Nachruf

Am Todestag des Scientologyerfinders und Sciencefictionautors Lafayette Ronald Hubbard ist es Zeit für einen Nachruf der besonderen Art. Wobei ein Nachruf in seinem Falle etwas übertrieben wäre, denn immerhin schwebt Elron ja noch durch ferne Galaxien und andere Zeiten.

Dort scheint es ihm so gut zu gefallen, dass er alle Büros, die weltweit für ihn in den Vereinshäusern der Scientologyorganisation bereitstehen oder gar eine Unterhaltung mit seinem Verwalter David Miscavige auf Teegeeack verschmäht. Auch frage ich mich schon seit langem, warum er seine Jünger im Stich läßt und nicht weiterhin für eine Expansion Scientologys sorgt? Immerhin ist sein Verwalter dazu nicht wirklich in der Lage, die Mitgliederzahlen fallen ständig, Orgs und Zentren werden geschlossen, wie zuletzt in Budapest. Warum ist Lafayette, denn überhaut gestorben, wenn ihm Scientology so wichtig ist? Expandiert er auf anderen Planeten oder gar Galaxien? Von den Toten auferstehen konnte er doch.

Hubbard schildert seinen eigenen angeblichen Tod:
„Ich starb einmal im Verlauf einer Operation in den dreißiger Jahren, verließ den Körper und befand mich über der Straße und tat mir selbst leid. Ich beschloß, daß sie mir dies nicht antun könnten – das Herz des Körpers hatte zu schlagen aufgehört -, und ich ging zurück und packte mir den Körper durch die Mechanismen im Kopf, die den Herzschlag eines Körpers wieder in Gang setzen. Ich brachte sie einfach unter meine Kontrolle, sagte dann: „Na, komm schon“ und brachte den Körper ins Leben zurück“ (Haben Sie vor diesem Leben gelebt? S. 45). http://www.Ingo-Heinemann.de/Thetan-Story.htm 

Wobei South Park eine andere Theorie hierzu hat, seine Reinkarnation läuft schon in den USA herum… http://www.southpark.de/clips/104274/was-scientologen-tats%C3%A4chlich-glauben Wer die Xenu – Strory auch noch lesen möchte, hier geht dies zum Beispiel.

In diesem Sinne, soll Ronny sich mal schön weiter um wichtigere Dinge bei der intergalaktischen Föderation kümmern als um die armen Thetane auf Teegeeack.

Ist jeder Scientologe ein Gott?

Diese Frage beschäftigt mich schon seit ein paar Monaten und ist zugegebener Weise etwas provokant.

Schaut man sich andere Sekten und Kulte an, so glauben die Anhänger meist an eine höhere Kraft, ein oder mehrere höhere, übernatürliche Wessen. Nennen wir sie einfach mal Gott.

Aber woran glaubt ein Scientologe, was bestrebt ihn und für wen will er die Welt „klären“, welchen Glaubenshintergrund gibt es? Hierzu stellte ich auch meine Frage im schlechten Englisch auf dem Ex Scientologist Messageboard. Mich interessierte einfach, wie es die anderen Ex Scientologen sehen. http://www.forum.exscn.net/showthread.php?33405-Is-every-Scientologist-a-God

Während meiner langen Überlegungen, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ein Scientologe dazu bestrebt ist ein nahezu perfektes Wessen zu werden. Hierfür müht er sich auf der Brücke ab und bezahlt dafür auch noch eine Menge Geld. Ein Scientologe möchte gottgleich werden. Er möchte zum Beispiel unabhängig von Zeit und Raum agieren. Zu einer Art von Superman werden. Hier an diesem Punkt ähnelt Scientology, wieder anderen Kulten, die oftmals auch ein Übermenschglauben haben und somit Anhänger binden. Was verlieren  Anhänger denn, wenn sie ihre Gruppe verlassen einen gottgleichen Status oder den Status seinem Gott, meist nach dem Ableben, ganz nahe sein zu dürfen.

Aber sind Scientologen und somit auch die Operierenden Thetanen, denn nun tatsächlich Götter. Für uns Außenstehende nicht, denn sie sind nicht besser in ihren Fähigkeiten als nicht Scientologen. In ihrer Einbildung, die durch die Abhängigkeit zur Gruppe entsteht, natürlich schon. Scientologen werden gefeiert, wenn sie auf der Brücke weiter fortschreiten. Wenn ein Scientologe einem OT begegnet oder gar einem OT VIII (die im Moment am höchsten zu erreichende Stufe), denn erscheint dieser dem Scientologen gottgleich, eben weil es ihm indoktriniert wurde. Bei einem Ausstieg, fällt dieser imaginäre Gott Status weg. Plöztlich ist dieser ehemalige Gott wieder ein ganz normaler Mensch, wird sogar zum Feind deklariert. Er verliert alles nicht nur den Gottstatus, sondern auch Freunde oder gar Familie. Ich denke auch dies macht einen Ausstieg so schwierig und viele Anhänger der Scientologyorganisation „verlieren“ sich in den Gruppen, die immer noch Scientology betreiben, aber nicht mehr der Organisation angehören.

Hubbard selber sagt hierzu:

You are your own God. It’s so simple. You can’t walk around all over the place trying to „find Christ“ or „put Christ in your heart“ or some such thing as that, because as far as you’re concerned, you’re – when you got to a straight up 7, you’d be it – you’d be Christ. Do you get the idea? — L. Ron Hubbard, Lecture 14 October 1953: Inverted Dynamics

Every man there is, is a universe. You talk about God: The most you will know about God for probably a long time to come is you. If you want to know what God is all about, or if you want to know what you’re all about, you want to know what the fourth dynamic is all about, you consult the essential elements of „you-ness.“

— L. Ron Hubbard, Lecture 10 November 1952: Introduction: The Q List And Beginning of Logics

http://www.forum.exscn.net/showthread.php?33405-Is-every-Scientologist-a-God&p=856882&viewfull=1#post856882

Auch Hubbard spielte mit diesem Gottgedanken und brachte ihn in seinen Kult unter. Hubbard wußte immer, was er tat und er wußte auch ganz genau, wie er Menschen an sich bindet. Nämlich indem er ihnen versprach ihr eigener Gott zu werden. Dies ähnelt schon einer „narzisstischen Störung“, die er seinen Scientologen anerziehen möchte. Die totale Abhängigkeit an sein Kultsystem mit dem Hintergrund Geld für sich zu scheffeln.

Aber letztendlich ist ein Scientologe kein Gott, er ist nur ein armer Mensch, der glaubt das richtige zu tun, der daran arbeitet etwas Besonderes zu sein oder zu werden. Er hat vergessen, dass jeder Mensch für sich schon etwas besonderes ist, jeder auf seine Art und Weise. Er hat vergessen einfach nur zu leben.

Liebe Scientologen, ihr könnt auch ohne diesen ganzen Schmarn an Tech euer eigener Gott werden, denn dies seid ihr schon, ihr seid etwas Besonderes, nämlich ein Mensch. Legt einfach mal die Füße hoch, entspannt euch und genießt den Tag.  🙂

fuss

Teil 1: Scientologys Onlinekurs Kinder

Seit einiger Zeit geistern die Scientologyonlinekurse durch das Netz und um meinen Lesern jegliche eigene Neugiersbefriedigung zu ersparen 😉 ,werde ich nach und nach Teile des Scientology Onlinekurs „Kinder“ auf meinem Blog veröffentlichen.

Ich rate niemanden sich bei diesem Kurs einzuschreiben, Scientology ist gefährlich, hat ja bekannterweise einen eigenen Geheimdienst (OSA)… Sie haben dann die IP (damit den Wohnort oder die Nähe) und womöglich die Mailadresse und sie lassen nicht locker, schicken ohne Ende bedrängende Mails, dass man den Kurs doch fortsetzen soll usw. Auch sind nach meiner Einschätzung der Kurs oder die Kurse recht manipulativ.

Fangen wir heute mal mit der Einschreibung zum Kurs an, wie wissenschaftlich sich das anhört „Einschreibung“, muss man sonst auch an der Uni machen. 😉

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Oben auf der Seite läuft ein „nettes“ Filmchen, mit völlig überforderten Eltern, unglücklichen Kindern und Jugendlichen, die dann die Lehren von Scientology anwenden und alle sind wieder glücklich. Besonders interessant fand ich dieses Bild in dem Film. Ein Kind in der Hundehütte, weil

„Kinder sind nicht Hunde. Sie können nicht wie Hunde dressiert werden. Sie sind nicht kontrollierbare Dinge. Sie sind, lassen Sie uns diesen Punkt nicht übersehen, Männer und Frauen. Ein Kind ist nicht eine spezielle Tierart, die sich vom Menschen unterscheidet. Ein Kind ist ein Mann oder eine Frau, der bzw. die nicht voll ausgewachsen ist. Jedes Gesetz, das auf das Verhalten von Männern und Frauen zutrifft gilt auch für Kinder.“(New Era Publications, Kinder: ein Auszug aus dem Scientology-Handbuch, Kopenhagen, 1994, S. )

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Dies nimmt Scientology wörtlich. Kinder sind kleine Erwachsene, sie sind gleich zu behandeln wie diese, was zum Beispiel auch die Kinderarbeit betrifft. …und mal ganz ehrlich, denken sie, Kinder fühlen sich wie Hunde, wenn sie nicht Scientology anwenden. 😉

Bei der Einschreibung verlangt dann Scientology ein paar Daten, den Namen, die Mail Adresse und den Wohnort. Gibt man hier richtige Namen an, zusammen mit der IP hat Scientology alle Informationen, die Scientology braucht um sie zu kontaktieren auch außerhalb des Internets.

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Leider funktionierte das Einloggen mit dieser Mail – Adresse nicht. 😉 Auch ganz praktisch für Scientology, man kann sich auch über soziale Netzwerke einloggen, dann hat Scientology alles was Scientology braucht. Sie sitzen dann praktisch schon in unserem virtuellem Wohnzimmer.

Nach dem Einloggen folgt dann eine kurze Erklärung zum Kurs und eine kleine Erläuterung zur scientologischen StudyTech…

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…und bei meinem nächsten Blog beginnen wir dann den Kurs. 😉

2. Teil

„Die X – Women“ Scientology entkommen!

Heute empfehle ich mal einen anderen Blog, der sich auch u.a. im Englischen mit der psychischen Misshandlung von Kindern in Scientology beschäftigt, geschrieben und betrieben von Ex Scientologinnen, die vielleicht auch noch mal einen anderen Blick oder eine andere Sichtweise auf Scientology aufzeigen können.

http://xscientologywomen.com/

…und eine dreistündige Radiosendung, in der sich ebfalls viele Ex – Scientologinnen zu Wort melden… „Die X – Women, Scientology entkommen“, ebenfalls auf Englisch:

http://www.blogtalkradio.com/god-discussion/2013/01/05/the-x-women-escapes-from-scientology

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Programmhinweis: Reportage „Scientology – Jagd auf Austeiger“

Am 11.12.2012 zeigt n- tv um 16.05 Uhr zum ersten Mal die Reportage „Scientology – Jagd auf Aussteiger“. Es folgen noch weitere Wiederholungen auf n-tv. Die anderen Sendetermine sind unten auf dieser Seite  zu finden.

Ich bin sehr gespannt auf diese Reportage, da ich am eigenen Leib erfahren durfte, wie die „Fair Game Policy“ Scientologys „arbeitet“ und ich freue mich darüber, dass deren kriminellen Machenschaften immer mehr an die Öffentlichkeit gelangen und aufgedeckt werden.

Anschauen lohnt sich sicherlich und zwar an folgenden Terminen…

Quelle: Anonymous, Facebook

Quelle: Anonymous Berlin, Facebook