Neue Seite: http://www.destruktive-gruppen-erkennen.com/

Vor ein paar Tagen bekam ich eine Mail, von einem „Wiener Mann“, der mich fragte, ob das Verlinken meines Blogs auf seiner Seite in Ordnung sei. Ich schaute mir die damals noch unfertige Seite an und sprach u.a. mit einem guten Anonymous Freund über diese Seite. Er sagte mir, aus dieser Seite könnte etwas werden, schau dir mal das Thema Phobien an, dass ist doch etwas für dich.

…und was soll ich sagen, aus dieser Seite ist etwas geworden, nach meiner Einschätzung etwas verdammt Gutes. Zum einen die wirklich einfühlsame und traurige Liebesgeschichte von dem Seitenbetreiber Markus zu einer Scientologin, die leider nach einem Jahr an den Denkstrukturen der Sekte zerbrach und zum anderen ein wunderbarer Teil mit theoretischem Hintergrundwissen über „deskrutive Gruppen“.

„Auch wenn ich all das durchgemacht habe, was ich durchgemacht habe, bereue ich die Schwierigkeiten nicht, in die ich mich begeben habe – weil sie es waren, die mich hierher brachten. Wenn ich durch meine Webseite, nur eine einzige Person vor den Fängen einer destruktiven Gruppe beschützen kann, nur eine einzige Familie vor dem Zerbrechen bewahren kann, dann ist das Belohnung genug für mich.Meine Hoffnung ist, dass all diese Informationen Verstehen schaffen, wie übermäßiger sozialer Einfluss funktioniert. Im Besonderen, wie Menschen kontrolliert werden können und wie destruktive Gruppen arbeiten. Die Erfahrung hat mir gezeigt, welche Misere und welches Leid sie verursachen. Noch wichtiger ist es, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um Familienmitglieder und anderen Menschen in ähnlichen Situationen zu helfen.“
Markus E.

Markus, vielen lieben Dank für das veröffentlichen deiner „Scientology – Geschichte“ 🙂 Genau, die gleiche Hoffnung habe ich mit meinem Blog. …und wie die Anons sagen „This is why!“

Bild: http://anonberlin.de/forum/showthread.php?tid=1036

Bild: http://www.anonberlin.de/forum/showthread.php?tid=992&pid=5640#pid5640

Reportage: „Die Sektenkinder“

Gestern Abend lief im WDR „Hautnah“ eine Reportage über die Sekte „Weltdiener“. Diese Sekte steckt noch in ihren „Anfangsschuhen“ und hat bedingt erlaubt, dass ein Reporter Team des WDR den Alltag der Sektenkinder filmen durfte. Natürlich nur mit dem Einverständnis und der Kontrolle ihres Gurus.

http://www.wdr.de/tv/menschenhautnah/sendungsbeitraege/2012/1025/sektenkinder.jsp

Erschreckend ist, dass es, wie in jeder Sekte, Parallelen zu der Kindererziehung in Scientology gibt.

Auch für diese Sekte sind „Kinder kleine Erwachsene“, die auch genauso behandelt werden und z.B. das gleiche vom Guru geforderte Arbeitspensum erledigen müssen, wie die Erwachsenen. Der einzige Unterschied, zu den scientologischen „Cadet (Sea) Org Kindern“ besteht in der Art und Weise der Arbeit. Sektenkinder haben keine oder kaum Freizeit, müssen auf vieles Verzichten, was „normale“ Kinder haben, nämlich eine Kindheit. Auch stehen sie häufig unter Stress und Schlafmangel. Nur um ein vermeindliches späteres „Seelenheil“ zu erlangen. Bei Scientology sind es die von Hubbard erfundenen operierenden Thetane, der Guru der „Weltdiener“ hat irgendeinen anderen „Blödsinn“ erfunden.

Die Eltern sind den Lehren ihres Gurus hörig, sie haben kein Verständnis und keine Zeit mehr für ihre Kinder. Nur ihr Seelenheil und die Erweckung der Welt steht im Vordergrund. Alles andere ist nebensächlich.

Bewußt hält der Guru, genauso wie bei Scientology, dass Selbstbewußtsein der Kinder gering und er spielt mit ihrer Angst. Mit der Angst, dass sie, wenn sie nicht so funktionieren, wie es die Sekte oder Guru will von ihren Eltern getrennt werden, als „böse“ abgestempelt werden. Bei Scientology als PTS oder SP. Auch die Außenwelt wird als böse und gefährlich abgestempelt. Kritiker und kritische Famlienangehörigen gehören ebenfalls zur gefährlichen Außenwelt.

Die Kinder müssen ihrem Meister unbedingt und bedingungslos gehorchen, da bleibt kein Raum für kritisches Denken.

Sollten die Kinder die Sekte verlassen würde schlimmes mit ihnen geschehen, wird ihnen erzählt und sie würden tatsächlich komplett von ihrer Familie getrennt, auch dies ist eine Parallele zu Scientology und anderen Sekten.

Sicherlich finden sich noch mehr Gemeinsamkeiten. Die Kontroll- und „Arbeitsfunktionen“ einer Sekte funktionieren überall recht ähnlich. Auch die Manipulationen der Kinder, wie es z.B. Siegfried Hamm (der mir in einer Mail schrieb, dass er aus heutiger Sicht noch drastische Folgen beschreiben würde) oder aber wie Kurt- Helmuth Eimuth beschrieb.

Letztendlich ist die Frage, inwieweit das Recht der Eltern geht. Haben die Eltern das Recht ihre Kinder auf Grund ihres „Glaubens“ psychisch zu missbrauchen oder sogar ihr Leben zu gefährden, haben sie wirklich das Recht hierzu? Haben sie ein Recht dazu, ihre Kinder an eine Sekte  zu verkaufen?

Meine Einschätzung ist, dass Eltern kein Recht dazu haben. Für mich ist dies eindeutig ein psychischer Kindesmmisbrauch und eine Kindeswohlgefährdung liegt vor.

Die Sekteneltern sind genauso abhängig, wie Menschen, die Drogen nehmen. Sie können nicht mehr für sich vernünftig sorgen und erst recht nicht für ihre Kinder. Sie brauchen dringend Unterstützung vom Jugendamt und wenn sie nicht freiwillig mitarbeiten, muss dies halt Zwangsweise von einem Gericht durchgesetzt werden. Dabei muss dem Gericht klar sein, dass es hierbei nicht mehr um Religionsfreiheit geht. Gerade solche Kulte sind keine Religion und Eltern müssen sich hier zwischen der Sekte und dem Wohl ihrer Kinder entscheiden. So wie sich Drogenabhängige ebenfalls entscheiden müssen.

Ich hoffe, dass die Behörden nun bei den „Weltdienern“ tätig werden. Sie haben schon viel zu lange zugesehen und ich denke, dass bei diesen Kindern schon schwere psychische Störungen vorliegen.

Edit: Mittlerweile hat sich eine FB – Gruppe gebildet. http://www.facebook.com/Sektenkinder

Reportage „Tod einer Scientologin“

Gestern zeigte der NDR eine Reportage über den mysteriösen Tod der ranghohen Scientologin Biggi Reichert.

Wer die gut recherchierte Reportage von Markus Thöss verpasst hat, kann sie sich auf der Internetseite des NDR ansehen.

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama_die_reporter/scientology129.html

In der Berliner Zeitung schrieben Frank Nordhausen und Markus Thöss einen Artikel über Biggi Reicherts Tod und ihr trauriges Leben als Scientologin.

http://www.berliner-zeitung.de/panorama/scientology-tod-einer-scientologin,10808334,16884814.html

Programmhinweis Panorama „Tod einer Scientologin“

Ein „kleiner“ Programmhinweis.

Am Dienstag, den  14. August 2012 von 21:15 bis 21:45 Uhr läuft auf NDR, Panorama eine Reportage zum Thema „Tod einer Scientologin“.

Es geht bei der Reportage um den Suizid einer ranghohen Scientologin, einer OT VII… Ihr Name war Biggi Reichert.

Die Wiederholung ist am 18.08.2012 um 02:00 Uhr.

http://www.ndr.de/fernsehen/epg/epg1157_sid-1219648.html

Der Trailer:

Hier der Link zur vollständigen ausgestrahlten Reportage:

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama_die_reporter/scientology129.html

Xemu oder Xenu?

Dieser Blogartikel von Wilfried Handl versüßte meinen Morgen… Der Gegenspieler von Scientology, von den armen Thetanen, ist ja bekannterweise Weise Lord Xenu, wer die Geschichte nicht kennt, findet sie auf Wikipedia. An die Scientologen gewandt, ihr werdet nicht an einer Lungenentzündung sterben, wenn ihr die Xenu Geschichte unter OTIII lest…. 😉
Nun zu etwas, was auch mir bis heute unbekannt war. In den 60er Jahren vertrieb sich L. Ron Hubbard seine Zeit mit der Lektüre von Science Fiction Comics, dort fand er einen „bösen“ Ministerpräsidenten mit Namen Xemu… In seinem „Scientology“ – Werken erschien nun der „böse“ intergalaktische Lord Xenu….

Hier der link zu Wilfried Handls Blog mit der genaueren Ausführung…

http://bloggegenscientology.wordpress.com/2012/08/05/womit-sich-l-ron-hubbard-in-den-60er-jahren-wirklich-den-tag-vertrieb-er-las-marvel-comics-und

Na, und hier der Videobeweis, dass die Xenu Story tatsächlich existiert… erzählt mit Hubbards eigenen Worten, mit der Hilfe von Southpark und für nichtig erklärt vom Scientology Pressesprecher Tommy Davis. 😉

Wochenrückblick

In der letzten Zeit ist wieder viel passiert, so dass ich Probleme habe meinen Blog auf den neuesten Stand zu halten, aber ich versuche mein Bestes zu geben. 🙂

Mittlerweile sind die letzten Stunden von Alexander Jentzsch ein wenig ersichtlicher geworden. Die Polizei in LA hat die Ermittlungen aufgenommen, die Schwiegereltern von Alexander haben sich eine Rechtsanwältin genommen. Diese Anwältin soll schon seit Jahren auf der Gehaltsliste von Scientology stehen.

Warum die Schwiegerletern nun eine Rechtsanwältin haben, die Scientology sehr nahe steht, darüber kann ich nur spekulieren. Jedoch gibt es einen bisherigen Zeitplan über die letzten Stunden von Alexander Jentzsch und die Schwiegereltern spielen dort eine große Rolle, die ebenfalls Raum für Spekulationen offen läßt.

  • 2. Juli 2012 09:00 Uhr Die Schwiegereltern von Alexander sehen ihn  schlafend im Bett
  • 2. Juli 2012 19:00 Uhr Alexander hat sich nicht bewegt, er wurde aber nicht von den Schwiegereltern untersucht
  • 3. Juli am Morgen: Der Schwiegervater von Alexander untersuchte ihn, Alexander reagierte nicht. Er brachte ein Kind zur Schule, kam zurück und hat dann den Notruf betätigt.

Die „Huff Post“ berichtet genauer über diesen Sachverhalt. Auch hat sie mit der Polizei geredet und dort nachgefragt.

Mittlerweile versucht OSA den Ruf von Karen de la Carriere (die Mutter von Alexander) zu zerstören in dem sie Black PR betreibt und z.B. an alle Medien einen „Rufmordbrief“ verschickt. Dieser Brief ist hier zu finden. Wen es interessiert, Karen schreibt dort persönlich, die aktuellsten Informationen gibt es dort.

Dann hat es leider noch eine Tote in der letzten Woche gegeben. Eine junge Frau wurde tot in einer Narconon Einrichtung in Kanada gefunden. Narconon ist die scientologische Tarnorganisation, die sich um den Drogenentzug in ganz unprofessioneller Weise kümmmert. Im Prinzip, wird die scientologische Technik dort angewendet es wird dort mit Sauna – Schwitzkuren und einer hohen Vergabe von Vitaminen versucht die Probleme der Drogenabhängigen zu lösen. Dies geschieht alles völlig unproffesionell und ohne ärztliche Unterstützung. Diese „Therapie“, ich möchte es gar nicht so nennen, wird von Laien durchgeführt. In Deutschland gibt es keine Narconon – Einrichtung, vor kurzem wurde eine Einrichtung in Kanada von den Behörden geschlossen.

Bei der Toten handelt es sich um Stacy Dawn Murphy, sie wurde nur 20 Jahre alt. 4 Menschen sind im letzten Jahr in dieser Einrichtung gestorben. Endlich ermitteln dort die Behörden.  http://mcalesternews.com/local/x941537118/Another-death-at-Narconon-Arrowhead

RIP Stacy

Etwas positives gibt es zu berichten einer jungen Frau gelang mit Hilfe des Sheriffs die Flucht aus dieser Narconon Einrichtung.

…und „Die Welt“ stellt sich die Frage, ob Tom Cruise nun dazu beiträgt, dass Scientology zerstört wird.http://www.welt.de/kultur/article108336713/Aufstieg-und-Fall-eines-spirituellen-Posterboys.html 

Nebenbei bemerkt, der Kommentar der OSA Mitarbeiterin Sabine W. auf diesen Welt Artikel sollte dort auch gelesen werden, alleine nur um zu schmunzeln 😉 :

„Wir wissen ja, dass Familie Springer in der Evangelischen Kirche ihre Heimat hat. Daher verwundert diese „Schreibe“ kaum. Seit etwa 10 Jahren hat man in Sachen Scientology nochmals die Strategie geändert und ist verzweifelt bemüht, sie in die vermeintliche Krise zu schreiben. Währenddessen wird ein neues Kirchengebäude nach dem andere eröffnet, allein im letzten Monat gab es drei Einweihungen. Bei allen sprach der jeweilige Bürgermeister zur Begrüßung. In Deutschland erstrahlte nach Berlin die Scientology Kirche Hamburg in neuem Glanz. Lasen Sie etwas darüber? Natürlich nicht. Gerade im Moment laufen bei den Scientologen die Vorbereitungen für einen eigenen Fernseh- und Radio-Sender, wie schon in der Süddeutschen Zeitung zu lesen war. Da kann man nur sagen: „Träumen Sie weiter!““

Ein Anonymous meinte hier zu, ob der Sabine W. schon mal jemand gesagt hat, dass leere Gebäude vor allem leer sind. Da ich mir sicher bin, dass der scientologische Geheimdienst auch meinen Blog liest, hoffe ich, dass dieser mal darüber nachdenkt, warum diese Gebäude denn leer sind.

Ich hoffe wirklich, dass ich nun erstmal genug über kürzlich verstorbene Scientologen geschrieben habe und dass viele auf Grund dieser Ereignisse sich nun doch überlegen aus Scientology auszusteigen. Hilfe gibt es genug. Auch mich kann man anschreiben. Ich weiß zumindest, wo und wie man Hilfe bekommt. Anschreiben ist auch immer anonym möglich, bei mir muss man keinen Namen nennen. 🙂

Gedenkfeier für Alexander Jentzsch

Irgendwie hat mich der plötzliche Tod von Alexander Jentzsch in den letzten Tagen sehr beschäftigt und mich begleitet. Ich habe mir die Frage gestellt, ob er ohne Scientology noch leben würde. Ich denke, dies wäre so, denn zumindest hätte er die richtige medizinische Hilfe bekommen.

Die Mutter von Alexander Jentzsch, Karen de la Carriere, hat gestern für ihren verstorbenen Sohn, eine Gedenkfeier abgehalten. Alexander ist der Sohn vom Scientology Präsidenten Heber Jentzsch. Er ist in Scientology aufgewachsen.  Karen de la Carriere wurde der Zutritt zur offizielen Gedenkfeier, die von der Scientology Organisation ausgerichtet wurde verwehrt, weil sie sich öffentlich gegen die Scientology Organisation und deren Verbrechen geäußert hat. Sie wurde vor 2 Jahren von der Scientology Organisation zu einer „Unterdrückerischen Person“ (Suppressive Person) SP erklärt. Einer SP werden alle Menschenrechte entzogen.

Auch durfte sie nicht von ihrem toten Sohn Abschied nehmen oder seine Asche beerdigen. Von seinem Tod erfuhr sie über Facebook. Meine Gedanken sind bei dieser starken Frau… und eigentlich müsste sich jeder Scientologe dafür schämen, was dieser Mutter angetan wurde.

Video erstellt von Mark Bunker, Xenu Tv.

https://kindseininscientology.wordpress.com/2012/07/10/warum-muste-alexander-jentzsch-sterben/