hubbard Colleges of Administration – Soll Manager in der hubbardschen Management Technik trainieren und so in der Wirtschaft etablieren. Insbesondere in Russland, Ost – Europa und in Saudi Arabien aktiv. Interessanter Artikel von der Zeit hierzu: http://www.zeit.de/1995/45/Die_Tiger_machen_sich_fit
  • I Help (International Hubbard Ecclesiastical League of Pastors) (Hubbard Internationale Kirchenvereinigung von „Pastoren“) – gegründet als Vereinigung zur Schulung und Kontrolle von Auditoren, die Scientology außerhalb von den Orgs und Missionen verbreiten. Im scientologischen heißen diese Feldauditoren.
  • IAS – siehe International Association of Scientologists
  • International Academie of Detoxification Specialists – dafür zuständig, den Reinigunsrundown in die Welt zu bringen
  • International Association of Scientologists / Internationale Vereinigung der Scientologen (IAS)  – „Dachverband“ aller Scientologen in dem eine Mitgliedschaft größtenteils auf Lebenszeit abgeschlossen wird. Dies ist die „Kriegskasse“ von Scientology. Wird benötigt um Kritiker mundtot zu machen, Kampagnen zu fahren etc. Sie soll sicherstellen, dass die Ziele von Scientology verfolgt werden. Siehe auch http://www.ingo-heinemann.de/Mitglieder.htm
  • International Coalition for Drug Awareness – „Kümmert“ sich um die Pharmaindustrie und um die „böse“ Psychiatrie „www.drugawareness.org“
  • International ExecutiveTechnology Inc. – gehört dem Bereich WISE an, soll Scientology Technik in die Wirtschaft bringen
  • International Foundation for Human Rights and Tolerance – siehe Internationale Stiftung für Menschrechte und Toleranz
  • International Hubbard Ecclesiastical League of Pastors – siehe I Help
  • „Hubbard Internationale Kirchenvereinigung von Pastoren“ – siehe I Help
  • Internationale Stiftung für Menschrechte und Toleranz – möchte dem „normalen“ Bürger weismachen, dass Scientologen in Deutschland verfolgt werden und kämpft deswegen für Religionsfreiheit, eine gute Möglichkeit Kritiker mundtot zu machen
  • Impact Magazin – Scientology Zeitschrift um deren Ziele zu fördern
  • Juggernaut – eine von vielen Facebook Tarnseiten Scientologys facebook.com/groups/229319003782405/
  • Jugend für Menschenrechte – Soll Scientology in Schulen und Jugendorganisationen etablieren http://www.ingo-heinemann.de/Jugend-fuer-Menschenrechte.htm
  • Kent Depesche – Broschüre des Scientologen Michael H., die neben Esoterik auch Scientology Propaganda vertreibt. Wird auch über den Verlag seiner Frau (Sabine – Hinz – Verlag) angeboten. „www.sabinehinz.de“ http://psiram.com/ge/index.php/Kent-Depesche http://psiram.com/ge/index.php/Michael_Hinz
  • Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte (KVPM) – Gibt an über die Menschrechtsverletzungen in der Psychiatrie und in der Psychologie aufzuklären. Liegt begründet in dem Hass von Hubbard auf Psychiater
  • KVPM – siehe Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte
  • Lead the way to a Drug free USA – Amerikanische scientologische „Anti – Drogen – Kampagne“
  • Lernstube Wien – für Infos siehe hier.
  • Library Donation Service – Internationale Kampagne, um Scientology Bücher in die Büchereien und Bibliotheken zu bringen. Interessanter Link: http://www.dphv.de/index.php?id=news-archiv-liste&tx_ttnews[pS]=1167606000&tx_ttnews[pL]=31535999&tx_ttnews[arc]=1&tx_ttnews[pointer]=5&tx_ttnews[tt_news]=84&tx_ttnews[backPid]=103&cHash=121c82b286
  • Liz Epha Tutoring – Nachhilfeschule in Hamburg. Mitglied bei Applied Scholastics.
  • Musicians/Songwriter on the rise – eine von vielen Facebook Tarngruppen facebook[dot]com/groups/songwtriters/
  • Nachhilfe mit Spaß und Verstehen (Mechthild Ohnhäuser) – scientologische Nachhilfe in 35519 Rockenberg (Hessen), mit dem Ziel Kinder und Jugendliche zu rekrutieren, arbeitet mit der hubbardschen Studiertechnik, Mitglied bei Applied Scholastics https://kindseininscientology.wordpress.com/2012/03/31/scientologische-nachhilfezentren-in-deutschland-und-in-osterreich/
  • Nachhilfe- und Sprachenschule (Marita Grübl & Heiko Kroggel)scientologisch geführte Nachhilfeschule in 90513 Zirndorf (Bayern), Mitglied von Applied Scholastics
  • Narconon – Scientologys unprofessionelles „Drogenrehabilationsprogramm“, dass schon viele Todesopfer gefordert hat
  • National Association for Rights Protection and Advocacy – gehört zur CCHR (KVPM)
  • National Commission on Law Enforcement and Social Justice (NCLE) (Nationale Kommission zur Durchsetzung des Rechts und für soziale Gerechtigkeit) – Eine Soziale Reform Gruppe, deren Ziel es ist Interpol zu attackieren, weil diese begonnen hatten die Verbrechen Scientologys zu untersuchen
  • Nationale Kommission zur Durchsetzung des Rechts und für soziale Gerechtigkeit – siehe National Commission on Law Enforcement and Social Justice (NCLE)
  • New Era Publications – veröffentlicht die „Werke“ von Hubbard
  • Meike Viets (Nachhilfe) – Nachhilfe in Hoogstede. Mitglied bei Applied Scholastics.
  • Oxford Capacity Analysis (OCA) – siehe Oxford-Persönlichkeits-Analyse
  • Oxford-Persönlichkeits-Analyse – kostenloser Persönlichkeitstest, oftmals der Einstieg in Scientology
  • Office of Ethnic and cultural Affairs – Dafür zuständig, Scientology auch in diesem Bereich zu etablieren
  • Online Kurse – (kostenlose Scientology Online Kurse) versucht Menschen, besonders solche mit persönlichen Problemen, über das Internet zu rekrutieren. Z.B. gibt es einen Online Kurs Ehe
  • Painters for Human Rights –  soll Künstler ansprechen, nutzt hierfür u.a. einen Online – Wettbewerb für Maler.
  • primabuch – vertreibt Scientology Literatur hauptsächlich im Internet
  • Professionelles Lerncenter (Monika Aktay) – Nachhilfecenter in Stuttgart – Bad Cannstatt, mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche und anschließend die Eltern zu rekrutieren. „www.appliedscholastics.de/inhalt/nachhilfezentren-im-deutschsprachigen-raum/deutschland.php“
  • Prosperity Magazin – Zeitschrift für Unternehmer, für WISE Mitglieder um zu zeigen, wie sie die Scientology Technik in die Wirtschaft bringen und in ihrem Unternehmen umsetzen können
  • Religious Technology Center (RTC) – Hält alle Scientology – Schutzmarken (trademarks) und vergibt die Lizenzen, dies leitet der Sektenführer David Miscavige. Die Machtzentrale Scientologys
  • Rock for Human Rights – hat sich der Event- und Jugendkultur angepasst, um hier auf Beutefang zu gehen. http://www.verfassungsschutz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1061:neue-scientology-tarnorganisation-rock-for-human-rightsq&catid=228:berichte-2011&Itemid=136
  • Sabine Hinz Verlag – Neben der Kent Depesche (siehe Kent Depesche), vertreibt sie auch Bücher von Hubbard, wie z.B. „Alles über radioaktive Strahlung“ oder „Die emotionale Tonskala“.
  • SAGE – Soll Kinder rekrutieren
  • „Sag Nein zu Drogen, sag Ja zum Leben“ –  scientologische Antidrogenkampagne im deutschprachigen Raum. Mit dem einzigen Ziel, unbedarfte Menschen in Scientology zu führen und sich in öffentlichen Einrichtungen zu etablieren
  • „www.scientology-fakten.de“ (scientologyfakten.ch) – Internetseite betrieben von OSA um Fehlinformationen über Kritiker zu verbreiten und Scientology Propaganda in die Welt zu streuen.
  • Scientology Missions International (SMI) – Eröffnent neue Missionen überall auf der Welt, begleitet bestehende und schickt auch Missionare in die Welt, mit dem Hintergrund, neue Menschen für Scientology zu rekrutieren
  • Scio Wien (www.scio.at) – verspricht „Lebensfreude durch Wissen“. Im Internet wird u.a. der kostenlose Persönlichkeitstest angeboten, bei dem vor allem die persönlichen Daten gesammelt werden
  • Second Chance – gehört zu Narconon. Soll den Reinigungs Rundown etablieren
  • Skyhigh (skyhigh[dot]at) – österreichische Tarnorganisation, die Unternehmen bzw. deren Mitarbeiter ansprechen soll.
  • Sonderjyllands Internationale Skole (SIS) – scientologische Schule in Bjerndrup-Abenraa, Dänemark
  • Stresstest (kostenloser) – wird häufig in Städten an Ständen angeboten oder in den Orgs,  Missionen. Erster Kontakt zu Scientology, Anknüpfungspunkt für Scientologen um neue Menschen zu rekrutieren und Bücher zu verkaufen
  • Stop Torture of Mental Patients (STOMP) – gehört zu CCHR (KVPM)
  • Stories from the Golden Age (Galaxy Press) – verkauft Büchers „geistige“ Werke (goldenagestories[dot])com.
  • The Relgious Freedom Crusade – Ist für den Bereich „Religiöse Freiheit“ zuständig. Fordert Mitarbeiter auf gegen „wen auch immer“ zu demonstrieren um Scientologys Zwecke durchzusetzen.
  • Tom Cruise – Vorzeige Scientologe, der viele scientologische Frontgroups unterstützt, Politiker manipuliert etc. Er erscheint deswegen hier in dieser Liste http://www.lermanet.com/cos/tom.htm
  • Truth Seeker („www.the-truth-seeker.com“) – Eine Webseite voll mit Fehlinformationen, angefüllt mit einer Mischung aus Fehlinformationen und Angst
  • U-man – WISE Unternehmen, die die  Scientology Technik in Unternehmen bringen soll, gezielte Unterwanderung der Wirtschaft, in dem U-Man Mitarbeiter in nicht – scientolgischen Firmen eingesetzt werden, mit dem Ziel, dass diese scientologisch arbeiten
  • ZIEL – Schule Zürich  („www.zielschule.ch“) – Züricher Privatschule, die streng nach Hubbards lehren arbeitet und versucht über diese Schule Kinder und deren Eltern zu Scientologen zu machen. Albisrieder Str. 243a, 8047 Zürich,
  • Volunteer Minister(s) – siehe ehrenamtliche „Geistliche“
  • Volunteer Ministers Association – eine Gruppe von ehrenamtlichen „Geistlichen“, die Kontakte zu Behörden und anderen nicht scientologischen Gruppen knüpft
  • Way to Happiness Foundation – Soll Hubbard – Literatur in Schulen und öffentliche Einrichtungen bringen.
  • Wilfried B. (Nachhilfe) – Nachhilfe in München. Mitglied bei Applied Scholastics.
  • Will Smith – mit seinem Film „After Earth“ u.a. vertritt und verbreitet er die Ideologie Scientologys http://www.spiegel.de/kultur/kino/debatte-ueber-will-smith-scientology-motive-im-kinofilm-after-earth-a-903474.html
  • WISE International (World Institute of Scientology Enterprises) – Vergibt Lizenzen zur Nutzung von Hubbards Managament Tech an Unternehmen. Verkauft Scientology Materialen, wie z.B. Bücher mit Hauptfokus auf „Wirtschaft“
  • World Literacy Crusade – Ein “Leseprogramm”
    welches vorgibt, den Analphabetismus in der Welt zu bekämpfen,
    tatsächlich aber nur Hubbards Technology in Schulen und öffentlichen Einrichtungen etablieren will
  • „www. drogenpraevention.li“ und „www.drogeninfo.ch“ – sitzt in der Schweiz (Steinen), gehört zu Narconon
  • Youth for Human Rights – siehe Jugend für Menschenrechte
  • Zentrum für Individuelles und Effektives Lernen (ZIEL) – scientologisch geführte Nachhilfezentren

Sollte jemand weitere Informationen über Tarnorganisationen, der Scientology Organisation haben, bin ich sehr über Hinweise, auch in den Kommentaren oder per Mail dankbar.


Analyse des Pressetextes der Scientology Kirche Bayern e.V.

Anonymous hat die letzte Presseerklärung der Scientologen unter die Lupe genommen und für Nicht – Scientologen übersetzt.

Hier folgt nun die Analyse des Pressetextes der Scientology Kirche Bayern e.V. Der scientologische Pressetext ist in grün dargestellt.

Ausarbeitung zum Text

Die Scientology Kirche und deren Einstellung zur Beachtung von Recht und Gesetz

Der Pressedienst des Scientology Kirche Bayern e.V. hat am 11.02.2012 einen Text zum Thema „Die Scientology Kirche und deren Einstellung zur Beachtung von Recht und Gesetz“ veröffentlicht. Da wir der Meinung sind, dass dieser Text für sich nicht sprechen kann, sonder einer ausführlichen Ergänzung bedarf, um von Außenstehenden wirklich verstanden zu werden, legen wir eine kritische Ausarbeitung zum Text des eingetragenen Vereins vor.

Grundlage unserer Ausarbeitung sind die aktuellen Urteile gegen Scientology, laufende Prozesse, die Richtlinien, Weisungen und Schriften des Gründers L.R. Hubbard, sowie die Einschätzungen durch Sektenexperten, Verfassungsschutz und Aussteiger.

Die Scientology Kirche und deren Einstellung zur Beachtung von Recht und Gesetz

Der Pressedienst des eingetragenen Vereins Scientology Kirche Bayern e.V., Ansprechpartner Frau Uta Eilzer, hat sich berufen gefühlt, angesichts der immer stärker in die Öffentlichkeit drängenden Vergehen der Scientology Organisation, wie z.b. in Frankreich, wo es zu einer Verurteilung wegen organisierten Betruges kam, ein Schreiben aufzusetzen, in dem sie der Öffentlichkeit vermitteln möchte, dass Scientologen dazu angehalten sind, die Gesetze des Landes, in dem sie leben, zu respektieren.

Welches Ziel verfolgt aber dieses Schreiben? Dafür muss man verstehen, dass Scientologen angehalten sind, alles für KSW zu tun. KSW bedeutet Keep Scientology Working. Jeder Scientologe ist dazu angehalten, persönlich Verantwortung dafür zu tragen, dass Scientology am Leben erhalten wird. Debbie Cook hat in ihrer eMail, die kürzlich an die Öffentlichkeit gelangte, ebenfalls noch einmal die Notwendigkeit von KSW für Scientology betont. (1)

Grundlage von KSW ist das scientologische Denken, das im Überleben das „Prinzip des Daseins“ sieht.(2) Diese Überlebensdynamik spiegelt sich im „Drang des Einzelnen zum optimalen Überleben der Gruppe.“ (3) Deshalb ist für Scientology jede „wissentlich begangene Handlung oder Unterlassung, um Scientology oder Scientologen zu unterdrücken, einzuschränken oder zu behindern“ ein Schwerverbrechen (4).

So verwundert es auch nicht, dass die ranghohe Scientologin und Leiterin von Scientologys Menschenrechtsorganisation CCHR Jan Eastgate wegen Vertuschung von Kindesmissbrauch vor Gericht stand (bzw zur Zeit wegen Justizbehinderung angeklagt ist), da es sich bei dem Täter um einen Scientologen handelte.

Innerhalb der Scientology Organisation gibt es eine Sektion, die Scientology interessanterweise Ethik nennt. Die Funktion dieser Sektion besteht darin, „Gegenabsichten aus der Umgebung zu entfernen.“ Ist das erreicht, wird der Zweck der Ethik, „Fremdabsicht aus der Umgebung zu entfernen.“ (5) Im Einklang mit KSW und dem Glauben an die Überlebensdynamik ist das Ziel, die Absichten zu entfernen die andere sind als „jene Ziele, die (…)als die Ziele der Gruppe bekannt sind.“ (6)

Es ist naheliegend, dass Ziel dieser Erklärung des Pressedienstes KSW ist – das Überleben von Scientology zu sichern – und höchstwahrscheinlich ebenso die Beseitigung aller Zweifel an der Scientology Organisation, die sich gegen das Überleben der Organisation richten könnten.

Es wäre dennoch zu einfach anzunehmen, im Schreiben des Pressedienstes würde einfach gelogen. Wie alle Sekten benutzt Scientology ein eigenes Sprachsystem. Das von Scientology ist unseres Kenntnisstandes nach sogar das komplizierteste. Es werden Begriffe umgedeutet und völlig neu besetzt. Durch diese Sprachmanipulationen wird das Denken der Person systematisch verändert und an die Zielsetzung der Gruppe angeglichen.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Begriff der Ethik. Zwar wird er innerhalb von Scientology auch im üblichen Sinne gebraucht, gleichzeitig aber auch im bereits geschilderten Sinne. Dadurch wird das Denken des Scientologen dahingehend geprägt, dass ethisch korrektes Handeln darin besteht, im Einklang mit der Gruppe zu agieren und individuelle Interessen („Fremdabsichten“) auszuschließen. Die individuelle Verantwortlichkeit für eigene Entscheidungen, die einen selbständigen Menschen auszeichnet, wird ausgeschaltet und sämtlichen Handeln und Denken darauf ausgerichtet, dass es dem Überleben von Scientology dient (KSW). So sind Scientologen permanent dazu angehalten, zu produzieren und entweder Kurse zu belegen oder Arbeiten für die Organisation zu verrichten, so schreibt Hubbard in „Einführung in die Ethik der Scientology“ über die „produzierenden und anständigen Leute“ (7), womit sich der Kreis zum Verständnis von Ethik schließt.

Der Text des Pressedienstes des eingetragenen Vereins Scientology Kirche Bayerns e.V. ist daher unter dem Gesichtspunkt zu lesen, dass ihm eine eigene Sprache zugrunde liegt. Scientologen verstehen den Text daher ganz anders als der Außenstehende, der sich mit dem Sprachsystem von Scientology nicht auseinandergesetzt hat. Beginnen wir also mit dem Text.

Ron Hubbard hat als Gründer der Scientology-Religion und als Autor der maßgeblichen Schriften der Scientology-Kirche immer die Befolgung staatlicher Gesetze eingefordert. Entsprechendes ist seit Jahrzehnten in den Satzungen der Kirche vermerkt. Das staatliche Recht wird damit ganz sicher nicht abgelehnt.

Man muss dazu wissen, dass es erklärte Methode von Scientology ist, „ständigen Druck auf Regierungen ausüben, um Gesetzgebung pro Scientology zu schaffen und um anti-Scientology Gesetzgebung von Gruppen zu verhindern, die der Scientology entgegenstehen.“ (8)

Scientologen sollen also die Gesetzgebung des Landes respektieren, gleichzeitig aber darauf hinarbeiten, die Gesetzgebung in Richtung pro-Scientology zu verändern. Das staatliche Recht wird damit – vom Grundsatz her – nicht abgelehnt, vielmehr wird es als Autorität bestätigt, um sich dieser Autorität bemächtigen und sie im Sinne von KSW verändern zu können.

Ingo Heinemann schreibt auf seiner Homepage diesbezüglich: „Die Aktion, eine pro-Scientology-Regierung hervorzubrignen, besteht darin, sich die am höchsten plazierte Person im Regierungsapparat, die man erreichen kann, zum Freund zu machen, und im privaten Haushalt und in Büropositionen in ihrer Nähe Scientologen zu postieren und dafür zu sorgen, daß Scientology ihre Schwierigkeiten und ihren Fall löst.“ (9)

Der Scientology-Aussteiger Larry Brannan sagte: „Also wenn sie ein Gebiet „gecleart“ haben, werden sie erstens zur Regierung und zweitens machen sie die einzige Politik, der man folgen darf. Das bedeutet das Ende der deutschen Verfassung, das Ende der amerikanischen Verfassung, das Ende aller Gesetze, die nicht Teil von Scientology sind. Ihre Ziele, wenn sie sagen, dass sie nicht politisch sind, sind komplett politisch. Sie haben Richtlinien von Hubbard persönlich, die Regierung zu werden und alle Gesetze loszuwerden, die nicht Teil von Scientology sind.“ (10)

Hubbard formulierte es in einem Vortrag folgendermaßen: „unsere Zentrale Organisation wird dann einen Polit-Offizier haben und wenn Ihr dann die Umgebung gesäubert habt, ist der einzige Zweck Eures Zentrums, ein politisches Zentrum zu sein und dann seid ihr die Regierung und keiner kann das bestreiten.“ (11)

Alle Kirchen und Mitglieder sind aufgefordert, die Gesetze des Landes in dem sie leben und ihre Religion ausüben, zu befolgen.

Unter Berücksichtigung der bisherigen Ausführungen besagt diese Passage, dass Scientology die Gesetzgebung zu ihren Gunsten durch Nutzung der bestehenden Gesetze verändern will. Also keinen gewaltsamen Bruch mit den hiesigen Gesetzen anstrebt, sondern sich der geltendenGesetze bemächtigen will, um die Veränderung der Gesetze herbeizuführen. Das ist bei totalitären Systemen kein außergewöhnlicher Ansatz, in der deutschen Geschichte gab es diesen Ansatz ebenfalls. Hier wird also die Methode beschrieben.

L. Ron Hubbard legte deshalb in einer innerkirchlichen Richtlinie fest, dass alle innerkirchlichen Handlungen und Bestimmungen, auch im Bereich des eigenen Disziplinarrechts, KEINE Gesetze eines Landes verletzen dürfen.

Im Anbetracht der Tatsache, dass Scientology die Anpassung der geltenden Gesetzgebung an ihre innerkirchlichen Vorgaben anstrebt, ist die Aussage, dass alle innerkirchlichen Regelungen im Einklang mit der geltenden Gesetzgebung stehen müssen, eine Aussage ohne jeden Wert.

Tatsächlich wird hier gesagt, dass jede innerkirchliche Handlung jeden gesetzlichen Spielraum nutzen soll, der ihr – durch an der Veränderung arbeitenden Scientologen – gewährt wird. Und angezeigt, dass eine Identität zwischen innerkirchlichen und staatlichen Regelungen geschaffen werden soll.

In dem von L. Ron Hubbard verfassten „Der Weg zum Glücklichsein“ schreibt er unter der Regel Tun Sie nichts Illegales: „Wenn Sie merken, dass jemand in Ihrer Umgebung illegale Handlungen begeht, sollten Sie alles tun, was Ihnen nur möglich ist, um ihn davon abzubringen.“

Was sind illegale bzw. kriminelle Handlungen ? Dafür müssen wir etwas näher in die Ideologie von Scientology eindringen.

„Wenn ein Mensch darin versagt, Ethik auf sich selbst anzuwenden und die Moralgesetze seiner Gruppe zu befolgen, tritt das Recht auf den Plan.“ (12)

Hier wird noch einmal verdeutlicht, was wir bereits zum Thema Umdeutung von Begriffen am Beispiel der Ethik erläutert hatten. Unethisches Verhalten ist also jenes, das nicht mit den Gesetzen der Scientology übereinstimmt.

„Ein Mensch, der unethisch ist, (…) ist insofern ein potentieller oder aktiver Verbrecher“ (13)

„Verstöße, die in Scientology als Verbrechen behandelt werden, sind die folgenden: (…) Scientology oder Scientologen einer Gefahr auszusetzen. (…) Anstiftung zum Ungehorsam (…) Die Aufrechterhaltung der Disziplin zu verweigern. (…) Materialien oder Richtlinien der Scientology lächerlich zu machen oder sie Verachtung oder Hohn preiszugeben (…) Schwerverbrechen: Diese bestehen daraus, dass man sich öffentlich von der Scientology abkehrt oder unterdrückerische Handlungen begeht.“ (14)

„Unterdrückerische Handlungen sind definiert als Handlungen oder Unterlassungen, die unternommen werden, um Scientology oder Scientologen wissentlich zu unterdrücken, einzuschränken oder zu behindern.“ (15)

Natürlich sind in den Scientology Materialen auch sehr viele Handlungen als kriminell eingestuft, die von jedem Menschen als kriminell eingestuft werden. Diese Ausführungen sollen aufzeigen, dass der Begriff kriminell dennoch nicht deckungsgleich mit dem Verständnis der meisten Menschen in Scientology verwendet wird. Er wird benutzt, um unethisches Verhalten, also Verhalten, das nicht mit der Ausrichtung von Scientology konform geht oder gegen die Machenschaften von Scientology gerichtet ist, zu bezeichnen. Die Aussage „sollte Sie alles tun, was Ihnen nur möglich ist, um ihn davon abzubringen“ weist auf eine andere Policy hin, die unter dem Namen „Fair Game Policy“ bekannt ist.

„Fair game: Eine “Suppressive Person” (Unterdrückerische Person – Anm. d. Verf.) darf von jedem Scientologen mit allen Mitteln verletzt und ihrer Besitztümer beraubt werden, ohne daß der Scientologe Konsequenzen zu befürchten hat. Die “Suppressive Person” darf betrogen, belogen, verklagt oder vernichtet werden.“ (16)
„Eine wahrhaft unterdrückerische Person oder Gruppe hat keinerlei Rechte eines Scientologen.“ (17)

Übereinstimmend mit den bisherigen Ausführungen deutet es darauf hin, dass Scientology eine Gesetzgebung anstrebt, die Scientologen ermöglicht, Kritiker zu schädigen und zu beseitigen, ohne dass sie dafür juristische Sanktionen befürchten müssen.

Für das innerkirchliche Disziplinarrecht steht am Ende der Aufzählung innerkirchlicher Vergehen der Satz: „Nichts in diesem Kapitel soll je oder unter irgendwelchen Umständen irgendeineVerletzung der Gesetze des jeweiligen Landes oder irgendeinen absichtlichen Rechtsbruch rechtfertigen.“

Einige „innerkirchliche Vergehen“, wie sie Hubbard definiert hat:

„Nichtbefolgung: das Versäumnis, einer Anordnung Folge zu leisten.“ (18)

„Wissentliche oder wiederholte Abweichungen von der Standard-Technologie, von den Verfahrensweisen der Ausbildung oder von Richtlinien.“ (19)

„Sich zu weigern, einen E-Meter-Check zu erhalten.“ (20)

„Sich zu weigern, auditiert zu werden, wenn es von einer höheren Stelle angeordnet wird.“ (21)

„Den Empfang einer direkten und rechtmäßigen Anordnung eines leitenden Mitarbeiters nicht zu bestätigen, sie nicht weiterzuleiten oder sie nicht zu befolgen.“ (22)

Interessant ist, dass Scientology offensichtlich für diese und andere Vergehen „direkte Bestrafung“ (23) vorsieht. Diese Bestrafung besteht in der „Zuweisung eines persönlichen Zustandes von Notlage“ (24).

Die einzige positive Aktion, um das Überleben im Zustand der Notlage zu garantieren, ist nach Hubbard Expansion. Eine Formel für diesen Zustand ist die Straffung der Disziplin, „denn wenn nicht Disziplin durchgesetzt wird, so wird das Leben selbst die Person disziplinieren.“ (25)

Interessant ist also, dass es innerhalb von Scientology notwendig zu sein scheint darauf hinzuweisen, dass „nichts in diesem Kapitel (…) irgendeine Verletzung der Gesetze des jeweiligen Landes oder irgendeinen absichtlichen Rechtsbruch rechtfertigen“ soll. Zumindest erweckt es doch den Eindruck, dass bisweilen innerhalb von Scientology dazu geneigt wird, Vergehen wie Ungehorsam – was man sich einfach mal auf der Zunge zergehen lassen muss – drastisch zu sanktionieren.

Norbert Pothoff, ein deutscher Aussteiger schreibt in seinem Buch „Wieder dieses RPF, diesmal ist Sabine in Gefahr. Das kann ich nicht zulassen. Susans Schilderungen vom Straflager sind mir noch zu lebhaft in Erinnerung, auch wenn Beate es später verharmloste. Meine Frau würde ich nicht ausliefern, niemals.“ (26)

Das hinterlässt doch einen bestimmten Eindruck vom innerlichen Disziplinar- und Strafsystem.
„Jeder solcher Verstöße soll den Schuldigen sowohl den gesetzlich vorgeschriebenen Strafen, also auch (innerkirchlichen) Ethik- und Rechtsmaßnahmen aussetzen“.

Nun möchte uns doch die Pressesprecherin des eingetragenen Vereins Scientology Kirche Bayern e.V. erklären, welche gesetzlichen Strafen denn für z.b. Ungehorsam oder Weigerungen, sich auditieren zu lassen, vorgesehen sind. Sicher wäre an dieser Stelle die Antwort, dass von den gesetzlich vorgeschriebenen Strafen gesprochen wurde und in diesen Fällen keine gesetzlichen Strafen zu erwarten sind.

Somit dürften auch keine innerkirchlichen Ethik- und Rechtsmaßnahmen erfolgen, da uns die Scientology Kirche Bayern vermitteln wollte, dass die innerkirchlichen Maßnahmen niemals andere sind als jene der geltenden Rechtssprechung.

Die angebliche Identität zwischen dem innerkirchlichen und staatlichen Rechtssystem, die hier angedeutet wird, lässt sich nicht nur durch Primärliteratur von L.R.Hubbard widerlegen, auch Aussteigerberichte und aktuelle Verurteilungen der Scientology-Organisation wie z.b. in Frankreich wegen organisierten Betruges sprechen eine ganz klare Sprache und bestätigen die Ausführung in diesem Schreiben von Frau Eilzer als P.R. / KSW.

Deutlicher kann die Oberhoheit des staatlichen Rechts im Verhältnis zum innerkirchlichen Recht wohl kaum zum Ausdruck gebracht werden.

Auf Seite 3 dieser Ausarbeitung wurde ausführlich das Verhältnis von Scientology zur „Oberhoheit des staatlichen Rechts“ beschrieben.

Das hinderte trotzdem einzelne, voreingenommene Mitglieder der früheren Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages nicht, die „Abkehr von Recht und Gesetz“ und – als notwendige Begründung von Überwachungsforderungen – die angebliche „Aushöhlung des unabhängigen Gerichtswesens“ ohne irgendwelche Belege künstlich zu konstruieren.

Wir hoffen, durch dieses Schriftstück einige Belege geliefert zu haben, dass es sich nicht um künstliche Konstruktionen handelt, sondern die Annahme, Scientology habe ein eigenes, vom staatlichen Recht unabhängiges Rechtssystem, das zudem nur vereinzelt Gemeinsamkeiten mit dem staatlichen Recht aufweist, sowohl durch die Praxis der Scientology Organisation als auch durch die Schriften des Gründers L.R. Hubbard, bestätigt wird.

Scientology ist ein totalitäres System, das auf absoluter Kontrolle seiner Mitglieder basiert, sich verschiedener Methoden der Verhaltensmanipulation bedient und „hierarchisch aufgebaut und straff militärisch organisiert“ (27) ist. Aussteiger berichten von Freiheitsberaubung, Folter und Nötigung. (28)

Allein die bloße Tatsache der Existenz einer innerkirchlichen, disziplinarischen Rechtsordnung wurde als „Beweis“ dafür bemüht, dass Scientology mit der staatlichen Gerichtsbarkeit und Rechtsordnung nichts am Hut habe.

Die Existenz eigener Straflager (29) sowie einer eigenen Abteilung, die sich mit der Beseitigung von Gegenabsichten aus der Umgebung befasst, und die Installation eines eigenen Geheimdienstes (30) dürfte deutlich aufzeigen, dass sich Scientology einer eigenen Gerichtsbarkeit bedient.

Das faktisch alle gesellschaftlichen Verbände und natürlich auch Religionsgemeinschaften – vom Sportverein (Beispiel DFB), den Gewerkschaften, den Parteien bis zu den Amtskirchen – über eine interne disziplinarische Rechtsordnung verfügen, genügt offenbar nicht, um den Betreibern dieser Argumentation die Absurdität ihrer Logik aufzuzeigen.

Es ist eine übliche Praxis bei Scientology, in der ersten Hälfte eines Rechtfertigungsschreibens Vorwürfe komplett zu leugnen und argumentativ auszuhöhlen, um im 2. Teil mit anerkannten, staatlichen Autoritäten zu „arbeiten“. Zum einen möchte man erreichen, dass der Leser denkt:

„Wieso wirft man Scientology etwas vor, was doch bei anderen Institutionen Gang und Gebe ist?“

Hierbei ist aber anzumerken, dass nicht die Frage, ob es ein internes Disziplinarrecht bei Scientology gibt, Grundlage der Überwachung ist, sondern „dass Scientology nach wie vor Bestrebungen verfolge, die gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung gerichtet seien.“ (31)

Es ist nicht unüblich, dass Scientology in Schreiben, nachdem man versucht hat, die Vorwürfe zu bestreiten, dann, die Vorwürfe zu relativieren, zu einem direkten Angriff auf staatliche Stellen oder andere Institutionen und Feindbilder, wie z.b. die Psychiatrie, übergeht. Grundlage ist das Gesetz der Dritten Partei, d.h. Scientology geht davon aus, dass in in einem Konflikt immer eine dritte Partei existieren muss, die Ursache dieses Konfliktes ist bzw. versucht, einen Konflikt herzustellen. (32)

„Die verborgene dritte Partei, die manchmal nur die eine Seite zu unterstützen scheint, kann als Anstifter entlarvt werden.“ (33)

Ein „Gutachter“ der besagten Enquete, der selbst früher gegen die Scientology Kirche meist vergeblich prozessiert hatte und damit alles andere als in der Sache neutral und objektiv „gutachten“ konnte, ging – aufgrund eines aus dem Zusammenhang gerissenen Zitats – sogar so weit zu behaupten, es gäbe einen Beleg, dass Scientology die bestehende Rechtsordnung „pauschal ablehnt“ und im Falle von „politischer Macht“ nur noch ihr eigenes, innerkirchliches Rechtssystem zulassen würde.

Der Gutachter der Enquete-Kommission wird an dieser Stelle als verborgene dritte Partei dargestellt, die danach strebt, Scientology in ein falsches Licht zu rücken.

Häufig wird diese Dritte Partei, sofern es sich um einzelne Personen handelt, auch mit kritischen Personen, die zugleich als anti-soziale und anti-scientologische Persönlichkeiten dargestellt werden, gleichgesetzt. So verbreite eine „solche Person (…) hauptsächlich schlechte Nachrichten, kritische oder feindselige Bemerkungen, Abwertungen oder allgemeine Unterdrückung.“ (34)

Selbstverständlich unterstütze die „antisoziale Persönlichkeit (…) ausschließlich destruktive Gruppen“ und wüte „gegen jede Gruppe, die konstruktiv ist oder verbessern will, und greift sie an.“ (35)

Völlig abgesehen von der Tatsache, dass die Scientology-Kirche keinerlei politische Ziele verfolgt und erst recht keine Beteiligung an „politischer Macht“ anstrebt, sondern für die Trennung von Kirche und Staat eintritt.

Hier wird noch einmal versucht, sich selbst von jedem Machtstreben loszusagen, um dann eine gesellschaftliche Position zu beanspruchen, die von vielen Menschen als richtig empfunden wird.

Es handelt sich um den Versuch, Vorwürfe zu neutralisieren, um sich dann aus dieser Neutralität heraus positiv darzustellen. Gerade die Trennung von Kirche und Staat ist etwas, das viele Menschen unterstützen. An dieser Stelle möchte ich noch einmal auf die ersten Seiten dieser Analyse verweisen, die klar belegen, dass Scientology eher das Gegenteil anstrebt, nämlich den Staat nach den Vorgaben von L.R. Hubbard zu formen.

Das probiert Scientology nicht nur in der Politik, sondern auch in der Wirtschaft. Hierfür benutzt Scientology Verbände wie WISE (World Institute of Scientology Enterprises). Ziel von WISE ist „die übernahme der Wirtschaft auf der gesamten Welt durch die Scientology, indem die LRH- Verwaltungstechnologie in jeder Firma der Welt vollständig eingeführt wird, ob es sich um Scientologen handelt oder nicht.“ (36)

Davon abgesehen kann man nicht häufig genug erwähnen, dass Scientology in Deutschland aus gutem Grunde nicht als Kirche anerkannt ist und auch in den Vereinigten Staaten von Amerika jeder Mensch eine Kirche eintragen lassen kann. Kirche ist also dort nicht vergleichbar mit dem Begriff, wie er in Deutschland verwendet wird, vor allem ist er dort nicht gebunden an eine Jahrhunderte alte Tradition.

Das Gegenteil von politischer Macht bzw. politischen Zielen ist ihr aufgrund innerkirchlicher Richtlinien (von L. Ron Hubbard) nachweisbar untersagt.

Manchmal passieren eben auch führenden Scientologen freudsche Versprecher. Wir möchten diese Passage, nämlich dass der Scientology das „Gegenteil von politischer Macht bzw. politischen Zielen (…) nachweisbar untersagt“ wäre, einfach für sich stehen lassen und nicht weiter kommentieren.

Zur Bekräftigung dieser Tatsache haben die deutschen Scientology-Kirchen eine „Grundsatzerklärung für Menschenrechte und Demokratie“ (siehe scientology- fakten.de/scientology-kirche-deutschland-resolution-der-kirchenratsversammlung.html) im Jahre 2008 verbindlich in ihre Satzungen aufgenommen und sich von entgegen gesetzten Ansichten distanziert.

Mit dem Begriff „deutsche Scientology Kirchen“ sind die verschiedenen eingetragenen Vereine in Deutschland gemeint, die zu Scientology gehören.

Nachdem die Vorsitzende der Menschenrechtskommission Jan Eastgate nicht nur wegen Vertuschung von Kindesmissbrauch vor Gericht stand, sondern auch aktuelle Informationen aus Australien belegen, dass die dortige Scientology Organisation Kinder und Jugendliche über Jahre systematisch ausgebeutet hat, sowie aktuelle Aussagen von Debbie Cook über die Spezialbehandlungen auf Flag (Freiheitsentzug, Schlafen auf Böden, die von Armeisenstraßen überzogen waren, körperliche Misshandlungen), wird deutlich, wie weit es mit dem Begriff der Menschenrechte bei Scientology her ist. Oder es ist ein Indiz dafür, dass Scientologen, wie schon in der Einleitung ausgeführt, oft Begriffe anders verstehen als Menschen, die nicht das scientologische System durchlaufen haben. Interessant ist an dieser Stelle auch, was Scientology Gründer L.R.Hubbard zu Bürgerrechten schreibt.

„Eines Tages wird es vielleicht ein viel vernunftgemäßeres Gesetz geben, das nur Nichtaberiierten erlaubt, zu heiraten und Kinder in die Welt zu setzen.“ (37)

„Vielleicht werden in ferner Zukunft nur dem Nichtaberrierten die Bürgerrechte vor dem Gesetz verliehen. Vielleicht ist das Ziel irgendwann in der Zukunft erreicht, wenn nur der Nichtaberrierte die Staatsbürgerschaft erlangen und davon profitieren kann. Das sind erstrebenswerte Ziele.“ (38)

Während andere Weltreligionen zum Teil heute noch ein Problem mit den Menschenrechten haben oder sie zum Teil erst in den 1960er Jahren für sich als verbindlich anerkannt haben (so z.B. das Vaticanum II der kath. Kirche), geht das Glaubensbekenntnis der Scientology-Kirche mit Gründung der ersten Scientology-Kirche im Jahre 1954 sofort von der Gott gegebenen Gleichberechtigung aller Menschen und ihrer Seelen aus.

Mit dem Ausdruck „andere Weltreligionen“ versucht sich Scientology, selbst als Religion darzustellen. Scientology ist aber keine Religion, schon gar keine Weltreligion, sondern eine totalitäre Sekte, der es darum geht, möglichst viel Geld zu machen und die sinkende Mitgliederzahlen zu beklagen hat.

„Mach Geld. Mach mehr Geld. Mach daß andere Leute produzieren um mehr Geld zu machen.“ (39)

Zu dem Verständnis von Gleichberechtigung verweisen wir auf die zuvor genannten Zitate und die Ausführungen zu den „zwei Arten von Menschen“ (40), die sich in Einführung in die Ethik der Scientology finden.

Gleichzeitig verlangte die Scientology-Kirche hierin implizit und in späteren hierauf aufbauenden internen Kodizes entsprechend, verbindlich und ausdrücklich spätestens seit 1969, von den Mitgliedern die Beachtung und Förderung der Menschenrechte und die Befolgung des Grundsatzes „des gleichen Rechts für alle“.

„Eine wahrhaft unterdrückerische Person oder Gruppe hat keinerlei Rechte eines Scientologen.“ (41)

„Der Anti-Scientologe (…) Der Zustand von Anstaltinsassen lässt sich gewöhnlich auf den Kontakt mit solchen Persönlichkeiten zurückführen. Wir sehen also, dass es für Regierungen, für polizeiliche Tätigkeiten (…) wichtig ist, diesen Persönlichkeitstyp erkennen und herausisolieren zu können, um die Gesellschaft und das Individuum vor den destruktiven Folgen zu schützen, die entstehen, wenn man solchen Personen freies Spiel gewährt (…)“ (42)

„Nur der geistig gesunde, wohlausgeglichene Mensch versucht, sein Verhalten zu verbessern.“ (43)

„Ebenso könnte sowohl soziale als auch wirtschaftliche Erholung eintreten, wenn die Gesellschaft diesen Persönlichkeitstyp als ein krankes Wesen erkennen und ihnen isolieren würde, so wie man jetzt Leute mit Pocken in Quarantäne steckt.“ (44)

Das innerkirchliche Disziplinarsystem ist, wie bei vielen anderen Vereinen oder Religionsgemeinschaften auch, nur für interne disziplinarische Angelegenheiten zuständig oder als Schlichtungsstelle für zivilrechtliche Angelegenheiten unter Mitgliedern und – das Einverständnis der Streitparteien eines derartigen Verfahrens vorausgesetzt – auch zwischen einem Mitglied und einem Nicht-Mitglied.

Ein Strafsystem wie das von Scientology ist bei anderen Vereinen oder Religionsgemeinschaften nicht bekannt, allenfalls einige andere Sekten verfügen über ähnliche Ansätze, haben sie aber nicht so entschieden ausgearbeitet wie Scientology dies getan hat.

Wie man sich ein solches Schlichtungsverfahren mit Nicht-Mitgliedern vorzustellen hat, könnte der Fall LisaMcPhearson andeuten. Nach dem Tod der jungen Frau in der Obhut von Scientology kam es 2004 zur Einstellung des Zivilverfahrens, das durch die Familie von Lisa McPhearson angestrebt wurde, durch einen vertraulichen Vergleich.

Die Familie von LisaMcPhearson bemüht sich bis heute um Aufklärung. Das Strafverfahren gegen die zuständige Scientology Abteilung (FSO) wurde eingestellt, nachdem man den Betreuern von Lisa McPhearson Straffreiheit zusicherte, um die Mauer des Schweigens zu durchbrechen. (45)Man hat letztlich nur vage Andeutungen, welche Funktion die sogenannte Schlichtungsstelle wirklich erfüllt.

Diese Schlichtungsstelle dient letztlich auch der Entlastung der Zivilgerichte. Alle solchen zivilrechtlichen Angelegenheiten werden – dem Charakter der Schlichtungsstelle entsprechend – von einem Kaplan der Scientology-Kirche geleitet.

Scientology versucht an dieser Stelle, der eigenen Schlichtungsstelle noch eine positive Note zu verleihen. Wenn die Schlichtung nach scientologischer Art allerdings dazu führt, dass wie im Fall Lisa McPhearson eine Aufklärung verhindert wird, stellt sich die Frage, ob Scientology mit dieser Aussage nicht eher die Annahme bestätigt, dass sie ein Rechtssystem unabhängig von den staatlichen Instanzen installiert haben.

Rechtsanwälte sind in solchen Verfahren grundsätzlich zugelassen, auch wenn so genannte „Experten“ anderer Meinung sind.

Es stimmt auch mit unseren Recherchen überein, dass Experten, die sich mit Scientology seit Jahren befassen und in vielen solcher Verfahren ermittelt haben, die Meinung vertreten, dass die Aussage von Scientology, es wären Rechtsanwälte (die nicht Scientologen sind) zu den Verfahren zugelassen, nicht richtig ist,

Zum Vergleich müssten eher die existierenden innerkirchlichen Rechtssysteme aller Weltreligionen, hinsichtlich ihrer tatsächlichen Schnittstellen mit dem jeweiligen staatlichen Rechtssystem, weit mehr Anlass zur Besorgnis geben, als die innerkirchlichen Disziplinarverfahren der Scientology-Kirche.

Hier wendet Scientology wieder die Strategie an, von sich selbst abzulenken und die Situation relativieren zu wollen. Auch stellt sich Scientology erneut auf eine Stufe mit den Weltreligionen, was schon per Definition verkehrt ist, da Scientology nur in einigen Staaten als Religion anerkannt wurde (neben der Spagetti-Monster-Religion, Church of Satan und anderen Merkwürdigkeiten).

Der restliche Brief ist im groben nur eine Wiederholung schon genannter Ansätze. Gerade bei Scientology ist es üblich – und wird im Rahmen der Trainingsroutinen, die Teil aller Scientology Programme sind – mit der Wiederholung von Mustern oder Worten Menschen zu konditionieren und bestimmte Überzeugungen zu suggerieren. Uns fiel während der Analyse der Erklärung des eingetragenen Vereins auf, dass auch hier mit der Wiederholung von Statements gearbeitet wurde. Wir nehmen an, dass sich die Scientology Kirche Bayern e.V. darüber sehr wohl im Klaren war und mit dieser Methode bewusst gearbeitet hat.

Wir hoffen, mit unserer Analyse etwas zur Aufklärung beigetragen zu haben. Wir nehmen an, bald wird es eine neue Stellungnahme geben, wir werden auch diese wieder im Keim ersticken und sie als Grundlage nutzen, um den Menschen die Rhetorik und Manipulationsstrategien von Scientology zu erklären und die Machenschaften und Denkweise dieses totalitären, demokratie- und menschenfeindlichen Systems zu vermitteln.

Wenn Du Scientologe und durch diesen Text zum Nachdenken gekommen bist, wende Dich ruhig an die Behörden in Deiner Gegend oder nimm Kontakt zu einer Anonymous Gruppe auf, die Dir helfen können, aus der Sekte auszusteigen. Wir wissen, dass Du ein guter Mensch bist und Dich verbessern wolltest. Die Brücke zur Freiheit liegt jenseits von Scientology.

  1. Email von Debbie Cook, die sie an 12000 OTs schrieb
  2. Dianetik, L.R. Hubbard, S. 26
  3. Dianetik, L.R. Hubbard, S. 43
  4. Einführung in die Ethik der Scientology, L.R. Hubbard, S.159
  5. Einführung in die Ethik der Scientology, L.R. Hubbard, S.153
  6. Einführung in die Ethik der Scientology, L.R. Hubbard, S.153
  7. Einführung in die Ethik der Scientology, L.R. Hubbard, S.177
  8. HCOPL, 13.03.1961 in OEC Band 7 Seite 487, ingo-heinemann.de
  9. HCOPL, 13.03.1961 in OEC Band 7 Seite 487, ingo-heinemann.de
  10. „Der gesäuberte Planet – die Reise ins Innere der Scientology“, http://www.ilsehruby.at/thetan.html
  11. „Creating a new Civilization“, L.R.Hubbard, Vortrag, http://www.ilsehruby.at/hrubybookgerman.html
  12. Einführung in die Ethik der Scientology, L.R.Hubbard, S.25
  13. Einführung in die Ethik der Scientology, L.R.Hubbard, S.25
  14. Einführung in die Ethik der Scientology, L.R. Hubbard, S. 201 – 208
  15. Einführung in die Ethik der Scientology, L.R. Hubbard, S. 209
  16. HCOPL, Penalties for lower conditions, L.R.Hubbard
  17. Einführung in die Ethik der Scientology, L.R. Hubbard, S.236
  18. Einführung in die Ethik der Scientology, L.R.Hubbard, S.196
  19. Einführung in die Ethik der Scientology, L.R.Hubbard, S.197
  20. Ebd.
  21. Ebd.
  22. Ebd., S.198
  23. Ebd., S.200
  24. Ebd., S.200
  25. Ebd., S.78
  26. Im Labyrinth der Scientology, Norbert Pothoff, S. 223
  27. Relilex online, Joachim Happel, Referenz: Bayerisches Staatsministerium des Inneren
  28. Scientology ist eine kriminelle Organisation, Hendrik Ternieden, Spiegel Online 20.11.2009
  29. Gehirnwäsche im Rehabilitation Project Force, Behörde für Inneres,
    http://www.hamburg.de/contentblob/109284/data/gehirnwaesche.pdf
  30. http://www.verfassungsschutz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=82&Itemid=125
  31. „Verfassungsschutz darf Scientology weiter überwachen“, RP online, 12.2.2008
  32. Scientology Handbuch, Das Gesetz der Dritten Partei, http://german.scientologyhandbook.org/sh8_1.htm
  33. Scientology Handbuch, Das Gesetz der Dritten Partei, http://german.scientologyhandbook.org/sh8_1.htm
  34. Einführung in die Ethik der Scientology, L.R.Hubbard, S.115
  35. Einführung in die Ethik der Scientology, L.R.Hubbard, S.118
  36. WISE-Richtlinie Nr. 2 vom 5. 5. 1986 / und http://www.anti-scientology.ch/wise-firmen.htm
  37. Dianetik, L.R. Hubbard, S. 373
  38. Dianetik, L.R. Hubbard, S. 483
  39. HCOPL Issue I, L.R. Hubbard, 09.03.1972
  40. Einführung in die Ethik der Scientology, L.R. Hubbard, S. 109
  41. Ebd., S. 236
  42. Ebd., S. 113 – 114
  43. Ebd., S. 118
  44. Ebd., S. 120
  45. „Wo ist das Lächeln von Lisa McPhearson?“, http://www.ilsehruby.at/LisaMcPherson.html

Debbie Cook und eine Verurteilung in Frankreich

In diesem Blog werde ich mich mal nicht mit den Kindern beschäftigen, die in Scientology leben und aufwachsen müssen, aber dennoch sind diese Informationen auch positiv für sie.

Viel ist passiert in der letzten Zeit, zum einen hat sich eine hochrangige Scientologin, Debbie Cook, die der Sekte und Hubbard noch treu ergeben ist, sich mit einer Mail an 12 000 OTs (Operierende Thetane) gewandt. In dieser Mail hat sie die „Führungsspitze“ kritisiert. Sehr ungewöhnlich und mutig für eine noch in der Sekte praktizierende Scientologin. Die deutsche Übersetzung der Mail gibt es hier zu lesen.

Die Sekte verklagte nun Debbie Cook, der scientologische Geheimdienst (OSA)wurde auch aktiv, sie versuchten der scientologischen Welt glaubhaft zu machen, dass die Mail nicht von Debbie Cook kam, dann versuchten sie Debbie Cook als eine PTS darstehen zu lassen, in dem sie ihr vorwarfen sie hätte Kontakt zu Kritikern etc. Debbie Cook nahm sich jetzt einen Anwalt mal sehen, wie die ganze Sache ausgehen wird. Zumindest fängt in der Sekte kritisches Denken an, dies ist imo ein kleiner Lichtblick auch für die scientologischen Kinder.

Gestern freute ich mich riesig, dass ein Pariser Berufungsgericht die Verurteilung der Scientology Organisation wegen bandenmäßigen Betrugs bestätigt hat.  Die Frankfurter Rundschau schrieb hierzu:

Urteil gegen Scientology gefallen

Die umstrittene Scientology-Organisation ist in Frankreich wegen bandenmäßigen Betrugs zu insgesamt 600.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Ein Pariser Berufungsgericht bestätigte am Donnerstag eine entsprechende Entscheidung aus erster Instanz.

Paris –

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass sich zwei Unterorganisationen mit illegalen Mitteln bereichert hatten. Sie sollen unter anderem in den 90er Jahren eine Frau dazu verleitet haben, in kurzer Zeit mehr als 21.000 Euro für Bücher, Medikamente und Kurse zur Lebensbewältigung auszugeben.

Neben der Scientology-Organisation bestrafte das Gericht auch die Drahtzieher der Taten. Zwei Führungspersonen bekamen je eine zweijährige Haftstrafe auf Bewährung und müssen 30.000 Euro Geldstrafe zahlen.

„Das ist eine historische Entscheidung“, kommentierte Olivier Morice, der Anwalt der Anti-Sekten-Organisation Unadfi. Seiner Meinung nach ist das Urteil nur der Beginn eines Weges, der zum Verbot von Scientology führen könnte. Es ist das erste Mal, dass die Organisation in Frankreich wegen bandenmäßigen Betrugs verurteilt wird.

Scientology-Verbot gefordert

Die Staatsanwaltschaft hatte in dem Ursprungsverfahren zunächst ein Verbot von Scientology gefordert. Wenig später wurde allerdings bekannt, dass eine solche Strafe in einem Betrugsfall gar nicht mehr möglich ist. Ein entsprechendes Gesetz war kurz vor Beginn des ersten Prozesses im Jahr 2009 geändert worden.

Scientology wurde 1954 von dem Science-Fiction-Autor L. Ron Hubbard in den USA gegründet. Die Organisation hat ihre Zentrale in Los Angeles und bezeichnet sich selbst als Kirche.Die Bundesregierung sieht Scientology dagegen nicht als Religionsgemeinschaft an. Nach Einschätzung des Verfassungsschutzes enthält die scientologische Programmatik „zahlreiche tatsächliche Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen und für das Ziel der Errichtung einer totalitären Staatsordnung und einer Willkürherrschaft.“ (dpa)

Viel ist passiert in der letzten Zeit und ich finde es schön dabei zuzuschauen, wie dieser Kult langsam aber beständig in seine Schranken verwiesen wird und vielleicht wird er irgendwann ganz verschwinden.

Wie man sich schützen kann!

Der Tagesspiegel schreibt heute in seiner Ausgabe in mehreren Artikeln über Scientology.

In einem Artikel schreibt er darüber, wie man eine Sekte und somit auch Scientology erkennt.

WIE MAN SICH SCHÜTZEN KANN Vorsicht vor allzu einfachen Lösungen

CHECKLISTE

Diese Merkmale können auf Sekten wie Scientology hinweisen:

1. Das Weltbild ist einfach und erklärt jedes Problem.

2. Die Welt treibt auf eine Katastrophe zu und nur die Gruppe weiß, wie man sie retten kann.

3. Die Gruppe ist die Elite, die übrige Menschheit ist krank und verloren, solange sie nicht mitmacht.

4. Man soll sofort Mitglied werden.

5. Man soll alle „alten“ Beziehungen abbrechen, weil sie die Entwicklung behindern.

6. Es ist schwer allein zu sein, jemand aus der Gruppe ist immer dabei.

TARNORGANISATIONEN

Ron Hubbards Lernmethoden werden auf dem Nachhilfemarkt unter dem Label „Applied Scholastics“ angeboten.

Scientologen sind auch verstärkt in der Unternehmensberatung und im Personalmanagement tätig. Diese Copyrights lassen auf Scientology schließen: WISE (World Institute of Scientology Enterprises), Hubbard College of Administration International (HCAI), Model of Admin Know How (MAKH), Author Services International (ASI), Oxford Capacity Analysis (OCA-Test), Foundation of Brilliance, Effective Training Solutions (ETS); auch die Kampagnen „Weg zum Glücklichsein“, „Sag nein zu Drogen, sag ja zum Leben“ oder „Jugend für Menschenrechte“ gehören dazu.

UNVEREINBARKEITSKLAUSEL

Die Parteien CDU, CSU, SPD und FDP haben eine Klausel in ihrer Satzung, die es verbietet, zugleich Mitglied in der Partei und bei Scientology zu sein. Auch manche privaten Schulträger lassen Mitarbeiter unterschreiben, dass sie nicht zu Scientology gehören. Wenn man sichergehen will, ob man es mit einem Scientologen zu tun hat, empfehlen Sektenexperten, danach zu fragen, ob derjenige „mit den Techniken von Ron Hubbard arbeitet“. Ein interner Ehrenkodex verbietet es Scientologen, auf diese Frage zu lügen.

INFOS

Leitstelle für Sektenfragen Berlin, Tel: 030-90227 5574

leitstelle@senbwf.berlin.de. http://www.berlin.de/sen/familie/sekten-psychogruppen

Sekteninfo NRW

Tel: 0201-23 46 46

kontakt@sekten-info-nrw.de

http://www.sekten-info-nrw.de

Scientology-Krisenberatung, Bayerisches Landesjugendamt

Tel: 0180- 1000042

http://www.blja.bayern.de/themen/jugends…index.html

Wobei ich noch eindeutig daraufhinweisen muss, dass ein Scientologe durchaus über seine Mitgliedschaft in Scientology lügen darf bzw. dies verschweigen darf und ein OSA Mitarbeiter, der als Spitzel eingesetzt ist, wird dies auch verschweigen.

Das Bayrische Staatsministerium des Innern hat eine ausführliche Broschüre über Scientology herausgegeben, ab Seite 55 beschreibt sie ebenfalls, wie man sich vor der Scientology Organisation schützen kann. 

Hier die beiden anderen am 15. Januar 2012 erschienenen Artikel im Tagespiegel.

http://www.tagesspiegel.de/politik/gefaehrlich-wie-ist-scientology/6067626.html

http://www.tagesspiegel.de/politik/es-ist-die-endphase-einer-diktatur-wilfried-handl-war-28-jahre-bei-scientology-/6067628.html

Kinder in Scientology, die 2. und 3. Generation

Sekten sind auf der Suche nach neuen Mitgliedern und machen auch vor unseren Kindern nicht halt. Kinder sind für Sekten ein lukratives Geschäft, denn auf diesem Wege erreichen sie auch die Eltern. Scientology ist u.a. im Nachhilfebereich aktiv tätig.

Am allerschlimmsten ist es für die Kinder, die in Kulte und totalitäre Gruppen hineingeboren wurden. Die früheren „Jugendsekten“ befinden sich in der zweiten bzw. dritten Generation. Sektenkinder aus der Elterngeneration der 70er Jahre sind Erwachsen und vielleicht schon selber Eltern. Die Sekten, auch Scientology sind immer mehr mit dem Problem der wachsenden Kinderschar konfrontiert, dies ist zum Teil auch so gewollt, denn diese Kinder sind von klein auf an die scientologischen Denkweisen und Techniken, wie z.B. das Auditing gewöhnt. Auch sind sie mit der Sekten eigenen Sprache und Regeln aufgewachsen. Jedoch schreibt der Sektenexperte Hugo Stamm in seinem Buch „Sekten – im Bann von Schutz und Macht“, „trotz Bewußtseinskontrolle springen Sektenanhänger, die in einem Kult aufgewachsen sind, als Erwachsene häufiger ab, als man auf Grund der umfassenden Indoktrination erwarten würde.“ Dies bedeutet für unsere Gesellschaft ein Problem, denn diese ausgestiegenen Menschen brauchen ganz besondere Hilfe um ein „normales“ Leben führen zu können. Falls diese Menschen einen Ausstieg schaffen, Scientology wird alles mögliche tun um dies zu verhindern; laufen sie Gefahr sozial und psychisch auffällig zu werden. Jahrzehntelang lebten sie in einem geschlossenen sozialen System. Nun sind sie auf sich selbst gestellt. Sie füllen sich einsam und verlassen. Äußern sie sich öffentlich gegen Scientology werden ihre engsten Verwandten, ihre Eltern und Geschwister jeglichen Kontakt abbrechen. Sie werden zu SP’s zu Unterdrückerischen Personen erklärt.

Scientology bot in der Vergangenheit den Aussteigern ein Gefühl der Geborgenheit, sie fühlten sich vermutlich aber auch erhaben, sie gehörten einer elitären Gruppe an, deren Sinn und Zweck es ist „die Welt zu klären“ bzw. zu retten. Durch diese Rettung blieb ihnen nicht mal mehr viel Zeit für sich selbst. Der Preis den die Sektenmitglieder zahlen müssen ist die Verdrängung der eigenen Identität. Dies macht sich z.B. auch an den den Uniformen bemerkbar, die die Mitglieder der scientologischen Eliteorganisation Sea Org tragen müssen. In der Sea Org wird ein Arbeitsvertrag nicht nur für dieses Leben geschlossen, sondern für die nächsten Milliarden Jahre.

Die Techniken, die Scientology zur Bewußtseinskontrolle seiner Mitglieder anwendet erinnert an „Gehirnwäsche bei Kriegsgefangenen“ (Hugo Stamm, „Sekten – Im Bann von Sucht und Macht). Auch Professor Hans Kind, hat in einem Gutachten Ähnlichkeiten aufgezeigt und dokumentiert. Dabei bezog er sich auf Sekten eigene Literatur und auf eigene Untersuchungen der psychischen Reaktionen von ehemaligen Scientologen. Seine Erkenntnis: Die Therapietechnik des Auditings versetzt die Scientologen in hypnoseähnliche Zustände. Kinder, die in Scientology hineingeboren sind, werden schon seit ihrer Geburt und sogar schon vor der Geburt auf die Gehirnwäsche durch das Auditing und durch die anderen scientologischen Techniken vorbereitet.

Um die scientologische Ausbildung der Kinder zu gewährleisten, werden diese schon in jungen Jahren auf scientolgisch geführte Schulen geschickt. Diese sind in Deutschland nicht gestattet, aber die Kinder werden z.B. auf Scientology Schulen in Dänemark geschickt. Besondere Eliteschulen für scientologische Kinder gibt es u.a. in Saint Hill, Großbritanien und in den USA. Sie werden Cadet Orgs genannt.

Weil geschulte Sektenmitglieder hohes Ansehen genießen, stufen die Eltern die Sektenerziehung höher ein als die Familienbande. Scientology lockert mit der Trennung von Kind und Eltern die emotionalen Bindungen. Familiäre Gefühle können der Sekte gefährlich werden, weil sie ein Gemeinschaftsgefühl außerhalb von Scientology vermitteln können. Außerdem können die Eltern durch die Fremd – Erziehung ihrer Kinder ihre Zeit voll und ganz der scientologischen Rettung der Welt und ihrer eigenen scientologischen Kariere widmen. Dies kann bei Scientology bis zu 70 Wochenstunden sein.

Die enormen Bemühungen der Sektenfänger um Kinder und Jugendliche zeigen: Die Indoktrination in den Cadet Orgs und in den scientologisch geführten Schulen und Internaten ist die effektivste Art Menschen in Scientology zu beheimaten.

L. Ron Hubbard wird aus der Sicht der jungen Scientologen als „göttlicher Übervater“ angesehen, in jeder Org gibt es für den verstorbenen Sektengründer ein Büro. Die Kinder und Jugendlichen folgen Hubbard als sog. Homo Novis (Übermenschen). Sie können eine Beziehung zu ihrem „göttlichen Übervater“ aufbauen, die rein ist und nie von Konflikten ihm gegenüber getrübt sein wird. Hugo Stamm erklärt hierzu:“Dieser Übervater dient auch als Mutterersatz, erlaubt eine symbiotische Beziehung und befriedigt den Wunsch nach mystischer Verschmelzung.“ Die Gruppe erscheint als ideale Gesellschaft von Brüdern und Schwestern, die alle von der gleichen Idee beseelt sind und die alle das gleiche Ziel haben, die Welt zu retten. Scientology bietet, aus der Sicht eines Scientologen betrachtet, die perfekte Familie.

In dieser „Scheinwelt“ können Eltern selbst die grausamsten Anordnungen noch als spirituelle Notwendigkeit schmackhaft gemacht werden. Die scientologischen Kinder sollen ja in einer „reinen“ bzw. “geklärten” Umwelt aufwachsen. Sind die Eltern sehr in der scientologischen Gruppe und Gedankenwelt eingebunden, dann scheint es so, als könnten Eltern ihre „Elterngefühle“ problemlos ohne Schuldgefühle unterdrücken. Hierzu ein Beispiel: “Kindern wird auch der Umgang mit ihren Eltern verboten bzw. den Eltern wird der Umgang mit ihren Kindern verboten, da die Kinder der Grund für Probleme des Erwachsenen sind. Diese Kinder sind eine „unterdrückerische Person“ für ihre Eltern und behindern das Fortkommen ihrer Mütter in Scientology. U.S. Sonntag, der gesagt wurde, daß ihr Sohn eine unterdrückerische Person sei, wurde das von Seiten der Org an einem Beispiel gezeigt. Unten „…in dem italienischen Restaurant einen Stockwerk tiefer als die Org saß ein kleiner Junge an einem Tisch allein und aß, seine Mutter saß getrennt von ihm an einem anderen Tisch, man sagte mir, der Junge wäre der `Unterdrücker´ seiner Mutter, und die Mutter muß ihn handhaben und sich von ihm trennen, um weiter zu kommen.“

Scientology versteht es Ängste und seelische Defizite auszunutzen. Mit ihren Indoktrinationsmethoden legt Scientology den Finger auf die seelischen und sozialen Wunden ihrer Mitglieder und erschwert einen Ausstieg, da die Scientologen glauben nur Scientology bietet ihnen ein zu Hause, eine Familie oder einen geschützten Raum. Gerade für die Scientologen in der 2. oder 3. Generation muss die Außenwelt (genannt WOG – Welt) fremd und andersartig vorkommen.

Wies sieht die Zukunft der „Scientology Kinder“ aus? Wenn ihnen der Ausstieg wirklich gelingt, dann sind sie auf Hilfeeinrichtungen, Sektenberatungsstellen und spezielle Rehabilitationseinrichtungen angewiesen. Sollte es den „Scientology Kindern“ nicht gelingen auszusteigen, werden sie wahrscheinlich Führungspostionen übernehmen, weitere Indoktrination und Leid bringen und durch sie wird eine weitere Generation von Scientologen heranwachsen.

In jedem Fall ist der Ausstieg aus Scientology für diese Menschen ein sinnvoller und richtiger Weg, denn nur so können sie ein Leben in wirklicher Unabhängigkeit und Freiheit genießen. Dies wird von Aussteigern immer wieder betont. Das ist der einzig wahre Weg zum Glücklichsein und die Brücke zur wirklichen Freiheit.

Kindsein in Scientology – kleine Erwachsene mit keiner Kindheit

Scientology kennt keine spezielle Kindererziehung. Im scientologischem Sinne sind Kinder kleine Erwachsene. Dies kann zu einer geistigen und psychischen Überforderung der Kinder und Jugendlichen führen. In einer scientologischen Broschüre über die Methoden und Ziele der scientologischen Kinderziehung werden diese in einem Vorwort näher dargestellt. „Kinder zu erziehen soll eine Freude sein. Und es kann eine Freude sein. Es kann tatsächlich eine der befriedigsten aller menschlichen Erfahrungen sein. Mit der Anwendung von Scientology-Prinzipien auf das Großziehen von Kindern kann sichergestellt werden, dass sie glücklich, liebevoll und produktiv sind und daß sie zu geschätzten Mitgliedern dieser Gesellschaft werden, in der sie leben.“(2)

Scientology will einen liebevollen, glücklichen und produktiven Menschen schaffen. Nach meiner Meinung erreicht Scientology genau das Gegenteil, einen kritiklosen, emotionslosen, manipulierbaren und nicht selbständig denkenden Menschen.

Die scientologische Definition von Kindern befindet sich ebenfalls in der oben beschriebenen Broschüre. Sie lautet: „Kinder sind nicht Hunde. Sie können nicht wie Hunde dressiert werden. Sie sind nicht kontrollierbare Dinge. Sie sind, lassen Sie uns diesen Punkt nicht übersehen, Männer und Frauen. Ein Kind ist nicht eine spezielle Tierart, die sich vom Menschen unterscheidet. Ein Kind ist ein Mann oder eine Frau, der bzw. die nicht voll ausgewachsen ist. Jedes Gesetz, das auf das Verhalten von Männern und Frauen zutrifft gilt auch für Kinder.“(3)

Eine ähnliche Definition befindet sich in dem Buch „Kinder-Dianetik“, das die Inhalte des Buches Dianetik auf Kinder überträgt.(4)

Die Hauptziele der Kinder-Dianetik sind, Engramme (negative Informationen auf der „Zeitspur“, die einen Menschen in der jetzigen Zeit hemmen) zu löschen und dafür zu sorgen, dass sie gar nicht erst entstehen können. Deswegen soll die Dianetik im Alltag im täglichen Umgang mit dem „kleinen Erwachsenen“ angewendet werden.

Das entstehen von Engrammen zu verhindern, beginnt schon vor bzw. während der Geburt.„Die Menschen haben im Normalfall vorgeburtliche Engramme in großer Zahl. Sie können mehr als zweihundert haben. Und jedes davon ist aberrierend (Anm. Verf. Scientologisches Wort für störend, hemmend. im  sehr negativen Sinne, wird auch als Begriff für Geisteskranke und als scientologisches Schimpfwort benutzt, alles was nicht für Scientology ist, ist aberrierend). Jedes enthält Schmerz und Bewusstlosigkeit.“(5)

Aufgrund dessen soll bei einer schwangeren Frau, die sich verletzt hat, nicht gesprochen werden, damit sich bei dem ungeborenen Kind kein Engramm festsetzen kann.

„Aber wenn bekannt ist, daß jede Verletzung der Mutter bei dem ungeborenen Kind ein Engramm erzeugen kann, dann sollten alle, die im Fall einer solchen Verletzung anwesend sind, die Mutter eingeschlossen, Sorge dafür tragen, daß absolute Stille bewahrt wird.“(6) Dieses gilt auch während der Geburt.(7)

Unmittelbar nach der Geburt soll das Kind der Mutter auf dem Bauch gelegt werden. Nach der Durchtrennung der Nabelschnur soll das Kind liebkost und gestillt werden,(8) obwohl Scientology das Stillen von Babys eigentlich ablehnt. „Die bedeutendste Ursache für Verstimmungen im frühen Leben eines Kindes ist einfach die Verpflegung. Man gibt dem Baby wohl zu essen. Aber was? Schrecklich schmeckende Milchpulverlösungen mit viel Kohlehydraten oder magere Muttermilch einer überarbeiteten Mutter.“(9) Scientology hat auch gleich die Antwort parat, was ein Scientologe seinem Säugling und Kleinkind zu essen geben soll. Ein „ca. 2.200 Jahre altes römisches Gerstenrezept“, was der Muttermilch am ähnlichsten sein soll, ist die Babynahrung eines scientologischen Kindes. Die Nahrung besteht aus einem Brei von Gerstenwasser, homogenisierter Milch und Stärkesirup aus Mais.(10) Ein scientologisches Kind hat keine Chance, die Nähe seiner Mutter beim Stillen zu fühlen. Dieses klammert Scientology von vornherein für dieses Kind aus.

Wird das Kind älter, wird es darauf trainiert, zugänglich für die späteren Auditing-Sitzungen zu werden. Dafür wird bei einer Verletzung eines kleineren Kindes Beistand (scientologisch Assist) geleistet. Die eigentliche Aufgabe des Beistandes ist, irgend etwas zu tun, was eine gegenwärtige Beschwerde des Kindes lindert.(11)

Bei der Verletzung eines kleinen Kindes soll nicht gesprochen bzw. getröstet werden, sondern das Kind soll weinen, bis es wieder zu lachen beginnt. „Man kann vieles tun, um einem Kind zu helfen, das hingefallen ist, sich eine kleinere Schnittwunde oder etwas ähnliches zugezogen hat. Bei kleineren Kindern scheint es manchmal genug zu sein, sie einfach ausweinen zu lassen. Wenn ein Kind verletzt ist, werden sich die meisten Leute dabei ertappen, dass sie – fast bevor es ihnen selbst bewußt ist – beruhigende und tröstende Worte sprechen. Und sie werden gewöhnlich das sagen, was sie schon hundertmal gesagt haben, als das Kind verletzt war. Dies erinnert das Kind an die ganze Kette von früheren Verletzungen. Eltern können einem Kind am meisten helfen, indem sie nichts sagen… Schweigen bedeutet nicht, dass man keine Zuneigung empfindet oder ausdrückt. Man kann den Arm um das Kind legen oder es halten, wenn es das möchte. Wenn nichts gesprochen wird, wird ein kleines Kind oft ungefähr eine Minute lang heftig weinen und dann plötzlich aufhören, lächeln und zu der Sache zurücklaufen, bei der es gerade war. Wenn man dem Kind erlaubt zu weinen, scheint sich die Spannung, die von der Verletzung herstammt, zu lösen, und ein Beistand ist in diesem Fall nicht erforderlich. Tatsächlich ist es oft sehr schwierig, ein Kind zu veranlassen, zu dem Moment der Verletzung zurückzukehren, wenn es die Spannung auf diese Weise freigesetzt hat“(12)

Grundsätzlich soll also durch das Schweigen verhindert werden, dass bei dem Kind Engramme entstehen bzw. sich ein Lock entwickeln kann. Ein zweites Ereignis, das das Kind an ein Engramm erinnert, wird Secondary genannt. Jedes weitere Ereignis, was das Kind an den Moment des Schmerzes erinnert, wird Lock genannt. Diese drei Umstände bilden Ketten, die aus vielen Bild- und Emotionsinformationen bestehen. In diesen Ketten sind nach Hubbard Energien gespeichert, die dem Menschen in der Gegenwart fehlen.

Bei älteren Kindern – ab fünf Jahren – soll jedoch normalerweise ein Beistand (Assist) geleistet werden aber auch bei jüngeren Kindern, wenn diese schon eine Lock-Kette besitzen.(13)Dieser Beistand ähnelt nach meiner Meinung dem Auditing. Ein Beispiel für einen solchen Beistand findet sich in dem Auszug aus dem Scientology Handbuch: Kinder. „Wenn das Kind nicht mehr benommen ist, fragen Sie es: `Was ist passiert? Wie hast du dir weh getan? Erzähl mir darüber.´ Wenn es beginnt darüber zu erzählen, stellen Sie es auf die Gegenwart um, falls es die Geschichte von sich aus nicht in der Gegenwart erzählt. Versuchen Sie es auf diese Weise:

`Nun – ich stand auf einem großen Felsen und dann bin ich ausgerutscht und hingefallen und…´ (Weinen)

`Tut es weh, wenn du auf dem Felsen stehst?´

`Nein.´

`Was passiert, wenn du auf dem Felsen stehst?´

`Ich rutsche aus…´ (Weinen)

`Was passiert dann?´

`Ich falle auf den Boden.´

`Ist da Gras auf dem Boden?´

`Nein-es ist ganz sandig.´

`Erzähl mir noch einmal darüber.´

Sie können das Kind mehrere Male durch das Geschehnis durchgehen lassen, bis es ihm langweilig wird oder bis es lacht.“(14) Das Verfahren des Beistandes soll verhindern, das sich Locks und Secondaries bilden.

Hat sich bei dem Kind schon eine Lock-Kette gebildet und diese soll gelöscht werden, dann wird das Verfahren der Erinnerung angewendet. Das Kind soll an andere Gegebenheiten erinnert werden, die es mit der momentanen schmerzhaften Situation in Verbindung bringt und durch diese so lange hindurchgehen, bis das Kind anfängt zu lachen bzw. es ihm wieder langweilig wird. Diese Lock-Kette ist daraufhin, wie bei einem Auditing, gelöscht. „Das Kind auffordern, sich zu erinnern, kann in Hunderten von Situationen verwendet werden, die sich täglich ereignen: immer wenn das Kind mürrisch oder unglücklich ist und über etwas weint; wenn es sich leicht krank fühlt; wenn es offensichtlich durch etwas restimuliert worden ist; wenn es eine Dramatisation (ein erneutes Abspielen in der Gegenwart von etwas, das in der Vergangenheit geschehen ist) mit angehört hat oder es jemand schwer bestraft oder dem Kind gegenüber etwas dramatisiert hat; wenn es sich zurückgewiesen fühlt – in der Tat jedesmal, wenn ein Kind aus irgendeinem Grund unglücklich oder ängstlich ist oder Sie wissen, dass es ein sehr restimulierendes Erlebnis gehabt hat… Diese Technik kann natürlich erst dann verwendet werden, wenn das Kind ausreichend sprechen gelernt hat, um einen zusammenhängenden Bericht darüber zu geben, was es denkt und fühlt. Wenn sich das Kind unwohl (nicht ernsthaft krank) fühlt, können Sie damit beginnen, indem Sie es fragen, wann es sich früher schon einmal so gefühlt hat. Normalerweise wird sich ein Kind daran erinnern. Wenn Sie dann weitere Fragen darüber stellen, was geschah, was es zu jener Zeit tat, wer gesprochen hat, was gesagt wurde, wie es sich fühlte, dann wird es die Szene anschaulich beschreiben. Wenn das Kind dies tut, lassen Sie es einfach einige Male durch das Geschehnis hindurchgehen… Aber seien Sie nicht allzu mitfühlend. Zeigen Sie Zuneigung und Interesse – ja. Aber Sie dürfen nicht sentimental werden und in jammerndem Ton Sätze wie `Armes Baby, armes kleines Ding!´ sagen. Dies könnte bewirken, daß das Kind die Verletzung oder Verstimmung als wertvoll erachtet, weil sie bewirkt hat, daß es spezielle Aufmerksamkeit und Mitleid erhielt.“(15) Weiter hinten in der Broschüre heißt es dann: „Lassen Sie das Kind sich das Geschehnis einige Male zurückrufen, bis es lacht. Dies wird das Kind von der Restimulation befreien.“(16)

Das eigentliche Ziel im Umgang mit Kindern ist also, die Verhütung von Engrammen beim ungeboren Kind, das Durchführen von Assist bzw. Beistand bei leichteren Verletzungen und das Entfernen von Locks mit Hilfe der Erinnerung. Dieses ist eine klare Vorbereitung der Kinder auf das Auditing, bzw. ähneln diese Verfahren schon sehr dem Auditing. Kurt-Helmuth Eimuth sieht in den oben beschriebenem Verfahren sogar eine Praktizierung des Auditings im täglichen Umgang mit dem Kinde, (17) da hier das Auditing in vereinfachter Weise in jeder Situation mit den Kindern durchgeführt wird.

L. Ron Hubbard gibt Anweisung, Auditing mit Kindern ab acht Jahren durchzuführen. Dies kann zu einer starken Überforderung der Kinder führen, da z.B. Erinnerungen an die eigene Geburt bzw. an vorherige Leben zusätzlich zu dem Alltag eines scientologischen Kindes gehören. Wenn ich mir überlege, welche Überforderung bei einem erwachsenen Menschen durch die eigenen Gefühle und Gedanken entstehen, und diese für Erwachsene kaum zu verarbeiten sind, ist dieses für ein Kind um so schwerer zu verstehen, bzw. zu bewältigen.

In dem Buch „Die Sekten-Kinder“ von Kurt- Helmuth Eimuth beschreibt eine Ex-Scientologin die Erfahrungen mit ihrem eigenen Sohn. „Zurück bleibt ein verstörtes, anpassungsunfähiges Kind, das Furcht hat, sich selbst kennenzulernen. Sie laufen u.U. mit einem übertriebenem Schuldkomplex herum, in der Vergangenheit wurden ja Verbrechen begangen, diese immer wieder anzuschauen (konfrontieren), um sie zum Verlöschen zu bringen und eine Erkenntnis daraus zu ziehen, dürfte dem Vorspielen eines endlosen Horror-Filmes gleichkommen.“(18)

Nach Kurt-Helmuth Eimuth verhindern die Erinnerung, das Auditing und das Konfrontieren die Identitätsbildung bei den Kindern, die mit der scientologischen Ideologie aufwachsen müssen. „Es ist jedoch augenscheinlich, dass eine Entwicklung zur eigenen Urteilsfähigkeit, zur alleinigen Entscheidung unmöglich gemacht wird. Ja es ist sogar zu vermuten, dass ähnlich, wie bei erwachsenen Mitgliedern, es massive Identitätsprobleme bis hin zur Identitätsvermischung mit pathogenen Zügen gibt.“(19)

Weiter sieht er bestimmte Indikatoren für die Identitätsprobleme bei den Kindern. Diese sind u.a.: Der Kommunikationskurs, der absolute genormte Verhaltensmuster von einem Kind abverlangt, das Auditing, die scientologische Kunstsprache, die Arbeit von Kindern für die Org bzw. Scientology und die fehlende Zeit der Eltern sich um die Bedürfnisse, besonders die emotionellen, durch ihre eigenen Aktivitäten und den vorgeschriebenen Umgang mit dem Kind haben, zu kümmern. Außerdem entwickeln sich die Kinder zu Außenseitern in der „normalen Welt“.(20) Durch dieses „außenstehen“ der Kinder werden sie immer enger in die scientologische Gedankenwelt hineinkatapultiert.

Ein weiterer wichtiger Aspekt in der scientologischen Kindererziehung ist, dass die Kinder einen „Beitrag“ leisten müssen. Diesen Beitrag leisten zu wollen, nach scientologischer Lehre, fängt schon im Säuglingsalter an. „Ein Baby leistet seinen Beitrag, indem es versucht, Sie zum Lächeln zu bringen. Das Baby wird sich zur Schau stellen. Wenn der Kleine ein bißchen älter ist, wird er für Sie tanzen, er bringt Ihnen Zweige und versucht, Ihre Arbeitsbewegungen nachzuahmen, um Ihnen zu helfen. Wenn Sie dieses Lächeln, diese Tänze, diese Zweige oder diese Arbeitsbewegungen nicht in dem Sinn annehmen, wie sie gegeben werden, haben Sie begonnen, den Beitrag des Kindes zu verweigern. Jetzt wird es anfangen, ängstlich zu werden. Es wird gedankenlose und seltsame Sachen mit ihrem Eigentum anstellen, in der Bemühung, es `besser´ für Sie zu machen. Sie schelten das Kind. Damit ist es aus mit ihm…. Sie können nicht mehr tun, als das Lächeln, die Tänze und die Zweige des sehr kleinen Kindes anzunehmen. Aber sobald das Kind es verstehen kann, sollte man ihm ausführlich erzählen, wie die Familie funktioniert.“(21)

Die Probleme, die ein Kind macht, liegen in dieser Betrachtungsweise ausnahmslos darin, dass das Kind in der Familie und somit in der Gesellschaft keinen Beitrag leisten durfte.

Scientology geht sogar soweit, dass sie die grundlegende Schwierigkeit der Jugendkriminalität in dem Verbot der Kinderarbeit begründet sieht.(22) Nach Scientology muss ein Kind in der Lage sein (Scientology formuliert es als die Pflicht des Kindes gegenüber den Eltern), für die Eltern zu sorgen.(23) „Indem man die Kinderarbeit verbietet und insbesondere indem man Jugendliche daran hindert, ihren eigenen Weg zu gehen und eigenes Geld zu verdienen, schafft man Schwierigkeiten in der Familie, so dass es fast unmöglich wird, eine Familie zu unterhalten. Und man erschafft beim Jugendlichen die Ansicht, dass ihn die Welt nicht will und dass er sein Spiel verloren hat, bevor es überhaupt begonnen hat… Das Kind jedoch, das mit drei oder vier Jahren gerne in dieser modernen Gesellschaft arbeiten würde, wird entmutigt und tatsächlich davon abgehalten. Es wird untätig gehalten bis zum siebten, achten oder neunten Lebensjahr und erhält dann plötzlich gewisse Pflichten… Als Teenager wird es später auf aktive Weise daran gehindert, irgendeine Art Job zu bekommen, der es ihm ermöglichen würde, Kleidung zu kaufen und die Zeche für seine Freunde zu bezahlen. Und so empfindet er allmählich, dass er nicht zur Gesellschaft gehört. Da er nicht Teil von der Gesellschaft ist, ist er nun gegen sie und wünscht sich nichts als destruktive Tätigkeiten.“(24) Scientology geht sogar so weit, dass ein Kind, was einen Beitrag leistet, aber die Rechte seiner Eltern verletzt, körperlich gemaßregelt werden kann. Dies soll keinen Schaden bei dem Kind hinterlassen, da das Kind trotzdem seinen Beitrag leisten kann. „Sie können bei einem Kind tatsächlich körperliche Maßnahmen ergreifen, um Ihre eigenen Rechte zu verteidigen, so lange es das besitzt, was es besitzt, und für Sie einen Beitrag leisten und für Sie arbeiten kann.“(25)

Das Fazit, was sich daraus ergibt ist, dass Kinder nur glücklich sein können, wenn sie einen Beitrag leisten, also arbeiten können bzw. dürfen. Wie diese Arbeit in der Praxis Scientologys aussieht wird im folgenden näher beschrieben. U.S. Sonntag berichtet über den Alltag von Kindern in Scientology-Zentren in Kopenhagen, München und England. Dort müssen die Kinder ein ähnliches Programm wie die Erwachsenen absolvieren. „Die Kinder dort hatten wie ihre Eltern einen festumrissenen Tagesablauf mit einem Punkteprogramm und einer Statistik, die jede Woche, donnerstags, vorgetragen wurde. Neben der Schule vollzogen die Kinder Dienstleistungen in der Organisation. Sie bekleideten Posten, vergleichbar der Registratur, stellten Akten für die Sitzungen bereit und leiteten sie weiter mit den dazugehörigen verwaltenden Schreibarbeiten. Sie waren Meldungsträger von einem Posten zum nächsten, brachten die Leute in die Sitzungen und `routeten´ sie weiter. Sie belegten speziell für diese Arbeiten dieselben Kurse wie die Erwachsenen, die ebenfalls darin u.U. ausgebildet wurden. Ebenfalls belegten sie auch schon Kurse, um Auditor zu werden, manch Zwölfjähriger konnte schon einen Erwachsenen auditieren und dabei u.U. mit allen möglichen Intimitäten, die dieser erzählte, konfrontiert werden. Freizeit gab es nicht.“(26) Dies bedeutet, dass die Kinder neben der Schule, falls sie noch auf eine Regelschule gehen, und der Arbeit für Scientology keine Zeit mehr für kindgerechte Unternehmungen haben.

Ähnlich ergeht es den Eltern, die ebenfalls einen sehr vollen Tagesablauf besitzen, in dem Buch „Die Sekten-Kinder“ von Kurt-Helmuth Eimuth wird von einem Ex-Scientologen beschrieben, wieviel Zeit er für seine Familie und somit auch für seine Kinder hatte. „Er (Daniel, ein Mann der mit sieben Jahren selbst durch seine Mutter zu Scientology gekommen ist; Anmerkung der Verfasserin) lebte später als Staff-Mitarbeiter in Kopenhagen. Um seine einjährige Tochter konnte er sich aufgrund der Arbeitsanforderungen nicht kümmern… Daniel Fumagalli erzählt: `Es gibt Kinderkrippen, da bringt man sie morgens hin und holt sie nachts wieder ab. Da hatten Eltern nach dem Nachtessen eine Stunde sogenannte Parents oder Familiy time.´ Später kam die Anweisung, die diesen wenigen, aber doch regelmäßigen Kontakt der Eltern zu ihren Kindern weiter einschränkte. Fumagalli: `Es gab da mal eine Anweisung, die besagte, dass für die family time eine Stunde am Tag nicht genug sei. Deshalb solle man besser in dieser Stunde viel produzieren und jeden zweiten Samstag einen Tag frei nehmen, welchen man dann in Ganzheit mit dem Kind verbringen kann. Also in anderen Worten: man sieht das Kind jede zweite Woche für einen Tag und halt nachts, wenn das Kind eh schläft.´“(27)

Somit obliegt die Erziehung des Kindes der Organisation und nicht mehr den Eltern, so dass es sich daraus zwangsläufig ergibt, dass Scientology den ganzen Tag lang die Kinder manipulieren kann. Gehen die Kinder nicht mehr zu einer normalen Regelschule, sondern zu einer scientologisch geführten Schule im nahen Ausland, lebt das Kind nur noch in der Scientology-Welt und hat keine Chance mehr, etwas anderes kennenzulernen. Scientology-Kinder müssen für die Organisation arbeiten, damit die Welt gerettet werden kann. Somit stehen diese Kinder unter einem starken Leistungsdruck. In einer scientologisch geführten Schule bzw. auch schon in der Nachhilfeschule unterliegt ein Kind diesem Druck, indem es ständig seine Statistik erfüllen muß.

Eine junge Frau, die sich um die Betreuung der Kinder und Jugendlichen in einem scientologischen Zentrum kümmerte, wurde die Anwendung der Statistik folgendermaßen erklärt. „Die Ethik-Statistik bewertet das Verhalten des Kindes über den ganzen Tag verteilt… Sie wird geführt, um dem Kind zu helfen, das eine bestimmte Schwierigkeit hat. Wenn es seine Sache sehr gut gemacht hat, ist es im Zustand `Power´ und bekommt fünf Punkte, die Höchstzahl. Um auf Power eingestuft zu werden, darf es sich nicht out-ethisch verhalten haben und muß aktiv daran teilgenommen haben, das Überleben von einer oder mehreren Dynamiken zu verbessern. War es nicht ganz so aktiv, hat sich aber trotzdem gut verhalten, ist sein Zustand `Überfluß´, der vier Punkte bringt. Drei Punkte sind `Normal´ und bedeuten nur, daß das Kind nichts Out-Ethisches gemacht hat. Ein bis zwei out-ethische Handlungen bedeuten `Notzustand´, zwei Punkte. Hat das Kind die Gruppe einmal richtig enturbuliert28, ist `Gefahr´ angesagt, ein Punkt. Und wenn’s schlimm war, gibt es gar keinen Punkt, weil das Kind den ganzen Tag unvernünftig aufgetreten ist und permanent die Gruppe enturbuliert hat. Der Zustand heißt dann `Nichtexistent´.“(29)

Kindern wird auch der Umgang mit ihren Eltern verboten bzw. den Eltern wird der Umgang mit ihren Kindern verboten, da die Kinder der Grund für die Probleme des Erwachsenen sind. Diese Kinder sind eine „unterdrückerische Person“ für ihre Eltern und behindern das Fortkommen ihrer Eltern in Scientology.(30) U.S. Sonntag, der gesagt wurde, dass ihr Sohn eine unterdrückerische Person sei, wurde das von Seiten der Org an einem Beispiel gezeigt. Unten „…in dem italienischen Restaurant einen Stockwerk tiefer als die Org saß ein kleiner Junge an einem Tisch allein und aß, seine Mutter saß getrennt von ihm an einem anderen Tisch, man sagte mir, der Junge wäre der `Unterdrücker´ seiner Mutter, und die Mutter muß ihn handhaben und sich von ihm trennen, um weiter zu kommen.“(31)

Kurt-Helmuth Eimuth sieht den Begriff „handhaben“, als ein Kontrollieren und Bestrafen des Kindes.(32) Die Interministerielle Arbeitsgruppe für Fragen sog. Jugendsekten und Psychogruppen berichtet, dass Scientology Kritiker ausführten, daß Kinder bei `Kontaktsperren´ sogar von ihren Müttern getrennt werden, dabei muß sich die Familie den Anordnungen der Scientology unterordnen.(33)

Kurt Helmuth Eimuth schlussfolgert weiter, dass die hohe Beanspruchung der Eltern und das Menschenbild Scientologys, das keine Kindheit beinhaltet, zu einer Entfremdung zwischen Eltern und Kindern führt.

Desweiteren wird in dem Buch „Im Labyrinth von Scientology“ von Norbert Potthoff beschrieben, wie ein behinderter Junge von seinen Eltern emotionell vernachlässigt wurde, da er aufgrund seiner Behinderung in einem früheren Leben unethisch gewesen sein muß bzw. er zugelassen hat, daß ihn sein Zwillingsbruder während der Schwangerschaft „behindert gemacht hat“. „Christian ist Jens´ Sohn aus erster Ehe. Viel weiß ich (Norbert Potthoff; Anmerkung der Verfasserin) nicht über ihn. Ab und zu sehe ich ihn mal auf dem Flur der obersten Etage, aber meist ist er in seinem Zimmer versteckt. Er ist gehbehindert, macht aber einen netten Eindruck. `Also es gibt da einiges was du wissen solltest´ erklärt Beate (die „Stiefmutter“; Anmerkungen der Verfasserin)`Christian und Hilmar sind Zwillinge und das, was Ron als Black beeings, als schwarze Wesen bezeichnet. Hilmar ist absolut herrisch und autoritär, er hat seinen Zwillingsbruder bereits während der Schwangerschaft so getreten, daß dieser mit einem Hüftschaden zur Welt kam. Aber Christian ist ebenso dafür verantwortlich, denn er hat damit übereingestimmt, hat zugelassen, diesen Schaden zu erhalten. Hilmar haben wir nach Portugal geschickt. Er ist nicht zu handhaben, begeht ständig neue Verbrechen. Christian steckt überwiegend fest in seinem reaktiven Verstand, und nur durch Dauerlauf kann er ab und zu ausrasten. Damit uns seine reaktiven Strömung nicht beeinträchtigen kann, lebt er allein in seinem Zimmer. Nur sein Vater darf mit ihm Kontakt haben.´“(34)

Dieses zeigt, wie Scientology die Vernachlässigung der Kinder, durch die Ideologie und Zielsetzung mit Hilfe der „abhängigen“ Eltern propagiert. Durch das Anstreben der Weltherrschaft, das „Clearen“ der Welt bleiben schwache Glieder, das sind ohne weiteres Kinder und Jugendliche, Behinderte, besonders behinderte und kranke Kinder, alleine und werden ohne Gefühlsregungen seitens der Erwachsenen und Starken ihr Leben meistern müssen.

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Bei der Betrachtung der Kindererziehung stellte sich mir folgende Frage, was aus einem scientologischen Kind wird wenn aus ihm ein erwachsener Scientologe geworden ist. Ob aus diesem Kind ein neuer David Miscavige wird oder der „perfekte Soldat“, der ohne emotionelle Regungen agieren kann, im Kampf für Scientology.

Scientology stellt die Familie in den Hintergrund, die Kinder werden von außenstehenden Personen ohne Liebe und Zuneigung erzogen. Die Kinder lernen kritiklos Befehle zu befolgen. Ihre eigene Meinung zählt in Scientology nicht. Sie lernen Macht anzustreben und andere Menschen zu beherrschen. Sie lernen in Scientology nicht liebevoll mit anderen Menschen umzugehen. Auch die Familie ist für „Scientology-Kinder“ nicht wichtig, da sie nie ein „normales“ Familienleben kennenlernen durften. Scientology möchte aus den Kindern neue „Herrschaftsmenschen“ heranzüchten, die die Welt beherrschen sollen, eine Welt in der es z.B. keine kranken, behinderten, schwachen Menschen geben darf.

Kurt-Helmuth Eimuth sieht dieses ähnlich. „Die Kinder werden von klein auf in ein gedankliches System gequetscht, das sie einer zum sozialen miteinander verpflichteten Gesellschaft entfremdet. Scientology lehrt wie kaum eine andere Organisation den nackten Sozialdarwinismus. Dies verträgt sich mit dem Anspruch, mündige, soziale, verantwortungsbewusste Menschen zu erziehen, so wie Licht und Schatten. Entweder werden Kinder zu kritischen, selbständig denkenden Erwachsenen, oder sie werden zu einer Art scientologischer `Übermensch´, die andere Menschen `handhaben´, kontrollieren wollen.“(35)

Die Fragen, die offen bleiben aufgrund von fehlenden Untersuchungen, sind für mich, wie ein Mensch lebt, handelt fühlt und denkt, der in Scientology aufgewachsen ist bzw. kann dieser Mensch überhaupt von Scientology unabhängig agieren.(36) Diese Fragen können momentan nur Aussteiger beantworten, die aber selber nicht in das „System Scientology“ hineingepaßt haben, sie können auch nicht ganz die Frage klären, wie ein Mensch, der in das System hineinpaßt, handelt oder sich dabei fühlt. Die Frage ist, ob so ein Mensch überhaupt „herangezüchtet bzw. -erzogen“ werden kann. Leider müssen diese Fragen offen bleiben.

Quellennachweise:

1Vgl.: Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Seelsorgeämter. Referat für Weltanschauungsfragen; Kinder in Sekten „Die 2. Generation“ in: Werkmappe „Sekten, religiöse Sondergemeinschaften, Weltanschauungen“ Heft Nr. 76 Wien, S. 27

2New Era Publications, Kinder: ein Auszug aus dem Scientology-Handbuch, Kopenhagen, 1994, S. 2

3New Era Publications, Kinder: ein Auszug aus dem Scientology-Handbuch, Kopenhagen, 1994, S. 3

4Vgl.: Eimuth, Kurt-Helmuth, Die Sekten-Kinder, 2. Aufl., Freiburg, Basel, Wien, 1997, S. 71

5Hubbard, L. Ron; Dianetik, Die moderne Wissenschaft der geistigen Gesundheit , Das Handbuch der Dianetik Verfahren

Kopenhagen, 1986, S. 169

6Hubbard, L. Ron; s.o. S. 201

7Vgl.: Eimuth, Kurt Helmuth, 1997; s.o. S.67

8Vgl.: Eimuth, Kurt-Helmuth, 1997; s.o. S. 67

9New Era Publications, 1994; s.o. S. 28

10Vgl.: New Era Publications, 1994; s.o., S. 28 f. und Eimuth, Kurt-Helmuth, 1997, s.o. S. 101

11Vgl. Eimuth, Kurt Helmuth, 1997; s.o.S. 69f

12New Era Publications, 1994; s.o., S. 16

13Vgl.: New Era Publications, 1994; s.o., S. 17

14New Era Publications, 1994; S. 17

15New Era Publications, 1994; S. 19f.

16New Era Publications, 1994; S. 22

17Vgl.: Eimuth, Kurt- Helmuth, 1997; S. 72f

18Sonntag-Kuntze, U.S;. Ausarbeitung über die gefahren, die bei dem Kontakt zwischen

Scientologen und Kindern entstehen können, Schriftsatz ohne Jahr, S. 16; zitiert nach: Eimuth, Kurt-Helmuth, 1997, s.o. ; S. 77

19Eimuth, Kurt-Helmuth, 1997; s.o. S. 77f.

20Vgl.: Eimuth, Kurt-Helmuth, 1997; s.o. S.78-83

21New Era Publications, 1994; s.o. S. 8f.

22Vgl. New Era Publications; 1994 ; s.o. S. 14

23Vgl. New Era Publications, 1994; s.o. S. 10

24New Era Publications, 1994; s.o. S.14f.

25New Era Puplications, 1994; s.o. S.10

26Sonntag -Kuntze, U.S.; Ausarbeitung über die Gefahren, die bei dem Kontakt zwischen Scientologen und Kindern entstehen können, Schriftsatz o.J., S:11 zitiert nach: Eimuth, Kurt-Helmuth,1997; s.o., S. 83

27Eimuth, Kurt-Helmuth, 1997; s.o. S. 86

28 „Enturbulieren: Etwas `turbulent´ (wirbelnd ´, stürmisch, aufrührerisch) machen, verwirren, aufregen oder durcheinanderbringen“ Hubbard, Handbuch für den Ehrenamtlichen Geistlichen, Kopenhagen 1980, S. 754; zitiert nach Eimuth, Kurt-Helmuth, 1997; s.o., S. 91

29Anonymus, Entkommen-Eine Ex Scientologin erzählt, Reinbeck bei Hamburg, 1993, S.108f.;zitiert nach: Kurt-Helmuth Eimuth, 1997; s.o. S. 90f.

30Vgl.: Eimuth, Kurt-Helmuth, 1997; s.o. S. 83

31Sonntag-Kuntze, U.S.; a.a.O. Anhang; zitiert nach: Eimuth, Kurt-Helmuth, 1997; s.o. S. 83

32Vgl.: Eimuth, Kurt-Helmuth, 1997; s.o. S. 84

33Vgl.: Bericht der Interministeriellen Arbeitsgruppe für Fragen sog. Jugendsekten und Psychogruppen vom 30.6.9, Drucksache 11/4643, S. 33; verglichen nach : Eimuth, Kurt-Helmuth, 1997; s.o. S. 84

34Potthoff, Norbert, Im Labyrinth der Scientology, Bergisch Gladbach, 1997; S. 136

35Eimuth, Kurt-Helmuth 1997;s.o. S. 109f.

36 Vgl.: Arbeitskreis „Contra Scientology“, Referat: Probleme der scientologischen Kindererziehung, o.J.; Bundeinnenministerium Bayern:“Was ist Scientology?“

Das Kurssystem der Scientology – Organisation „Die Brücke zur völligen Freiheit“

weg

Scientology Broschüre

Ein erster Kontakt zu Scientology kann entstehen durch persönliches Ansprechen auf der Straße, Handzettel, die verteilt werden, Wurfsendungen, Anzeigen, Bücher und Zeitschriften. Zur Zeit verteilt die Scientology Organisation u.a. die Broschüre „Der Weg zum Glücklichsein“. Das Ziel Scientologys ist es, hierbei Neugier bei den angesprochenen Menschen zu wecken.(1)

Scientology stellt sich in der Öffentlichkeit als eine Hilfe zum Leben, als eine Lebensberatung dar. Damit macht sich Scientology zunutzen, dass viele Menschen keine ausreichenden Bewältigungsstrategien für Probleme und Unsicherheiten in ihrem persönlichen Umfeld finden. „In dem Scientology die Erfüllung elementarer Wünsche (z.B. persönliche Stärke und Erfolg, Gesundheit, Intelligenz, Durchsetzungsvermögen) verspricht, stellt sie sich `zunächst einmal als eine Art Lebensberatung dar´. Jedem wird suggeriert, dass Scientology ihm einen Weg zur Meisterung seiner individuellen Lebenssituation aufzeigen kann.“(2)

Für Werbekampagnen benutzt die Scientology-Organisation ein Bild von Albert Einstein, das diesen vor dem Universum zeigt. In einem Werbetext von Scientology, der zum Kauf des Buches „Dianetik“ anregen soll, heißt es unter anderem. „Die großen Männer, wie Albert Einstein, wußten es („das wahre geistige Potential“; Anmerkung der Verfasserin) auszuschöpfen. Aber wir Alltagsmenschen nutzen nur 10% unseres wahren geistigen Potentials. In seinem Buch DIANETIK zeigt L. Ron Hubbard erstmals, warum wir bisher auf 90% unseres kostbaren Gutes verzichten mußten… Ihr wahres geistiges Potential ist zu wertvoll, um ungenutzt zu bleiben. Bestellen Sie deshalb das Buch Dianetik mit der umseitigen Karte.“

Ein weiters Werbemittel neben dem Anbieten zum Verkauf von Büchern ist ein kostenloser Persönlichkeitstest, der als „Oxford Capacity Analyse“ (OCA) oder als „Oxford-Persönlichkeits-Analyse“ bezeichnet wird. Dieser Persönlichkeitstest beinhaltet 200 Fragen, die unterschiedliche Problembereiche aber auch alltägliche Dinge beinhalten. Die Fragen sind mit überwiegend ja bzw. ganz klar ja; unsicher, vielleicht, weder klar nein noch ja oder mit überwiegend nein bzw. ganz klar nein zu beantworten. Fragen, die in diesem Test gestellt werden sind z.B. Frage 3: “Blättern sie einfach zu Ihrem Vergnügen in Eisenbahnfahrplänen, Telefonbüchern oder Wörterbüchern?“, Frage 11: „Ist Ihre Stimme eher gleichbleibend als abwechslungsreich?“, Frage 23: „Nehmen Sie es anderen Leuten übel, wenn sie sich bemühen, Ihnen zu sagen, was Sie tun sollten?“, Frage 92: “Sind sie ein langsamer Esser?“, Frage 118:“ Lächeln Sie oft?“, Frage 188: “Ist Ihnen der Gedanke an dem Tod oder sogar nur die Erinnerung an den Tod zuwider?“, oder Frage 181: „Denken Sie oft über Ihre eigene Minderwertigkeit nach“.

Das Auswertungsgespräch findet persönlich in einer Scientology-Zentrale statt. Der Gesprächsleiter bzw. der Auswerter des „Persönlichkeitstest“ hat nach einer wortwörtlich festgelegten und auswendig gelernten Vorlage, die klare Anweisungen enthält, das Gespräch zu führen. Der Tester sucht sich bei Klienten in dem Gespräch Schwachstellen seiner Persönlichkeit (sog. Ruinpunkte). Dafür wird ein vermuteter Problembereich der Testperson angesprochen. Um die Schwachstellen der Testperson zu entdecken, beobachtet der Tester genau die Körperreaktionen seines Gegenübers. „Jede kleinste Reaktion, die auf Irritation oder Verunsicherung hinweist, wird registriert und zum Anlaß genommen, diesen Bereich näher ins Visier zu nehmen.“(7) Dadurch kann der Tester verschiedene Problembereiche der Testperson ausgrenzen. Dieses geschieht jedoch sehr geschickt, so dass die Testperson nicht in der Lage ist, es zu durchschauen. Irgendwann während des Gesprächs gelangt der Tester zu einem wunden Punkt bei der Testperson, bzw. auf ein Problem oder eine problematische Lebenssituation und analysiert und bietet dem „potentiellen Kunden“ daraufhin weitere Kurse an, damit er dort diese Defizite aufarbeiten kann. Da die Testperson durch dieses ganze Gespräch beeindruckt ist, wird sie offen für die ihr weiterführenden angebotenen Kurse, die nicht mehr kostenfrei sind.(8)

Dieses Testangebot ist für Scientology somit ein „Lockvogelangebot“, das die interessierten „Kunden“ in das Kurssystem und in Scientology einführen soll. Diese Einführung geschieht jedoch nach und nach. Mit jedem neuen absolvierten Kurs erfährt ein „Scientologe“ mehr über die Inhalte, auch die Ideologie bzw. Ziele Scientologys. (9)

Das Kommunikationstraining bzw. -kurs findet meistens nach der Durchführung des „Persönlichkeitstest“ statt, jedoch muß bei dem „Kursteilnehmer“ ein gewisser Grad an „Glaubensbereitschaft“ vorhanden sein. Dieser Kurs ist relativ kostengünstig und eignet sich auch aus diesem Grund als Einstieg.(10)

Der Kommunikationskurs besteht aus zwei Teilen: einmal dem theoretischen Teil, in dem ein Teil der scientologische Kunstsprache eingeübt wird und einmal dem praktischen Teil, der mehrere Übungen, Trainingsroutinen (TRs) beinhaltet.(11)

Die scientologische Kunstsprache besteht aus redifinierten Wörtern und aus neuen Wortschöpfungen. Einige Beispiele für das Neu-definieren von Wörtern, die dem scientologischem Wörterbuch entstammen, sind:

„`Datum´: ein Stückchen Wissen, etwas Gewußtes

`Wort´: 1. ein symbolischer Geräuschcode des physischen Universums im Aktions- oder statischem Zustand…

2. Ein Wort ist ein ganzes Gedankenpaket

3. Wörter sind nur Symbole, die für Handlungen stehen

4. Wörter sind Laute in Silbenform…;

`Ethik´: Vernünftigkeit in bezug auf die höchste Ebene des Überlebens für den einzelnen, die zukünftige Rasse, die Gruppe und die anderen Dynamiken zusammengenommen.“(12)

Der praktische Teil enthält, wie oben schon erwähnt, mehrere Übungen. Diese werden von Teilnehmern und späteren Aussteigern als positiv beurteilt. Durch diese positiven Erfahrungen ist dieser Kursus häufig ein Sprungbrett zu einer „scientologischen Kariere“, denn diese positiven Erfahrungen festigen den angeworbenen Menschen, das Scientology ihm bei seiner Problembewältigung helfen kann.(13)

An dieser Stelle sollen exemplarisch einige Übungen aus dem Kursus dargestellt werden:

„ Zuerst sitzen sich beim gewöhnlichen TRO (…) die `Studenten´ in einem Meter Abstand gegenüber mit geschlossenen Augen und versuchen einfach `da zu sein´!

Auf der nächsten Stufe `TR0 Konfrontieren´ sind die Augen geöffnet und man starrt sich gegenseitig in die Augen… Früher wurde auch das leiseste Blinzeln mit einem korrigierenden `Flunk´ (flunk, engl. durchgefallen) geahndet.

Die dritte TR0 ist das `TR0 Reizen´ … Dabei soll der Trainingsabsolvent sich durch nichts vom TR0 abbringen lassen. Er soll durch nichts aus der Fassung geraten…

Beim sogenannten TR1 wird anhand von `Alice im Wunderland´ geübt, Sätze in direkter Rede als Befehle zu übermitteln.

TR2 beinhaltet das sogenannte `Bestätigen´, jene typische scientologische Methode, als Zeichen der Affinität erst einmal `Gut! Fein! O.K.! usw.´ zu sagen.

TR3 ist durch die Fragen `Schwimmen Fische´ bzw. `Fliegen Vögel´ bekannt geworden. Der `Student´ soll immer wieder die Frage stellen, eine direkte Antwort bekommen, diese Antworten bestätigen und sich nicht abbringen lassen.“

TR4: “Der `Student´ soll lernen auf die seltsamsten Zwischenbemerkungen nicht zu sprachlos oder erschreckt zu reagieren, sondern das Gegenüber…zur Sache zurückzuführen.“ Beispiele für Zwischenbemerkungen: “Ich habe ein Zucken im Bein; Sie haben aber wirklich ein schönes Büro hier;… Laß uns Händchenhalten, Küß mich!; Moo Gum War Sue Up; Fissel Wissel Bam Kramm.“(14)

Die einzelnen Kursstufen werden in mehreren aufeinanderfolgenden Sitzungen so lange gedrillt, bis sie hundertprozentig sitzen. Das eigentliche Ziel dieses Kurses soll sein, mit perfekter Methode alle Schwierigkeiten in der Beziehung zu anderen Menschen zu lösen.(15)

Psychologisch betrachtet wird der Teilnehmer des Kursus hier nicht nur in die scientologische Lehre eingeführt, sondern der Teilnehmer hat das Gefühl, nach diesem Kursus ein Maß an Sicherheit durch Fremd- bzw. Selbstkontrolle im Umgang mit anderen Menschen erlangt zu haben. Durch dieses Wohlgefühl entsteht wiederum eine tiefere Abhängigkeit zu Scientology.(16) Desweiteren stellten Kritiker fest, dass der Kursteilnehmer lernen soll, sich kritiklos zu fügen. Auch wird das Ertragen von Extremsituationen hier trainiert. Es scheint so, daß die Teilnehmer am Ende des Kursus die Fähigkeit entwickelt haben, viele Situationen emotions- und regungslos zu erleben. In dem weiteren Kurssystems Scientologys lernen die Scientologen, immer mehr ihre Emotionen „in ein Korsett zu zwingen“.

In dem Buch „Im Labyrinth der Scientology“ von Norbert Potthoff beschreibt dieser sehr klar seine Glücksmomente bei einer Trainingsroutine während seines absolvierten Kommunikationskurs. “Mir (Norbert Potthoff; Anmerkung der Verfasserin) wackelt der Kopf schwinden fast die Sinne. Ihr Gesicht (das Gesicht der Trainingspartenerin Lena; Anmerkung der Verfasserin) löst sich auf, wird zur Fratze, wird schemenhaft, fügt sich wieder zusammen und verschwindet erneut. Fast möchte ich einen Angstschrei ausstoßen. Das ist alles nur Einbildung, sage ich mir, und biete meine ganze Kraft auf, um in der …Gegenwart zu bleiben, doch je mehr ich mich gegen diesen Einfluß der unheimlichen Kraft wehre, um so mehr schwinden mir die Sinne. Zeit und Raum haben aufgehört zu existieren. Lenas Gesicht schwebt vor mir, unwirklich und schmerzhaft wirklich zugleich. Irgendwo zucken Erinnerungen an längst vergessene Erfahrungen. Schwarzer Afghane, zerbröselt zwischen Tabak, tief inhaliert. Verlust von Raum und Zeitgefühl. Drogen.

Entspannt und gelassen sitze ich Lena gegenüber, sehe nur sie und bin vollständig in der Gegenwart. Meine überreizten Sinne haben sich beruhigt und eine liebevolle Gelassenheit hat sich wohltuend in mir ausgebreitet. Ich schaue nach vorne in Lenas Gesicht und habe dennoch den Eindruck, mein Blickwinkel umfasse volle 360 Grad. Es begann mit einem Gefühl, als würde ich wie ein kleines Bäumchen aus dem Boden gezogen. In einer Art von leichter Trunkenheit löst sich mein Geist vom Körper. Ich fühle mich frei, als hätte ich Ballast abgeworfen und könnte die ganze Welt in einer zärtlichen Geste umarmen. Nun kann ich nachempfinden, warum die Erfolgsberichte auf dem Flur so überschwenglich waren.“(17)

Als nächste Stufe die zur „Abhängigkeit von Scientology“ erfolgen kann, folgt meistens der sogenannte Reiningungs-Rundown. In diesem Kursus muß der Teilnehmer eine große Anzahl von Vitaminen zu sich nehmen und mehrere Besuche in der Sauna abhalten. Dieses wird als nötig erachtet, da der Körper bzw. Thetan von allen Chemikalien befreit und dieser gegen Strahlungseinflüsse widerstandsfähiger werden soll.(18)

Ein ehemaliger Scientologe berichtet hierzu, daß der Kursus durch den täglichen fünfstündigen Besuch der Sauna, der körperlichen Betätigung, z.B. Joggen und der hohen Vitamineinnahme zu Halluzination führt. „Die Staatsanwaltschaft Hamburg sieht den Zweck dieser Behandlung darin, daß offensichtlich ein hormonbedingter Zustand des Wohlbefindens herbeigeführt werden soll, um den Betroffenen von Scientology abhängig werden zu lassen. Damit würde er zum Objekt künftiger wirtschaftlicher Ausbeutung.“(19) Laut Norbert Potthoff dauert dieser Kurs in der Regel circa zwei Wochen.

Desweiteren beschreibt er in seinem Buch ,„Im Labyrinth der Scientology“, wieder die Auswirkungen dieses Kursus auf seine Psyche und seinen Körper. „Tag für Tag erhöht Beate (die Kursusleiterin; Anmerkung der Verfasserin) die Vitamindosis. Inzwischen ist es fast ein ganzes Wasserglas voll, das ich schlucke. Sind Vitamine gefährlich? Ein Satz von Paracelsus fällt mir ein, daß es immer von der Menge abhängt, ob ein Stoff ein Gift sei. Können zu viele Vitamine auch giftig sein? Unsinn, Beate würde mich kein Gift schlucken lassen, dieser Reinigungs-Rundown, das habe ich jetzt mehrfach gelesen, ist wissenschaftlich erforscht.

Silvia (eine weitere Kursteilnehmerin; Anmerkung der Verfasserin) stöhnt gequält, sie klagt über Schmerzen, spricht von Drogen, die sie früher genommen hat, von Operationen. Matthias (ein weiterer Kursteilnehmer; Anmerkung der Verfasserin) sitzt meist dumpf vor sich hin brütend in der Ecke, äußert sich kaum. Alle leiden wir durch die hohe Niacindosis, die schon bald bei 2.000 mg pro Tag liegt. Wir haben starke, juckende Hautrötungen, seltsamerweise nur dort, wo der Körper je Sonnenstrahlen abbekam… Beate hatte uns darauf vorbereitet, daß der Körper die UV-Strahlung wieder abgäbe. Nach einigen Tagen erreicht Silvia einen Wahnzustand, der uns angst macht. Sie phantasiert und gestikuliert, klagt über Schmerzen und will sich von niemanden anfassen lassen….

Matthias und ich beenden unser Programm, nachdem wir gelernt haben, mit großem Gleichmut die Hitze auch über Stunden zu ertragen. Wir kichern nur noch und fühlen uns total aufgedreht und unternehmenslustig. Als ich Beate von meiner unbändigen Energie und Lebensfreude berichte, habe ich das Endphänomen des Programms erreicht und kann abschließen.“(20)

Die hohe Niacin-Dosis (die Tagesdosis eines Erwachsenen liegt bei bis zu 20 mg), die die Scientologen zu sich nehmen, hat eine stark gefäßerweiternde Wirkung.(21) Sie ist vermutlich auch mitverantwortlich für die Halluzinationen, die Norbert Potthoff in seiner oben aufgeführten Ausführung beschreibt. Auch treten durch das Niacin starke allergische Reaktionen auf, die sich durch Hautrötungen zeigen. Chemiker sollen sogar mögliche irreparable Schäden an Leber und Niere beobachtet haben.(22)

Dieses sind nur einige von den Kursen, die auf dem Weg zur völligen Freiheit beschritten werden müssen. Im folgenden geht es um die zentrale Dienstleistung in Scientology, dem Auditing.(23)

Das Auditing ist in dem Buch „Dianetik“ näher beschrieben. Dabei handelt es sich um eine Gesprächsform, die Hubbard selbst dianetische Therapie genannt hat. Der Begriff Auditing stammt von dem lateinisch Wort audire (=hören) ab.

Norbert Potthoff versteht im weitesten Sinne unter dem Auditing eine Gesprächstherapie, die im Kern dem Beichtverfahren der Katholiken am ähnlichsten zu sein scheint. Ein großer Unterschied besteht darin, daß Auditing von Laien durchgeführt wird und das nicht der „Beichtende“ mit dem Auditing beginnt, sondern der „Gesprächsleiter“, der Auditor (= Zuhörer). Der Auditor bestimmt auch, was in den Sitzungen, die Session genannt werden, durchgearbeitet werden muß.24 „Die anfänglichen Erfolge und positiven Auswirkungen beruhen ausschließlich auf der Ähnlichkeit zur Gesprächstherapie.“(25) Im Gegensatz zur Beichte wird alles, was der Preclear (jemand der sich auditieren läßt, aber noch kein Clear ist), erzählt festgehalten

Auch ist es für den Preclear angenehm, daß er seine Probleme erzählen kann ohne getadelt zu werden oder ohne gute Ratschläge zu bekommen. Dies ist jedoch nur während der Einstiegsphase so. Befindet sich der Preclear fest im System, so beginnt Scientology mit einer Änderung der Taktik.(26)

Der Preclear wird nach dem ihm belastenden Problemen befragt und, er erzählt was ihm dazu einfällt. Alle Ereignisse des Lebens werden chronologisch auf einer Zeitspur aufgezeichnet. Wie oben schon erwähnt, werden die Ereignisse, die dem Preclear Schmerz bereiten, Engramme genannt. Ein zweites Ereignis, das den Preclear an ein Engramm erinnert, wird Secondary genannt. Jedes weitere Ereignis, was den Preclear an den Moment des Schmerzes erinnert, wird Lock genannt.

Diese drei Umstände bilden Ketten, die aus vielen Bild- und Emotionsinformationen bestehen. In diesen Ketten sind nach Hubbard Energien gespeichert, die dem Menschen in der Gegenwart fehlen.(27)

Es gibt nach Norbert Potthoff zwei unterschiedliche Arten von Auditings. Zum einem das Dianetik Auditing und zum anderen das Scientology Auditing. Beim Dianetik Auditing wird der Preclear ohne technische Hilfe auditiert. Beim Scientology Auditing bedarf sich der Auditor dem Hilfsmittel des E-Meters.(28)

Allgemein wird der Preclear zu einer Lock-Kette geführt. Der Preclear erzählt so lange, bis er bei dem Secondary bzw. bei dem Lock angekommen ist. Da diese Erfahrungen für den Preclear sehr belastend waren und ihm Schmerzen bereiten, weint und schreit er. Der Auditor bittet den Preclear immer wieder zu der schmerzlichen Erfahrung „zurückzukehren“, bis er anfängt zu lachen und die Situation bzw. die Kette gleichgültig betrachten kann. Die Scientologen bezeichnen dann das Engramm als gelöscht, da der Preclear „positive Emotionen“ gezeigt hat. Wenn alle Engramme des Lebens gelöscht worden sind, dann ist aus dem Preclear ein Clear geworden, den im alltäglichen Leben nichts mehr belasten soll, und für den alles nur komisch und unwichtig erscheint.

Beim Scientology-Auditing wird wie oben schon erwähnt ein E-Meter verwendet. Der E-Meter ist ein Hautwiderstandsmesser, der einem Lügendetektor ähnelt. Er besteht aus zwei Weißblechdosen, die der Preclear jeweils in eine Hand nimmt. Dieses Dosen sind an dem eigentlichen Gerät angeschlossen. Der Auditor bedient das Gerät mit den Justierungsschaltern. Das Kernstück des Geräts ist eine Skala mit einer Nadelanzeige, die anzeigt, wie bzw. wieviel Strom fließt oder wieviel Widerstand beim Preclear entsteht. Diese Skala befindet sich außerhalb des Sichtfeldes des Preclears. Zum Beginn der Sitzung justiert der Auditor die Nadel, so daß sie mit leichter Bewegung in der Mitte steht. Das Zählwerk des E-Meters wird auf Null gestellt. Jetzt erst beginnt der Auditor, wie oben beschrieben, mit der Befragung. Zeigt der Preclear Gefühle oder regt er sich auf, schlägt die Nadel aus. Der Auditor justiert mit einem Schalter, die Nadel nach, das Zählwerk zählt diese Nachjustierungen mit. Der Auditor nennt die Strecke, die die Nadel während einer Auditing Sitzung zurücklegt, die Tonarmbewegung. Sie gibt dem Auditor Aufschluß über den Erfolg bzw. Mißerfolg.

Der E-Meter soll angeblich geistige Masse messen, die durch die jeweilige Frage kontaktiert wird. Diese soll, wie beim Dianetik Auditing, gelöscht werden. Lacht der Preclear zum Ende der Sitzung, steht die Nadel in einem bestimmten Zonenbereich. Dieses wird dann „schwebende Nadel“ genannt und zeigt meistens das Ende der Sitzung an.(29)

„Wichtig ist noch festzuhalten, dass das `Auditing´ in einem Zustand der `Sammlung´ des `Preclear´ abgehalten wird. Kritiker behaupten, daß der `Preclear´ sogar hypnotisiert wird. Richtig ist, daß der Ablauf des Verfahrens tatsächlich stark an Methoden der Hypnosetechnik erinnert.“(30)

Sterben im Auditing

„ `Was fühlst du?´

`Nichts.´

`Danke! Wiederhol das bitte.´

`Nichts.´

`Gut! Noch einmal.´

`Nichts.´

`Prima! Noch einmal.´

`Nichts, nichts, nichts, nichts.´

Erschöpft halte ich inne.

`Danke´, dringt Marions (die Auditorin; Anmerkung der Verfasserin) Stimme wie durch eine Wolkendecke irgendwo in mein Bewußtsein. … Inzwischen hatte ich auch selbst meine Schulung zum Auditor abgeschlossen, und die Rituale zu Sitzungsbeginn waren mir alle vertraut: die Augen zu schließen, sich in Sammlung zu begeben. Dann fragte der Auditor nach dem Befinden, ob es einen Grund gibt, die Sitzung nicht zu beginnen, setzt den Löscher(31) und sagt: `Dies ist die Sitzung.´…

`Mir ist kalt´, klage ich.

`Fein. Wiederhole das bitte.´

`Mir ist kalt!´

Meine Haut zieht sich schmerzhaft zusammen, Lichtreflexe explodieren auf der Netzhaut.

`Okay. Wiederhol das bitte.´

Ruhig und gelassen kommt Marions Aufforderung. Ich halte die Augen geschlossen, obwohl ich jetzt gern geraucht hätte. Eine nervöse Anspannung in mir sucht nach einem Ventil. Wie lange sitzen wir hier schon?

`Mir ist kalt.´

`Danke! Noch einmal.´

`Mir ist kalt, mir ist kalt, mir ist kalt, mir ist kalt.´

`Danke. Warum ist dir kalt?´

Warum ist mir kalt? Graugrünes Licht wabert vor meinen Augenlidern. Was soll ich antworten?

`Ich wiederhole meine Auditinganweisung. Warum ist dir kalt?´

Marion läßt nicht locker. Sie will eine Antwort. Immer wieder fragt sie, warum mir kalt ist. Ich fühle mich den drängenden Fragen, den ständigen Wiederholungen hilflos ausgeliefert. Ein Aufbegehren, ein Ausstieg aus der Sitzung würde das Ende bedeuten. Wenn ich die Gesetze des Auditings in Frage stelle, dann muß ich Scientology insgesamt in Frage stellen. Graugrünes Licht. Graugrünes Wasser? Ich beginne, wild zu assoziieren. Im Wasser ist mir immer kalt.

`Ich wiederhole die Auditinganweisung. Warum ist dir kalt?´

Entschlossen antworte ich: `Weil ich mich im Wasser befinde.´…

`Was hörst du? Was fühlst du? Was riechst du? Was schmeckst du?´

Ihre Fragen hämmern auf mich ein. Sie geht die Sinneseindrücke durch, um einen weiteren Zipfel meiner Erinnerung zu erhaschen. Angestrengt horche ich in mich hinein. Wenn ich mich im Wasser befinde, dann müßte ich doch etwas hören.

`Ich höre die Brandung´, antworte ich entschlossen, und tatsächlich verspüre ich etwas, das eine Meeresbrandung sein könnte. Fast schon glaube ich, die Salzluft zu schmecken und den Fischgestank zu riechen. Marion hat nun den Strang in der Hand und läßt mich tiefer und tiefer in den dunklen Schacht meines Unterbewußtseins hinab. Meine Abwehr wird von mal zu mal schwächer. Ich suche nach plausiblen Erklärungen, und immer mehr Bilder schieben sich vor mein geistiges Auge.

Ein stechender Schmerz zuckt durch meinen Arm.

`Was fühlst du?´

`Schmerz.´

`Danke! Wo fühlst du den Schmerz?´

`Im Arm.´

`Fein. Was ist mit deinem Arm?´

`Weiß nicht, er tut weh.´

`Gut. wiederhole bitte: Er tut weh.´

`Er tut weh.´

`Danke! Noch einmal.´

`Er tut weh, er tut weh, er tut weh.´

`Prima! Wo befindest du dich jetzt?´

Mir ist kalt, mein Arm schmerzt, und ich fühl mich hilflos und allein, wie auf dem Boden eines kalten grünen Sees.

`Ich wiederhole meine Auditinganweisung: Wo bindest du dich jetzt?´

`Auf dem Boden eines kalten, grünen Sees´, antworte ich instinktiv und dumpf. Suche ich nach logischen Erklärungen, versuche ich, die Bilder zu verknüpfen? Immer noch versuche ich die Kontrolle über mich zu behalten, doch ich merke, wie mir langsam die Fäden aus der Hand gleiten. Tiefer und tiefer sinke ich, und ich flüstere es auch.

`Wohin sinkst du?´

`Unter Wasser.´

Eine hermetisch geschlossene Glocke stülpt sich über mich, ich atme stoßweise, wie unter einer schweren Belastung. Das graugrüne Licht wird dunkler… Die Dunkelheit nimmt zu und ich schalte die Lampe ein. Voller Ekel pralle ich zurück, als ich im Licht der Lampe Leichenteile sehe… Was geschieht mit mir, wo bin ich? Mein Körper dreht und wendet sich im Sessel, so wie ich mich im Wasser drehe und winde… Ich beginne, fieberhaft nach dem geringsten Anhaltspunkt zu suchen, der mir diese Merkwürdigkeiten meines Unterbewußtseins erklären könnte. Es ist hoffnungslos. Je mehr ich mich gegen das Grauen stemme, das sich meiner bemächtigt, desto stärker betäubt es meine Sinne. Immer wieder ist es die Stimme, die mich zwingt, hinzusehen, wahrzunehmen, was um mich herum geschieht, was ich dabei fühle, schmecke, rieche. Diese Stimme, die mich fordert meine Angst preiszugeben, meinen Ekel zu beschreiben, meiner Hoffnung, diesem Grauen entrinnen zu wollen, zu entsagen. Mit jeder Sekunde nimmt der alptraumhafte Schrecken zu, aber noch immer habe ich die Hoffnung, daß dieses Erlebnis ganz oder teilweise ein Hirngespinst meiner überreizten Sinne darstellt. Es ist nicht wahr, ich kann nicht mehr.

`Wiederhole bitte: Ich kann nicht mehr.´

`Ich kann nicht mehr. Ich kann nicht mehr. Ich kann nicht mehr.´

Was kann ich nicht mehr? Ich will aufgeben. Was will ich aufgeben? Was ist meine Aufgabe? Über mir ist das graugrüne Licht, ich will nach oben, an die Oberfläche, aber zwischen mir und dem Licht schwebt ein dunkler Schatten wie ein großes böses Tier. Dieser Schatten hindert mich daran wieder aufzutauchen, ehe meine Aufgabe erfüllt ist. Was ist meine Aufgabe. Meine Gedanken arbeiten fieberhaft. Wenn ich annehme, daß ich bei Verstand und wachen Sinnes bin, dann habe ich die Zeitgrenzen überschritten, dann berühren sich Vergangenheit und Gegenwart… Ich wehre mich nicht länger gegen die drängende Stimme, denn ich weiß nun mit aller Klarheit, wo ich mich befinde.

Es ist Krieg. Unser Schiff steuert durch den Ozean, ich weiß nicht welchen. Der dunkle Schatten des Schiffsrumpfes im grauen Licht über mich erinnert mich an meine Aufgabe… Schwere Stahltrossen haben sich in die Schiffsschraube verwickelt hindern das Schiff an der Weiterfahrt. Ich muß sie herausschneiden, habe mich verpflichtet zu helfen… Ich weiß nicht genau wie, aber als ich das Stahlseil auseinanderschneide, reißt es mir den Arm ab. Entsetzt und wie gelähmt, erlebe ich den Verlust meines Armes, erlebe meinen Tod in den eiskalten Fluten.

`Danke! Was ist mit deinem Arm?´

`Der ist weg´, antworte ich gleichgültig. `Mein Arm ist weg, und mir ist kalt.´

Mir ist elend und zum heulen. Salzwasser kommt mir auf die Lippen, mischt sich mit meinem Speichel. Hysterisches Schluchzen schüttelt mich plötzlich. Tränen. Salzwasser. Auf dem Boden eines kalten, grünen Sees. Ich ertrinke!

Eine Weile ist es still, keine neuen Fragen mehr. Ich gebe mich dem haltlosen Weinen hin… Mein Bewußtsein hat sich träge gespalten. Da sind irgendwo Stimmen im Raum, aber die gehen mich nichts an. In Wirklichkeit treibe ich tot und kalt ohne Arm in kaltem, grünem Salzwasser. Armer Norbert! Tot und kalt. Erneut schluchze ich verzweifelt auf, im Angesicht meines eigenen Todes. … Irgendwo kichert es in mir, ich fühle mich ein weiters mal geteilt, betrachte den im Wasser treibenden Körper. Habe mich gelöst von seinem Schmerz und seiner Trauer. Nun kichere ich vernehmlich. Laut und deutlich sage ich: `Tot und kalt, ohne Arm in kaltem, grünen Salzwasser!´ Warum sage ich das? War das meine Stimme? Wer bin ich? Wo befinde ich mich?

`Wiederhol das bitte!´

Ich kichere in mich hinein… Warum bin ich tot? Ach ja, der abgerissene Arm! Wie habe ich den Arm verloren? Marions Stimme fordert mich immer wieder auf, etwas zu sagen, weiterzusprechen, wenn ich stocke. Wiederhole das bitte. Wiederhole das bitte. Wiederhole das bitte. Endlos. Zeitlos. Die eigene Realität geht unter in endlos langen Wiederholungen: Gehe zum Anfang des Geschehens. Danke. Gehe durch das Geschehen. Danke. Was fühlst du? Danke.

Zweifel an der eigenen Realität. Wer bin ich wirklich? Wo befinde ich mich? Gefühle kommen hoch. Immer wieder werde ich nach Gefühlen gefragt.: Was fühlst du? Mir ist elend, ich fühle mich einsam und verlassen. Niemand steht mir bei!

`Danke. Was fühlst du?´

Ist ja nun vorbei und aus. Kein Arm, keine Freunde, einfach tot, kalt im Wasser. Ha! Soll ich mich darüber etwa aufregen? Ist ja zu komisch!

`Ich wiederhole meine Auditinganweisung: Was fühlst du?´

`Ist ja zu komisch.´

Lachen schüttelt mich nun. Ich bin tot, und ich bin lebendig. Irgendwie ist das in Ordnung.

`Möchtest du noch etwas mitteilen?

`Nein.´

`Danke. Gelöscht. Ich werde jetzt langsam von eins bis zehn zählen. Wenn ich mit dem Finger schnippe, kannst du die Augen öffnen und du wirst dich munter und erfrischt fühlen.´“(32)

Da das Auditing von „Laien“ durchgeführt wird, ist es fraglich, inwieweit sie mit der oben beschriebenen oder ähnlichen Situation umgehen, bzw. eine Unterstützung für die „auditierte Person“ darstellen können. Der Auditierte wird nach dem Auditing mit seinen vermutlich überwältigenden Gefühlen alleingelassen, auch die Verarbeitung der Situation obliegt ihm allein. Der Auditor betrachtet das Problem als gelöscht und somit als nicht mehr existent. Die Erinnerungen Norbert Potthoffs widersprechen dieser Ansicht. In dem Epilog, „Ausbruch aus dem Teufelskreis. Sieben Jahre Scientology-sieben Jahre danach“, seines Buches schreibt er: „Während ich dieses Buch schrieb und – wenn auch nur im Geiste – dabei noch einmal meinen Weg durch Scientology ging, war die Herausforderung größer, als ich angenommen hatte. Bewußt hatte ich einige Jahre verstreichen lassen, um Ruhe und Abstand zu gewinnen, aber dann erlebte ich in erschütternder Intensität alles noch einmal. Angst, Wut, Ekel, Schweißausbrüche, besonders als ich mein damaliges Auditing beschrieb, begleiteten mich über einige Monate.“(33)

Der Clear ist aber nur eine Etappe auf dem Weg zur völligen Freiheit. Der Thetan ist an dieser Stelle nur ein Clear der 1. Dynamik. An dieser Stelle ist es notwendig einen weiteren Aspekt der Ideologie der aus Verständigungsgründen, in dem obigen Abschnitt, nicht aufgeführt wurde zu erklären.

Laut Hubbards-Lehre ist der einzige Befehl des Menschen „Überlebe“. Daraus ergab sich für Hubbard das Dynamische Prinzip, das mit Hilfe der acht Dynamiken durchgeführt wird. Das Buch Dianetik beschäftigt sich mit den ersten vier Dynamiken. In Scientology kamen später die weiteren Dynamiken hinzu.(34)

Die Dynamiken im Überblick:

„ 1. Dynamik: Überleben als Einzelperson

2. Dynamik: Überleben durch Geschlechtsakt, Zeugung und Aufziehen von Kindern

3. Dynamik: Überleben als Gruppe

4. Dynamik: Überleben als Menschheit…

5. Dynamik: Überleben für Tiere und Pflanzen

6. Dynamik: Überleben für das materielle Universum

7. Dynamik: Überleben als schöpferisches Wesen

8. Dynamik: Überleben in der Unendlichkeit“(35)

Jeder Mensch ist nach Hubbard auf den einzelnen Dynamiken mehr oder weniger erfolgreich. Deshalb soll der Mensch durch Auditing, in allen Dynamiken perfekt agieren können. Das bedeutet, daß das Auditing auf jeder einzelnen Dynamik das Überlebenspotential der Menschen anheben soll. Die wahre Bestimmung des Menschen liegt oberhalb der achten Dynamik. Der Clear kann in der ersten Dynamik perfekt agieren. Seine weiteren Schwierigkeiten ergeben sich daraus, daß er noch Problem in den weiteren sieben Dynamiken hat.

Quellennachweis:

1Vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Die Scientology-Organisation -Ziele, Praktiken und Gefahren- Bonn, 1996, S. 20

2Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; s.o. S. 21

7Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen; Die Scientology-Organisation Methoden und Struktur, Rechtsprechung, gesellschaftliche Auseinandersetzung, Köln, 1997, S. 17

8Vgl.: Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen; s.o. S. 17

9Vgl.: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; s.o. S.21- 23

10Ministerium für Arbeit Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen; s.o. S.18

11Minnhoff, Müller; Scientology: Irrgarten der Illusionen, 2. Auflage, München, Dillingen; 1994, S.63

12Hubbard; Fachwortsammlung, S.66 zitiert nach: Minnhoff, Müller; s.o. S.63 f.

13Minnhoff; s.o. S. 64 f.

14Haak, Friedrich Wilhelm; Scientology, S.102; zitiert nach Minnhoff, Müller; s.o. S. 65

15Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen; s.o. S. 18

16Vgl.: Minnhoff, Müller; s.o. S. 65

17Potthoff, Norbert, Im Labyrinth der Scientology Bergisch Gladbach, 1997; S. 55f

18Vgl.: Seiden, Heinrich; Hamernik, Christine; Einsteins falsche Erben, Wien 1992, S. 200 verglichen nach: Minnhoff, Müller, 1994; s.o. S. 62

19 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; s.o. S. 26

20Potthoff, Norbert, 1997; s.o. S.125 f.

21Vgl.: Pschyrembel, S.1170

22Vgl. Potthoff, Norbert, 1996; Scientology Analyse, Materialien für Unterricht, Schulung und Vorträge, 4. Auflage, Krefeld, S. 69 f.

23Vgl.: Potthoff, Norbert, 1996; s.o. S. 71

24Vgl.: Potthoff, Norbert, 1996; s.o. S. 71

25 Potthoff, Norbert, 1996; s.o. S. 71

26Vgl.: Potthoff, Norbert, 1996; s.o. S. 71

27 Vgl. Potthoff, Norbert, 1996; s.o. S. 71f.

28Vgl.: Potthoff, Norbert, 1996; s.o. S. 72

29Vgl. Potthoff; Norbert, 1996; s.o. S. 72 f. und Minnhoff Müller; s.o. S. 47-49

30Minnhoff, Müller; s.o. S. 47

31Hubbard definiert Löscher in seinem Buch Dianetik folgendermaßen: “Es handelt sich um die Übereinkunft mit dem Patienten, dass alles, was der Auditor sagt, vom Patienten weder buchstäblich gedeutet noch sonst irgendwie benutzt werden wird.“ aus: Hubbard, L. Ron; Die moderne Wissenschaft der geistigen Gesundheit, Das Handbuch der Dianetik Verfahren, Kopenhagen, 1986 S. 25

32Potthoff, Norbert, 1997; ss.o. S. 97-105

33Norbert Potthoff, 1997; s.o. S. 287

34Vgl.: Norbert Potthoff, 1996; s.o. S. 86

35Norbert Potthoff, 1996;s.o. S.86

36 Vgl.: Potthoff, Norbert, 1996;s.o. S. 86 f.

37Vgl.: Minnhoff, Müller; s.o. S. 49-52

Bundesinnenministerium Bayern „Was ist Scientology?“

Die Geschichte Scientologys

Die Geschichte Scientologys ist abhängig von der Lebensgeschichte des Gründers Lafayette Ronald Hubbard (1911-1986).(1) Nach Minnhoff, Müller ist es nicht leicht, das Leben Hubbards, der 1986 von Scientology für Tod erklärt wurde, nachzuzeichnen, „… da eine Flut von Lebensläufen existiert. Problematisch ist dabei, die Ungereimtheit der verschiedenen Biographien – verfaßt von Scientology oder ihren Kritikern – auf einen Nenner zu bringen.“(2) Norbert Potthoff ein ehemaliger Scientologe beschreibt sogar unterschiedliche Meinungen über die Lebensgeschichte L. Ron Hubbard`s innerhalb Scientologys.(3)

Hubbard wurde am 13. März als Sohn eines Marine-Soldaten in Tilden (Nebraska) geboren.(4 )Nach Angaben von Scientology soll Hubbard in jungem Alter viele Reisen unternommen haben. „Als er das Alter von neunzehn Jahren erreichte, hatte er beinahe eine halbe Million Kilometer zurückgelegt und erforschte die Kulturen Javas, Japans, Indiens und der Philippinen.“(5) Dies ist jedoch nach Minhoff, Müller nicht belegbar.(6)

Nach Minhoff, Müller leistete Hubbard eine Ausbildung an der George-Washington Universität (Washington DC), einer Schule für Maschinenbau im Hauptfach „Ziviltechnik“. Während dieser Ausbildung nahm er an Kursen über Nuklearphysik teil und brach nach einiger Zeit das Studium ab.(7) Scientology beschreibt jedoch diese Zeit Hubbards etwas anders. „Als er 1929 in die Vereinigten Staaten zurückkehrte, nahm Ron seine formelle Ausbildung wieder auf und studierte Mathematik, Ingenieurwesen und das damals neue Fachgebiet der Kernphysik, die alle wichtige Hilfsmittel für weitere Forschung bildeten.“(8)

L. Ron Hubbard war in den 30er Jahren ein Science-fiction Autor, dessen Arbeiten nach Norbert Potthoff, weder wissenschaftlichen noch literarischen Anforderungen bzw. Ansprüchen genügen.(9) Seine Pseudonyme waren zu dieser Zeit: Winchester Remington Colt, Kurt von Rachen, Rene´ Lafayette. Jedoch veröffentlichte er auch unter seinem eigenen Namen.(10)

„1938 soll Hubbard ein Buchmanuskript mit dem Titel `Excalibur´ erstellt haben. Darin faßte er seine grundlegende Überzeugung vom Sinn des menschlichen Lebens in dem Befehl `Überlebe´ zusammen. Offenbar bildete dieses Werk die spätere Grundlage der scientologischen Ideologie.“(11)

L. Ron Hubbard diente im 2. Weltkrieg nach der Familientradition in der US-Marine. Über diese Zeit gibt es wieder unterschiedliche Berichte in den Biographien.12 Eine Scientology Version ist, „… mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges trat er in die Marine der Vereinigten Staaten als Oberleutnant zur See ein und diente als ein Fregattenkapitän auf U-Boot-Abwehr-Korvetten. Als er teilweise erblindet und von Verletzungen gelähmt war, die er während der Kampfhandlung erlitten hatte, wurde 1945 eine permanente Behinderung bei ihm diagnostiziert. Durch seine Anwendungen seiner Theorien über den Verstand war er jedoch nicht nur in der Lage, anderen Mitgliedern der Streitkräfte zu helfen, sondern er konnte auch seine eigene Gesundheit wiedererlangen.“(13)

Hubbard erhielt jedoch von der Veterans Administration (Fürsorgeverwaltung für Kriegsdienstteilnehmer) 160 Dollar im Monat für Schäden, die ihn für 40% arbeitsunfähig erklärten, seine „Schäden“ waren: Geschwür am Zwölffingerdarm, Schleimbeutelentzündung (rechte Schulter), Attritis und eine Bindehautentzündung.(14)

1945 versuchte Hubbard, in okkulte, satanische Kreise einzusteigen. Darüber jedoch berichtet Scientology selber nicht. Hubbard war zeitweilig sogar Mitglied des Ordo Templi Orientis (O.T.O.).15 Der Führer der O.T.O. war der bekannteste Satanist dieses Jahrhunderts, Aleister Crowley.(16)

Im Jahre 1950 veröffentlichte L. Ron Hubbard das Buch „Dianetik. Die moderne Wissenschaft der geistigen Gesundheit. Das Handbuch der dianetischen Verfahren.“(17)

In diesem Buch sollen Theorien der O.T.O. einfließen. Das Buch „Dianetik“ wurde zu einem Bestseller und wird in den USA in der Liste der Selbsthilfebücher geführt. Dafür, daß „Dianetik“ ein Bestseller wurde, sieht Norbert Potthoff mehrere Gründe, „so wurde in den Vereinigten Staaten von seinen Anhängern gezielt Masseneinkäufe in den Buchmärkten getätigt, um das Buch in den Sellerlisten oben zu halten. Als `verkaufte´ Auflage werden ebenfalls die enormen Vorräte in den einzelnen Orgs (Scientologische Filialen; Anmerkung der Verfasserin) und auch die Bücher, die der einzelne Scientologe lagert (zwischen zehn und einigen hundert Stück). Trotz dieser `Verkaufstricks´ ist die tatsächliche verkaufte Auflage enorm, es werden einige Millionen sein.“(18)

Dianetik ist ein Kunstwort und bedeutet nach Norbert Potthoff „durch den Verstand“.(19) Scientology definiert Dianetik als „… eine Technologie zur Befreiung des geistigen Wesens, (Dianetik; Anmerkung der Verfasserin) ist die Lehre vom geistigen Wesen in seiner Beziehung zum Körper und die Förderung des Wesens in dieser Beziehung.“(20) Für die Scientology beginnt die Zeitrechnung mit dem Jahr 1950, dem Jahr, indem Dianetik veröffentlicht wurde. Deshalb benennen die Scientology ihre Zeitrechnung mit after dianetics (AD).(21)

Da die in dem Buch „Dianetik“ beschriebenen Verfahren ohne eine Organisation nicht durchzuführen waren, verlangte das Buch nach einer Organisation. Scientology beschreibt dieses folgendermaßen, „als das erste populäre Handbuch über den menschlichen Verstand, das eigens für den Mann auf der Straße geschrieben wurde, läutete Dianetik eine neue Ära der Hoffnung für die Menschheit ein und eine neue Lebensphase durch den Autor. Doch hörte er nicht mit seiner Forschung auf, und als ein Durchbruch nach dem anderen sorgfältig bis Ende 1951 in ein System gebracht wurde, wurde die religiöse Philosophie der Scientology geboren.“(22)

1954 wurde die „Church of Scientology California“ gegründet. Scientology bedeutet übersetzt „die Lehre vom Wissen.“(23) Die Scientology-Organisation definiert den Begriff „Scientology“ folgendermaßen, die „…angewandte religiöse Philosophie SCIENTOLOGY ist die Lehre vom geistigen Wesen und die Förderung des geistigen Wesens in seiner Beziehung zu sich selbst, zu Universen und zu anderen Leben.“(24) Zwischen 1954 und 1959 wurde die Scientology „Kirche“ auf- und ausgebaut.(25)

1959 kaufte L. Ron Hubbard den Herrensitz Saint Hill in der Nähe von East Grindstead/England, der vorerst das Hauptquartier von Scientology wurde.(26)

Hubbard hielt dort Vorträge, „Auditings“ (scientologische „Therapieform“) und schrieb Verlautbarungen, die sogenannten „HCOBs“ oder „Hubbard Communication Office Bulletins“.(27) Desweiteren schreibt Hubbard Richtlinienbriefe, die sogenannten „Policy Letters“, die die scientologischen Gesetzestexte darstellen.(28)

Am 1. März 1966 wurde das „Guardian Office“ gegründet.29 „Diese Organisation sollte sich später zu einem Geheimdienst entwickeln.“(30) Die oberste „Guardian“ wurde Hubbards dritte Ehefrau Mary Sue. Am 1. September legte Hubbard alle Vorstandsämter der Scientology-Kirche nieder und nannte sich „Founder“ (Gründer). Jedoch hatte dies keinen Einfluß auf seine Weisungs-Kompetenz in Angelegenheiten der Lehre und der Organisation.(31) Ende 1966 kaufte die „Hubbard Explorations Company“ mehrere Schiffe.(32)

„… Mit den Gewinnen aus den Buchverkäufen erwarb er einige kleine Schiffe und kreuzte mit ihnen von 1967 bis 77 über die `Weltmeere´, wobei er sich überwiegend im Mittelmeerraum aufhielt. Seine Mannschaft, die fast ausschließlich aus seinen Anhängern bestand, kleidete er in einem Military-Navy-Look und nannte diese Truppe Sea Org (Organisation zu See).“(33) Hubbard nannte sich zu dieser Zeit selbst „Commodore“.(34) Die Sea Org wird von Scientology als religiöse Ordensgemeinschaft ausgewiesen. Jedoch ist ihre Aufgabe von weltlicher Natur, sie soll die Scientology funktionstüchtig halten.(35) Aus der gesamten Sea Org wurde die scientologische Elitetruppe, die ihre Arbeitsverträge über einige Millionen Jahre abschließen, „… also für `zukünftige` Leben gleich mit. Das Motto der Sea Org lautet: Revenimus (lat.: wir kommen wieder).“(36)

1968 verhängte die englische Regierung ein Einreiseverbot für Hubbard und alle Scientologen.(37)

Am 15.9.1970 wurde die erste deutsche Scientology-“Kirche“ in München gegründet. In den folgenden Jahren folgten weitere Filialen in Stuttgart, Frankfurt, Hamburg, Berlin und Düsseldorf.(38)

Anfang 1974 wurde an Bord des Sea Org-Flagschiffes, der „Apollo“, das „Rehabilitation Projekt Force“ (RPF) eingeführt. „Wer zum RPF-Insassen wurde, mußte die Reste essen, die die Schiffscrew übrig gelassen hatte. Er durfte nicht ohne Erlaubnis mit anderen Passagieren sprechen, trug zur Kennzeichnung einen blauen Overall und durfte sich nur im Trab bewegen. Ein gewöhnlicher Grund, jemanden ins RPF zu schicken, war dessen Absicht, Scientology zu verlassen.“(39)

Mitte der 70er Jahre mußte die Macht Hubbards geschwunden sein, dadurch entwickelten sich zwei Machtzentren. Zum einem, das Guardian Office als Geheimdienst und zum anderen die Sea-Org als Verwaltungsmacht. Jedoch bestand zwischen diesen beiden „Machtzentren“ Streitigkeiten bzw. Spannungen. Während dieser Zeit scheute Hubbard mehr und mehr die Öffentlichkeit, da in Amerika unterschiedliche Verfahren gegen Scientology liefen. Hubbards Ehefrau, die das Guardian Office leitete, wurde vom FBI beschattet. Deswegen hatte sie keinen Kontakt mehr zu ihrem Ehemann. In Scientology definierte sich die Macht daraus, wer den meisten Kontakt zu Hubbard hatte, deswegen schwand ihr Einfluß in Scientology. Der Leiter der Sea Org, Pat Broeker, hatte zu dieser Zeit viel Kontakt zu Hubbard, so daß der Einfluß der Sea-Org größer wurde. Dadurch wurden Pat Broeker und seine Frau zu den bestimmenden Figuren innerhalb Scientologys. Minhoff, Müller nennen diese jungen Führungspersönlichkeiten, die junge Garde. Die in einem Artikel der „New York Times“ folgendermaßen beschrieben wurde.(40)

„Die Mehrzahl dieser neuen Leute waren der Gruppe beigetreten, als sie 13 oder 14 Jahre alt waren, und sie haben nie ein anderes Leben als innerhalb der Scientology gekannt… Mit Ausnahme intensiver täglicher Unterweisung in den Schriften von Mr. Hubbard… hatten die meisten von ihnen keine richtige Schulbildung genossen. Die Mehrheit dieser Leute seien Mitglieder einer Gruppe mit der Bezeichnung `Commodere´s Messenger Organization´ … Dieser Name stamme noch aus der Zeit der 70er Jahre, als Mr. Hubbard die Kirche von einer 300 Fuß Jacht… aus leitete und sich selbst als `Commodore´ bezeichnete. Einige Scientologen nahmen ihre Kinder mit an Bord, um sie dort täglich bei sich zu haben, und die älteren Kinder wurden als persönliche Ordonnanzen für Mr. Hubbard auserwählt… Mr Hubbard (zog sich; Anmerkung der Verfasserin) immer mehr in die Abgeschlossenheit zurück und empfing nur noch die Mitglieder der Kurierorganisation, denen auch das Recht zugestanden wurde, Disziplinarmaßnahmen gegen ältere Kirchenmitglieder zu verhängen.“(41)

Dieser Commodore Messenger Org (CMO) ist die Keimzelle der heutigen Scientology-Macht.(42) Als weiterer Name neben Pat Broeker tritt hier David Miscavige auf, der im Sommer 1981 mit Pat Broeker beschlossen haben soll, das Guardian Office zu „eliminieren“. Was wenig später auch geschah. Heute werden die Aufgaben des Guardian Office von dem Office of special affairs (OSA) ausgeführt. Jedoch war der eigentliche Durchbruch der Machtübernahme die Gründung des „Religous Technology Center“ (RTC) im Januar 1982. Die Lizenzen für den Gebrauch der Warenzeichen und die Urheberrechte der Scientology gingen in den Besitzt des RTC über, dessen Führung David Miscavige, der bei der Machtübernahme 1983 22 Jahre alt war übernahm.(43)

Am 19.1.1986 schrieb Hubbard, der immer noch im Untergrund lebte, die Flag-Order 1879 der Sea Org mit dem Titel: „Die See-Organisation und die Zukunft:

Ich, LRH, Kommodore, nehme hiermit den Rang ADMIRAL ein. Der Rang des KOMMODORE wird derzeit in der See-Organisation AUS DEM AKTIVEN DIENST ZURÜCKGEZOGEN… Ein neuer Rang, LOYALER OFFIZIER, wird direkt über den Rang des Kapitän geschaffen. Pat Broeker wird hiermit in den Rang des ersten LOYALEN OFFIZIERS befördert. Annie Broeker wird hiermit als der zweite LOYALE OFFIZIER befördert… Haltet die Form der S.O. aufrecht! Ihr steht jetzt Wache!… Wir werden uns später wieder treffen. L. Ron Hubbard, Admiral.“(44)

Am 24.1.1986, also fünf Tage nach dem eben aufgeführten Schreiben, wurde L. Ron Hubbard von der neuen Führungsspitze Scientologys für Tod erklärt.(45)

Nach weiteren Machtkämpfen zwischen Broekers und David Miscavige, leitet heute David Miscavige die Scientology.

Unter der Leitung David Miscavige, expandierte Scientology. Er führt die Scientology zu neuen Umsatzrekorden. Scientology versucht unter seiner Leitung in die Wirtschaft und in die Gesellschaft einzudringen.

Quellennachweise:

1Vgl.: Arbeitsgemeinscaft der östereichischen Seelsorgeämter. Referat für Weltanschauungsfragen, Kinder in Sekten „Die 2. Generation“ in: Werkmappe „Sekten, religiöse Sondergemeinschaften, Weltanschauungen“ Heft Nr. 76 Wien, 1996, S. 24

2Minnhoff, Müller; Scientology: Irrgarten der Illusionen, 2. Auflage, München, Dillingen; 1994, S.1

3Vgl. Potthoff, Norbert, Was ist Scientology, 3. überarbeitet Auflage, Krefeld, 1992, S. 5

4Vgl. New Era Publications, 1994; Kinder: ein Auszug aus dem Scientology-Handbuch, Kopenhagen, 1994,S. 37

5New Era Publications, 1994; s.o. S. 37

6Vgl. Minhoff, Müller; s.o. S. 1

7Minhoff, Müller;s.o.S. 1

8New Era Publications, 1994; s.o. S. 37

9Vgl. Potthoff, Norbert, 1992;s.o. S. 5

10 Vgl. Minhoff, Müller; s.o. S. 1

11 Minhoff, Müller; s.o. S.2

12Vgl. Minhoff, Müller; s.o. S.2

13New Era Publications, 1994; s.o. S.37

14Vgl. Minhoff, Müller; s.o. S. 3

15Vgl. Gasper/Müller/Valentin; Lexikon der Sekten, Sondergruppen und Weltanschauungen Fakten, Hintergründe, Klärungen, 5. durchgesehene und überarbeitete Auflage, Freiburg, Basel, Wien 1997, S. 776

16Minhoff, Müller; s.o. S.3

17Vgl.: Arbeitsgemeinscaft der östereichischen Seelsorgeämter. Referat für Weltanschauungsfragen; s.o. S. 24

18 Potthoff, Norbert, 1992; s.o. S. 6

19 Vgl.: Potthoff, Norbert, 1992; s.o. S. 6

20Hubbard, L. Ron; Dianetik, Die moderne Wissenschaft der geistigen Gesundheit, Das Handbuch der Dianetik Verfahren Kopenhagen, 1986, S. 4

21Potthoff, Norbert, 1992; s.o. S.8

22New Era Publications, 1994; s.o. S. 37

23Vgl.: Arbeitsgemeinscaft der östereichischen Seelsorgeämter. Referat für Weltanschauungsfragen; s.o. S. 24

24Hubbard, L. Ron; s.o. S.4

25Minhoff, Müller; s.o.S.12

26Vgl.: Arbeitsgemeinscaft der östereichischen Seelsorgeämter. Referat für Weltanschauungsfragen; s.o. . 24

27Minhoff, Müller; s.o. S. 13

28Potthoff; Norbert, 1992; s.o. S. 8

29Vgl. Minhoff, Müller; s.o. S. 17

30Minhoff, Müller; s.o. S.18

31Vgl.: Minnhoff, Müller; s.o. S. 18

32Vgl.: Minhoff, Müller; s.o. S.19

33Potthoff, Norbert, 1992; s.o. S. 9

34Vgl. Potthoff, Norbert, 1992; s.o. S. 9

35Vgl. Minhoff, Müller; s.o. S. 20

36Potthoff, Norbert, 1992; s.o. S. 9

37Vgl.: Arbeitsgemeinscaft der östereichischen Seelsorgeämter. Referat für Weltanschauungsfragen; s.o. S. 24

38Vgl. Minhoff, Müller; s.o.S. 21

39Minhoff, Müller; s.o. S. 23

40Vgl. Minnhoff, Müller; s.o. S. 23 f.

41Ein Artikel der New York Times, vom 6. Januar 1981; zitiert nach: Minhoff, Müller; s.o. S. 26 f.

42Potthoff, Norbert, s.o. 1992; S. 9

43Vgl. Minhoff, Müller; s.o. S. 28

44Hubbard, L. Ron; Flag Order 3879, 19.1.1986 Church of Scientology (Hrsg.) zitiert nach: Minhoff, Müller; s.o. S. 29

45Vgl. Minhoff, Müller; s.o. S.30

46Minhoff, Müller; s.o. S. 30