Teil 2: Scientologys Onlinekurs „Kinder“

Die Materialien für diesen Kurs stammen alle aus dem Teilbereich des „Scientology Handbuchs Kinder“. Scientology versucht sich hier an einer Mischung aus theoretischen Teilen, die aus den Texten dieses Handbuches stammen. Hier mal ein Auszug über Kinderarbeit, näheres zur Kinderarbeit habe ich in diesem Blog geschrieben.

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Nach dem Lesen muss man das Gelesene anhand von Fragen in einem Aufsatz zusammen fassen, ein „Fallüberwacher“ überprüft den Aufsatz und man bekommt je nach dem ein Lob oder aber man muss alles noch mal neu überarbeiten, wenn der „Fallüberwacher“ meint, man hätte etwas falsch verstanden, man war nicht ernst genug bei der Sache, man stellt Fragen usw. Der Kontakt erfolgt auch via Zusendung einer Mail durch Scientology. Wobei am Anfang bei dem „Raw Meat“ mehr gelobt und motiviert wird. Im übrigen funktioniert dies in einem Scientologykurs, der nicht online stattfindet ähnlich.

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Dann gibt es noch praktische Teile in denen man das Gelesene und Erlernte in der Praxis anwenden muss und dies hinterher dem Fallüberwacher berichten muss, wie es war, was man genau gemacht hat und am besten noch mit wem. Hat man hier z.B. Probleme mit dem eigenen Kind und man erwähnt dies dort, wird dies sofort registriert und der Fallüberwacher kann und wird darauf näher eingehen. Alleine schon durch den Zeitfaktor, dass der „Kursteilnehmer“ sich mit diesem Problem näher beschäftigt, in diesem Fall mit dem Kind, werden sich viele Probleme von selber lösen. Der Kursteilnehmer meint natürlich, dass die positive Veränderung, durch den Kurs kommt.

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Der Zeitfaktor für das Bestreiten dieser Kurse ist enorm. Scientology selber geht von 6 – 7 Stunden (Checksheetzeit) aus. Im Prinzip die Zeit in der man „kontrolliert“ wird, liest, seine Aufsätze schreibt oder über praktische Aufgaben berichtet. Ich denke es benötigt tatsächlich mehr Zeit sich mit diesem Kurs zu befassen, auch weil man sich durch die praktischen Aufgaben, den ganzen Tag mit dieser Thematik beschäftig, sich ständig hinterfragen muss, wende ich das Gelesene im Umgang mit meinem „Problem“ richtig an usw. Durch diese intensive Beschäftigung erwartet man unbewußt auch Erfolge (scientologisch Wins) genannt, die sich zwangsläufig einstellen müssen, auf Grund des Phänomens der sich selbsterfüllenden Prophezeiung. „dass ein erwartetes Verhalten einer anderen Person (Prophezeiung) durch eigenes Verhalten erzwungen wird. Erwartet jemand ein bestimmtes Verhalten von seinem Gegenüber, erzwingt er durch eigenes Verhalten genau dieses Verhalten.“ „de.wikipedia.org/wiki/Selbsterf%C3%BCllende_Prophezeiung“

Für den Onlinekurs Kinder bedeutet dies, dass man diese Liste an Arbeitsaufgaben abarbeiten muss.onlinekurs6

Im Prinzip sucht sich das „Raw Meat“ einen Kurs aus mit einem Themenbreich, dass ihn beschäftigt. Erziehungsschwierigkeiten, Drogenprobleme usw. Scientology bietet für jedes menschliche Problem einen Kurs. Somit hat Scientology schon den eigenen Fuß in der Tür und durch die angeblichen Erfolge ist es wahrscheinlicher, dass jemand eine Org (scientologische Niederlassung) besucht und dort vor Ort weitere Kurse in Anspruch nimmt. Schon ist das ehemalige „Raw Meat“ im System Scientology gefangen. Ziemlich einfach, wenn Scientology schon alle Eckdaten über das Internet gesammelt hat.

Ganz am Ende des Kurses schreibt der Kursteilnehmer noch mal seine ganzen Erfolge auf (Wins), die er durch den Kurs erreicht hat. Scientology fragt dann höflich nach, ob diese Wins auch veröffentlicht werden dürfen. Dies ist immer üblich nach dem Abschluß eines erfolgreichen Kurses, auch in der Org.

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Na, so schaut es auch mit meinem Onlinekurs „Kinder“… Meine angegebenen Erfahrungen mit dem Onlinekurs stammen schon von einem Kurs „Ehe“, den ich interessehalber schon mal vor ca. einem Jahr gemacht habe, damals warnte der Verfassungsschutz vor diesen Kursen. Wie gesagt, ich rate niemanden diesen Kurs zu machen und sollte die Neugier nicht befriedigt sein… Ich habe von allem Screenshots gemacht usw… 😉

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1. Teil

Teil 1: Scientologys Onlinekurs Kinder

Seit einiger Zeit geistern die Scientologyonlinekurse durch das Netz und um meinen Lesern jegliche eigene Neugiersbefriedigung zu ersparen 😉 ,werde ich nach und nach Teile des Scientology Onlinekurs „Kinder“ auf meinem Blog veröffentlichen.

Ich rate niemanden sich bei diesem Kurs einzuschreiben, Scientology ist gefährlich, hat ja bekannterweise einen eigenen Geheimdienst (OSA)… Sie haben dann die IP (damit den Wohnort oder die Nähe) und womöglich die Mailadresse und sie lassen nicht locker, schicken ohne Ende bedrängende Mails, dass man den Kurs doch fortsetzen soll usw. Auch sind nach meiner Einschätzung der Kurs oder die Kurse recht manipulativ.

Fangen wir heute mal mit der Einschreibung zum Kurs an, wie wissenschaftlich sich das anhört „Einschreibung“, muss man sonst auch an der Uni machen. 😉

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Oben auf der Seite läuft ein „nettes“ Filmchen, mit völlig überforderten Eltern, unglücklichen Kindern und Jugendlichen, die dann die Lehren von Scientology anwenden und alle sind wieder glücklich. Besonders interessant fand ich dieses Bild in dem Film. Ein Kind in der Hundehütte, weil

„Kinder sind nicht Hunde. Sie können nicht wie Hunde dressiert werden. Sie sind nicht kontrollierbare Dinge. Sie sind, lassen Sie uns diesen Punkt nicht übersehen, Männer und Frauen. Ein Kind ist nicht eine spezielle Tierart, die sich vom Menschen unterscheidet. Ein Kind ist ein Mann oder eine Frau, der bzw. die nicht voll ausgewachsen ist. Jedes Gesetz, das auf das Verhalten von Männern und Frauen zutrifft gilt auch für Kinder.“(New Era Publications, Kinder: ein Auszug aus dem Scientology-Handbuch, Kopenhagen, 1994, S. )

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Dies nimmt Scientology wörtlich. Kinder sind kleine Erwachsene, sie sind gleich zu behandeln wie diese, was zum Beispiel auch die Kinderarbeit betrifft. …und mal ganz ehrlich, denken sie, Kinder fühlen sich wie Hunde, wenn sie nicht Scientology anwenden. 😉

Bei der Einschreibung verlangt dann Scientology ein paar Daten, den Namen, die Mail Adresse und den Wohnort. Gibt man hier richtige Namen an, zusammen mit der IP hat Scientology alle Informationen, die Scientology braucht um sie zu kontaktieren auch außerhalb des Internets.

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Leider funktionierte das Einloggen mit dieser Mail – Adresse nicht. 😉 Auch ganz praktisch für Scientology, man kann sich auch über soziale Netzwerke einloggen, dann hat Scientology alles was Scientology braucht. Sie sitzen dann praktisch schon in unserem virtuellem Wohnzimmer.

Nach dem Einloggen folgt dann eine kurze Erklärung zum Kurs und eine kleine Erläuterung zur scientologischen StudyTech…

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…und bei meinem nächsten Blog beginnen wir dann den Kurs. 😉

2. Teil

Eine Mail von OSA und die Antwort von Anonymous

In den letzten Tagen wurde ein Anonymous Aktivist von einem OSA – Mitarbeiter aus Berlin via Gute Frage. net angeschrieben. Leider ist es dem Anonymous nicht möglich dem OSA Staff via Gute Frage.net zu antworten, weil der OSA Staff diesen Anonymous nicht in seiner Freundesliste hat und alle potentiellen Fragestellern somit keine Möglichkeit haben Kontakt zu ihm aufzunehmen.

Da ich weiß, dass dieser eine OSA Staff meinen Blog liest und auch kommentiert, habe ich mich dazu entschlossen, den Schriftverkehr zu veröffentlichen.

<OSA Staff schreibt:>

Lieber XXX,

jetzt war ich doch tatsächlich für einen Moment sprachlos! Da schaue ich mir nach all den negativen Kommentaren, die Du gegen Scientology postest, mal Dein Profil hier an und auf was stoße ich?

Ein Schulkind!

Das hätte ich tatsächlich nicht erwartet. Und Du schreibst auch den „berlinonymus“-Blog – schaffst Du das denn neben der ganzen Schule und den Bewerbungsgesprächen? Wink

Nein, Scherz beiseite. Ich wollte Dich einmal fragen, woher Deine Abneigung gegen Scientology kommt. Es ist ja eine Sache, wenn man den Unsinn über Scientology aus den Medien glaubt und daher schlecht darüber denkt, oder ob man dann tatsächlich aktiv etwas dagegen unternimmt. Was ist also Dein Antrieb? Bekommst Du dafür Geld? Oder was ist es?

Trotzdem mit freundlichen Grüßen, Robin

</OSA Staff schreibt>

Ein Anon (Magnum) hat sich die Mühe gemacht, dass was der OSA Staff schreibt für den Normalmenschen (von den Scientologen Wogs gennant) zu übersetzen.

<Magnum übersetzt>

Ey du verabscheuungswürdiger SP,

ich bekam die Order von meinen Chefs, den Kritikern unserer einzig wahren Organisation hinterherzuspionieren und sie einzuschüchtern und dabei merkte ich, dass du ein von Enthetapersonen unterrichteter Schüler bist. Es ist kein Wunder, dass du gegen Scientology bist, denn das ist dass, was man in der Schule und sowieso von allen Medien eingetrichtert bekommt!

Ich wusste schon vorher, dass bei euch junge Leute mitmachen und darunter natürlich auch Schüler sind, tue jetzt aber mal auf überrascht, damit das hier noch eindrucksvoller wirkt. Du schreibst ja auch den Blog, machst die Webseite, meldest die Demos an, machst die Kostüme, denkst dir Spiele aus, schreibst Reden, organisierst die Demos insgesamt, betreibst die Webseite, … wie schaffst du das denn alles neben deinen kriminellen SP-Tätigkeiten?

Also jetzt mal im Ernst: Wieso bist du gegen Menschenrechte und die einzig wahre Religion? Wieso glaubst du den Enthetascheiß aus den Medien und demonstrierst für Geld – und das ist ein Fakt, wir haben Nachweise dafür, dass Zahlungen aus der Pharmaindustrie an euch geflossen sind! – gegen uns?

Bitte beantworte die Fragen. Wir brauchen unbedingt neue Enthüllungen über einzelne Anons für neue Flyer!

Mit abscheulichen Grüßen
Robin </Magnum übersetzt>

… und so antwortet das Anonymous – Kollektiv:

<Antwort Anonymous>

Lieber Robin,

vielleicht weißt du es schon, aber falls dem nicht so ist, hier die Information: Dies ist eine Kollektivantwort Anonymous Berlins. Pretorian wäre auf jeden Fall auch in der Lage, deine Nachricht zu beantworten, aber da wir so gerne alles im Schwarm machen, machen wir das auch hier so.

Empfohlen wird, dir Ludovico Einaudis Lied „Primavera“ anzumachen, während du unser Briefchen liest: youtube.com/watch?v=Kqq3zMi1bTw Möglicherweise ist es der Kürze dieses Briefchens wegen sinnvoll, auf ca. Minute zwei vorzuspulen, damit die volle Dramatik des Liedes dich erfassen kann.

Bevor wir als Kollektiv (und jeder Einzelne von uns) mit den Demonstration gegen euch anfingen, hatten wir viel über euren Umgang mit Kritikern gehört und besonders aus den USA hört man heute noch viel über illegale Überwachungen, Einbrüche und Nachstellungen. Die sogenannte „noisy investigation“ ist bei euch ja voll im Trend. In Deutschland hatten wir bisher wenige dieser Fälle, doch wir möchten dich an Ackerland erinnern, einen übelst korrekten Typen, der sich in euren Augen das unfassbare Recht herausnahm, gegen Scientology zu demonstrieren und deshalb kriminell sein musste. Außerdem BigBigCool, der die offenbare Verbindung von den Kumquats-Handpuppen zu Scientology auf einem Flyer veröffentlichte und dafür von Scientology auf mehrere tausend Euro verklagt und verurteilt wurde.

Dann kam der Dezember 2012 und wir fanden eure schicken Flyer, in denen vier Berliner Anons „gedoxxt“ (den Begriff kennst du bestimmt) wurden. Naja, zumindest glaubt ihr das. Ihr glaubt ja schließlich auch, dass alle vier Anons auf dem Flyer noch aktiv sind. Aber darum geht es nicht, sondern es geht um die Anwendung der sogenannten Fair-Game-Richtlinie, die dein Guru L. Ron Hubbard erlassen hat. Sie wurde nicht annulliert, sondern Hubbard ließ lediglich die Benutzung des Wortes Fair Game nicht mehr zu, da dies einen schlechten Eindruck nach außen machte. Ihr richtetet euch also streng nach den Regeln Hubbards, indem ihr unsere Identitäten in eurem Flyer veröffentlichtet. Die Intention war laut des Flyers, uns einen Namen zu geben „in der Hoffnung, dass der vermeintliche ‚Mut‘ schwindet und die Übergriffe abflauen“. Weißt du, was wir glauben? Wir glauben, dass ihr diese Flyer herausgegeben habt, weil ihr Druck von oben bekommen habt. Weil euch gesagt wurde, dass ihr irgendetwas machen sollt, was unsere seit nunmehr mehr als fünf Jahren stattfindenden Demonstrationen stoppt. Ihr und möglicherweise Kopenhagen erhofftet euch, uns mit diesen Flyern den Wind aus den Segeln zu nehmen und uns einzuschüchtern.

Nun kommt deine Nachricht an den gutefrage.net-Benutzer XXX und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass OSA/ihr/du auf Informationssuche bist, um Material für neue Repressionen bzw. Flyer zu sammeln. Doch weißt du was? Wir werden dir den Gefallen nicht tun. Ganz im Gegenteil sagen wir dir: Wir lassen es nicht zu, dass ihr einzelne von uns herauspickt und diese einschüchtert. Wir sind ein Kollektiv, jeder steht hinter jedem und selbst falls ihr es schaffen solltet, Menschen aus Anonymous zu ekeln (dafür müsstet ihr wirklich scharfe Geschütze auffahren), werden dafür mehrere neue kommen. Hast du eigentlich eine Ahnung davon, wie große Wellen der Flyer geschlagen hat und wie viele neue Aktivisten bei uns deshalb mitmachen? Natürlich verdünnt sich mit der Zeit immer wieder alles und die Sensation flaut ab – aber glaubst du, dass es ein Zufall war, dass wir bei der Februardemo, unserem fünfjährigen Geburtstag, fast 70 Anonymousaktivisten waren? Selbst wenn man die aus anderen Orten kommenden Leute abzieht, waren wir viele. Wir werden dich und deine Gurkentruppe nicht zu neuen Flyern auffordern, müssen aber auch sagen, dass es im Aspekt der quantitativen Verstärkung durchaus hilfreich war. Ihr habt dem Feuer der anonymen Leidenschaft neuen Sauerstoff gegeben, als ihr versuchtet, es auszupusten.

Robin, eine Frage möchten wir dir stellen: Kannst du dir im für dich natürlich völlig unvorstellbaren Fall, dass wir doch gar nicht die kriminellen und von der Pharmaindustrie bezahlten Gangster sondern engagierte und eine unseres Erachtens gefährliche Organisation bekämpfende Menschen sind – kannst du dir bei Eintreten dieser Erkenntnis vorstellen, dies deinen Vorgesetzten und Mitscientologen gegenüber zu äußern? Kannst du dir vorstellen, zu Ingo zu gehen und zu sagen: „Ach, Ingo, weißt du: Eigentlich sind diese Anonymousleute gar nicht so schlecht. Mit ein paar Kritikpunkten, die sie vorbringen, stimme ich sogar überein.“ Ja? Nein, oder? Warum nicht? Gehört das nicht zu einer freien und unter der kommunikationsfördernden Maxime des Gründers stehenden („Communication is the universal solvent.“) Organisation bzw. „Religion“?

Wir haben rein gar nichts gegen dich persönlich, Robin. Wir haben auch nichts gegen Sabine, Ingo, Peter, Lisa, Joachim und fast alle anderen Scientologen. Es ist die Quelle des Übels namens Scientology (nämlich L. Ron Hubbard) und die aktuelle Führungsspitze, die uns ein Dorn im Auge ist und die bzw. deren Erzeugnisse wir bekämpfen. Wir würden dich und deine Mitscientologen niemals körperlich oder verbal angreifen. Verbale Entgleisungen sind natürlich möglich und wohl auch schon passiert, sind aber nicht Sinn und Zweck unseres Aktivismus‘ und lediglich auf die Beschränktheit der die beleidigenden Aussagen tätigenden Aktivisten zurückzuführen. Körperliche Angriffe fanden bisher ausschließlich von Scientologys Seite statt. Du kennst die Videos, das wissen wir.

Wichtig zu betonen ist, dass „wir“ in diesem Briefchen lediglich für den Teil der Berliner Anonymousaktivisten steht, die an der Verfassung dieses Briefchens mitgewirkt haben. Aber wie wir euch kennen, reißt ihr euch wieder einzelne Teile dieses Briefchens heraus, steckt sie so aneinander, dass sie völlig ursprungsfremd und bedrohlich klingen und bezieht das dann auf die „Mitglieder“ der „Anonymousorganisation“. Naja, viel Spaß dabei, aber beeindrucken könnt ihr uns damit nicht und auch sonst fällt niemand mehr auf euch herein. Merkte man ja erst vor kurzem an eurem kläglich gescheiterten Versuch, eine Werbeagentur zu finden.

Vielleicht könnt ihr euch ja mal etwas neues einfallen lassen und uns richtig Glut unter dem Hintern machen? So ein paar neue Leute bei den Demos wären schön.

Trotzdem ehrlich gemeinte freundliche Grüße
Anonymous Berlin </Antwort Anoynmous>

Qwert was sagste dazu??? Ich fände es eigentlich mal ganz toll, wenn ihr euren Weg auf eurer Brücke ins Nichts weiter fortsetzt und nicht immer irgendwelche Leute behelligt. Schon komisch was Scientology alles so handhaben will und muß. Es kann OSA doch einen „Scheiß“ interssieren, was andere Menschen denken und schreiben, wenn Scientology eine weiße Weste hätte.

Debbie Cook und eine Verurteilung in Frankreich

In diesem Blog werde ich mich mal nicht mit den Kindern beschäftigen, die in Scientology leben und aufwachsen müssen, aber dennoch sind diese Informationen auch positiv für sie.

Viel ist passiert in der letzten Zeit, zum einen hat sich eine hochrangige Scientologin, Debbie Cook, die der Sekte und Hubbard noch treu ergeben ist, sich mit einer Mail an 12 000 OTs (Operierende Thetane) gewandt. In dieser Mail hat sie die „Führungsspitze“ kritisiert. Sehr ungewöhnlich und mutig für eine noch in der Sekte praktizierende Scientologin. Die deutsche Übersetzung der Mail gibt es hier zu lesen.

Die Sekte verklagte nun Debbie Cook, der scientologische Geheimdienst (OSA)wurde auch aktiv, sie versuchten der scientologischen Welt glaubhaft zu machen, dass die Mail nicht von Debbie Cook kam, dann versuchten sie Debbie Cook als eine PTS darstehen zu lassen, in dem sie ihr vorwarfen sie hätte Kontakt zu Kritikern etc. Debbie Cook nahm sich jetzt einen Anwalt mal sehen, wie die ganze Sache ausgehen wird. Zumindest fängt in der Sekte kritisches Denken an, dies ist imo ein kleiner Lichtblick auch für die scientologischen Kinder.

Gestern freute ich mich riesig, dass ein Pariser Berufungsgericht die Verurteilung der Scientology Organisation wegen bandenmäßigen Betrugs bestätigt hat.  Die Frankfurter Rundschau schrieb hierzu:

Urteil gegen Scientology gefallen

Die umstrittene Scientology-Organisation ist in Frankreich wegen bandenmäßigen Betrugs zu insgesamt 600.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Ein Pariser Berufungsgericht bestätigte am Donnerstag eine entsprechende Entscheidung aus erster Instanz.

Paris –

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass sich zwei Unterorganisationen mit illegalen Mitteln bereichert hatten. Sie sollen unter anderem in den 90er Jahren eine Frau dazu verleitet haben, in kurzer Zeit mehr als 21.000 Euro für Bücher, Medikamente und Kurse zur Lebensbewältigung auszugeben.

Neben der Scientology-Organisation bestrafte das Gericht auch die Drahtzieher der Taten. Zwei Führungspersonen bekamen je eine zweijährige Haftstrafe auf Bewährung und müssen 30.000 Euro Geldstrafe zahlen.

„Das ist eine historische Entscheidung“, kommentierte Olivier Morice, der Anwalt der Anti-Sekten-Organisation Unadfi. Seiner Meinung nach ist das Urteil nur der Beginn eines Weges, der zum Verbot von Scientology führen könnte. Es ist das erste Mal, dass die Organisation in Frankreich wegen bandenmäßigen Betrugs verurteilt wird.

Scientology-Verbot gefordert

Die Staatsanwaltschaft hatte in dem Ursprungsverfahren zunächst ein Verbot von Scientology gefordert. Wenig später wurde allerdings bekannt, dass eine solche Strafe in einem Betrugsfall gar nicht mehr möglich ist. Ein entsprechendes Gesetz war kurz vor Beginn des ersten Prozesses im Jahr 2009 geändert worden.

Scientology wurde 1954 von dem Science-Fiction-Autor L. Ron Hubbard in den USA gegründet. Die Organisation hat ihre Zentrale in Los Angeles und bezeichnet sich selbst als Kirche.Die Bundesregierung sieht Scientology dagegen nicht als Religionsgemeinschaft an. Nach Einschätzung des Verfassungsschutzes enthält die scientologische Programmatik „zahlreiche tatsächliche Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen und für das Ziel der Errichtung einer totalitären Staatsordnung und einer Willkürherrschaft.“ (dpa)

Viel ist passiert in der letzten Zeit und ich finde es schön dabei zuzuschauen, wie dieser Kult langsam aber beständig in seine Schranken verwiesen wird und vielleicht wird er irgendwann ganz verschwinden.

Scientology bedroht Wilfried Handl und Demo in Wien am 21. Januar 2012

Wilfried Handl, ein Ex -Scientologe und Kritiker schrieb am 11. Januar auf seinem Blog folgendes:

Dass Scientology nicht sehr erfreut sein würde, wenn ich die geheimen OT-Stufen und die OSA-Aufmarschpläne in’s Netz stellen werde, war mir schon klar, daher kamen die Internet-DDos-Attacken im Dezember fast erwartungsgemäß. In den letzten Tagen wird der Ton aber rauer und zielt direkt auf meine Person ab – teilweise möchte man mich scheinbar einschüchtern und andererseits nur wüst beschimpfen.
Ein „Tex Ziegler“ versuchte zuerst mich zuerst per Email zu provozieren und nachdem ich den Mailverkehr eingestellt hatte, kam folgendes Mail: „Hallo,da bin ich wieder. Dein Schweigen hat mich ermuntert. Bist Du am 14. in Berlin zur Demo oder am 21. in Wien? Ich würde mich freuen mich mit meinen Anon-Gegner Freunden Dich persönlich zu treffen. Schau, daß Du nicht allzu schwachbrüstige Jungs dabei hast. Es könnte wirklich herb werden. Wie kann man sich nur so viel Gegner schaffen wie Du. Und das sind nicht mal Scientologen. Ganz normale Jungs, die was dagegen haben wenn einer soviel Schwachsinn verzapft wie Du. Also, wir werden uns treffen. Ich werde Dich erkennen. Du mich nicht. Bis bald. Und zeige Dich auch.“

Gestern tauchte dann “Reverend Willi” auf. Seinen vollen Namen gab er mit Wilhelm Hufeisen und seine Emailadresse mit aquapul@…. an. Es gibt in Scientology einen Ober-Scientologen mit dem Namen Wilhelm Mohorn, Besitzer der Aquapol-Mauertrockenlegung und zumindest Geschäftsfreund von Jürgen Fliege – ob er Verfasser dieser Zeilen war, kann ich nicht sagen. Sowohl Tex als auch Reverend Willi verwendeten Gratis-Emailadressen, die sich jeder einrichten kann, und ihre Namen sind wahrscheinlich auch erfunden.
Hier das angesprochenen Posting von Reverend Willi – er hatte es sicherheitshalber gleich neunmal gepostet: “Wiggal, So nannten wir Dich damals,- Du kannst Dich daran erinnern. Kannst Du dich auch erinnern, dass ich mit Dir die komplette Testserie gemacht habe?
Wahrscheinlich wird jetzt Dein Kopf zu glühen beginnen! Das Ergebnis Deines IQ-Tests war ja wirklich NIEDERSCHMETTERND ! = 101
Der Schimpanse hat im Durchschnitt 83. Also vergiss es über andere zu schreiben!
Auf gut wienerisch: “Oida geh scheißn!” (I was jo, Du bist Hoggnstaad)
Gruß und Kuss, Willi”

Zur Erklärung: Wiggerl war mein Spitzname in Jugendtagen, mit „Oida“ ist Alter gemeint, mit „hoggnstaad“ meint der Reverend arbeitslos und seine Postings landeten im Papierkorb.

Heute legte der Reverend nach und postete diesmal nur einmal, dafür knapp und bündig: „Wiggal, Du bist ein Arschloch!“

Was das jetzt bedeutet? Scheinbar liegen die Nerven in der Scientologywelt ziemlich blank, was mich aber nicht davon abhalten wird, weiter gegen diesen „Glauben“ vorzugehen – die Mails und Postings habe ich an die einschlägigen Behörden weitergeleitet.
Dass es nicht ganz ungefährlich ist, mit dem Thema Scientology umzugehen, habe ich von Haus aus gewusst – ich seh’s optimistisch: vielleicht kommt derart Bewegung in die Angelegenheit, an dessen Ende das Gebäude Scientology einstürzt. Wäre doch nett – oder?
Die Attacken der Scientologen lasse ich derweil unter dem Namen Operation Reverend Willi laufen und achte verstärkt, wer mir so auf der Straße begegnet – die nächste Anti-Scientology-Demo in Wien (21. Jänner 2012) wird auf jeden Fall interessant … ;-)

Ich hoffe, dass viele Menschen am 21. Januar auf dem von der OSA so gefürchteten Raid von Anonymous gehen um diese und Wilfried Handl bei ihrem Protest in Wien zu unterstützen.

und zwar in 1060 Wien, Ecke Mariahilferstraße/Neubaugasse/Amerlingstraße

von 14.00 Uhr – 17.00 Uhr.

Um Maskierung des Gesichtes (zum eigenen Schutz) egal in welcher Art wird gebeten.