Verfassungsschutz warnt vor Online – Kursen

Der Verfassungsschutz in Hamburg warnt vor den Online Kursen der Scientology – Organsiation. Ich kann diese Warnung nur unterstützen. Ich habe vor Kurzem selber, um zu schauen, wie es funktioniert und unter einem anderen Namen, den „Online Kurs Ehe“ gemacht. Dieser Kurs ist darauf ausgelegt, die Scientology Kunstsprache zu lernen und sich mit dem Gedankenkonstrukt der hubbardschen Ideologie auseinanderzusetzen. In einer Phase des Kursus brachte ich gezielt Kritik an, diese wurde in scientologischer Weise gehandhabt. In dem ich gefragt wurde, was mir persönlicher dieser Kurs gebracht hat und mit dem Hubbard Zitat: „Wahr ist, was für dich wahr ist.“ Hiermit sollte ich wieder, wie es die Scientologen nennen, auf Linie gebracht werden. Dieses Verhalten ist auch nicht weiter verwunderlich. Auch bekomme ich nun viele Mails, die mich dazu auffordern, meinen Kurs fortzusetzen. Den habe ich beendet, als ich schreiben musste, was mir dieser Kurs gebracht hat. Dies ging mir dann doch zu weit. Hierbei handelt es sich um einen in Scientology üblichen Erfolgsbericht, der immer am Ende eines erfolgten Kurses geschrieben werden muss.

Nach meiner Einschätzung, wurde ganz gezielt darauf hingearbeitet, zum einen die scientologische Denkweise zu übernehmen, die scientologische Sprache und das Umfeld zu beeinflussen. Eine Aufgabe war, dass ich mir in meinem Umfeld Menschen mit Eheproblemen suchen sollte und mit ihnen, die in dem Kurs erlernten Strategien besprechen und nach Möglichkeit durchführen sollte. Ich hatte mich zunächst verweigert und weitere Kritik einfließen lassen, aber wurde immer wieder darauf hingewiesen dies zu tun. Letztendlich hatte ich mir einen Fall ausgedacht, weil ich ja schauen wollte, wie der Online Kurs funktioniert. Auch versucht Scientology hier die Ruinpunkte des Einzelnen, dh seine Schwachstellen, herauszufinden.

Die Kurse werden von den scientologischen Volunteer Ministers, den ehrenamtlichen Geistlichen angeboten. Teilweise kamen die Anweisungen über „google translate“, als ich mich darüber beschwert habe, bekam ich einen deutschen „Fallüberwacher“ (Kursleiter). Dieser jedoch, schien sehr beschäftigt und nicht immer greifbar gewesen zu sein, denn es dauerte immer recht lange, bis er antwortete. 😉 Ich rate niemanden diesen Kurs zu machen (auch nicht zum Spaß), denn er ist sehr manipulativ und wenn man die Scientologen nicht kennt, kann man leicht in die Falle tappen. Also Finger weg.

Zum Weiterlesen: http://www.hamburg.de/innenbehoerde/nofl/3333782/2012-03-14-bis-pm-lfv-scientology.html

„Scientology greift nach den Schulen“

Die nw-news.de berichteten, dass Scientology ihr Buch, „Der Weg zum Glücklichsein“ an Schulen verteilt. http://www.nw-news.de/top_news/6164831_Scientology_greift_nach_den_Schulen.html

Bielefeld. Die Scientology-Sekte versucht, an den Schulen Nordrhein-Westfalens Fuß zu fassen. Davor warnt die Beratungsstelle Sekten-Info NRW. Scientology wolle seine Broschüre „Der Weg zum Glücklichsein“ in alle Schulbibliotheken einschleusen, heißt es. „Sehr gefährlich“ nennt Sabine Riede, Geschäftsführerin des Büros, die Aktivitäten. Das Buch gehöre dort nicht hin.

Auch der Verfassungsschutz NRW warnt vor wachsendem Einfluss der Scientology-Organisation (SO) im größten Bundesland. Nicht nur über die Broschüre versuche Scientology seinen Einfluss zu festigen und neue Mitglieder anzuwerben. „Ein aktueller Angriff auf Kinder und Jugendliche erfolgt jüngst über die (Tarn-)Organisation ,Applied Scholastics‘ (Nachhilfe) und ,ZIEL‘ (Zentrum für individuelles und effektives Lernen)“, sagt Birgit Axler vom Innenministerium des Landes NRW. Vor SO-Aktivitäten in der Nachhilfe warnt auch Marc Ratajczak, Sektenbeauftragter der CDU-Landtagsfraktion.Die oben zitierte OS-Broschüre soll laut Sabine Riede an allen Schulen des Landes verteilt werden mit dem Ziel, dass sie dort in den Bibliotheken platziert wird. „Der Name Scientology taucht dort nicht auf.“ Inhalt des Buches seien moralische Themen und Ziele, denen man sich zunächst durchaus anschließen könne. Doch falls Schüler nähere Informationen zu dem Buch haben wollten, „bleibt die Gefahr, dass sie übers Internet mit Scientology in Berührung kommen“. Riede sagt, sie habe die zuständigen Fachaufsichten über die aktuellen Vorgänge bereits informiert.

„Literatur von verfassungsfeindlichen Organisationen hat in der Schule nichts zu suchen“, so Riede. Im NRW-Verfassungsschutzbericht werden Scientology „Strukturen mit totalitärem Anspruch und menschenverachtenden Tendenzen“ zugeschrieben. Im bevölkerungsreichsten Bundesland sei die OS-Mitgliederzahl „in den letzten Jahren stark angestiegen – auf derzeit circa 600“. Bundesweit habe SO 5.000 bis 6.000 Mitglieder. Das Oberverwaltungsgericht Münster urteilte 2008, dass sich die Lehre von SO „gegen die Menschenwürde, das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz“ richte.

Die SO-Broschüre ist laut Auskunft von Riede bereits an Schulen in NRW im Umlauf. „Dass Bücher schon rausgegangen sind, ist eindeutig.“ Sie habe hierüber zuverlässige Berichte einer SO-Aussteigerin….

Scientology betreibt Arbeitslager für Kinder

Seit ein paar Jahren beobachte ich schon die Scientology Lebensgeschichte des Adrian Kelsey, ein Ex-Scientologe, der im damaligen Glauben das Richtige für seine Kinder zu tun, diese in recht jungen Jahren der Organisation, genauer gesagt der scientologischen paramilitärischen Organisation (Sea Org) überließ. Im Jahre 2010 suchte Adrian Hilfe bei Brian Seymour einem australischen Journalisten. Mit seiner Unterstützung und der Unterstützung australischer Ex-Scientologen gelang es Adrian seinen Sohn Shane aus der Sea Org zu befreien.

Shane berichtete nun erstmals im australischen Fernsehen über die Torturen, de psychische Folter, die er seit seinem 6. Lebensjahr durchleben musste. Er wurde zu einem Arbeitssklaven. Mit 8 Jahren unterschrieb er den Vertrag der Sea Org und verpflichtete sich eine Milliarde Jahre für die Organisation zu arbeiten. Mit 18 Jahren kam Shane in das RPF, ein Straflager, besser gesagt Umerziehungslager…

Hier das Script des ersten Videos entnommen aus der Village Voice.

Scientology Labour Camps

Reporter Bryan Seymour
Broadcast February 14, 2012

It is Australia’s secret compound where men, women and children are kept virtual prisoners.

It’s right in the middle of a quiet suburb.

It’s also a place where children are separated from their parents, forced to work full time for no pay and live in squalid conditions.

Those who’ve survived this place say they were brainwashed into believing they could not leave and that they deserved the shocking treatment dished out.

Tonight you’ll meet a young man who escaped this place with the help of his father.

„I lived in that garage for about a year and a half, maybe two years,“ said Shane Kelsey, a former Scientologist.

„Shane’s story is one of shocking abuse, child abuse, it’s one of a child being enslaved,“ said Senator Nick Xenophon.

„I was there for 10 years all up in the Church of Scientology as a staff member, and how could I inflict that on my children which I’ll forever feel like I have to make up,“ said another former Scientologist, Peta O’Brien.

Shane Kelsey is now 21 years old. Until just over a year ago he had never used the Internet, watched television or followed the media.

„You’re not allowed to read any books other than Scientology books, you can’t read newspapers, no radio, no movies, nothing,“ Shane said.

Shane says he was held captive and groomed to see all of us on the outside as pathetic, useless and stupid.

„So I lived in a garage until that got flooded by a storm and my mum got really pissed off and said ‚what the hell‘ and so I got moved into a closet. It is a closet under the stairs… maybe two meters long and a meter wide,“ Shane said.

This is the true Australian headquarters of the Church of Scientology. In the Sydney suburb of Dundas lays the RPF base — it stands for Rehabilitation Project Force. It’s
where Scientologists are sent for punishment and training… For crimes that most of us would regard as trivial.

Reporter Bryan Seymour at the Base: „Scientology promised us someone would come and talk to us, that hasn’t happened. I couldn’t get through on the phone. More than 50 requests for interviews on camera have been flatly refused. The bottom line is they don’t want people to know what’s going on inside there, those who’ve lived in there like Shane, say it’s like a gulag, a prison and yet it’s in the middle of a suburb, it could be any suburb in Australia. People here would he horrified to know what has been going on in there for so many years and continues to this day.“

Shane Kelsey’s mother and father were dedicated Scientologists in Sydney, so they put their son Shane into its highest corps at the age of six — little Shane moved into a tiny room with 11 other children.

By the age of seven…

Shane: „We’d go down the streets and there’d be eight of us, ten of us, young as and we’d go down and pledge people up to drug free lives.“

Seymour: „How old were you when you first started doing that?“

Shane: „I first started doing that when I was seven.“

At the age of eight…

Shane: „I signed my contract when I was eight years old.“

Seymour: „And what was the contract for?

Shane: „It was a billion year contract.“

Seymour: „Billion year contract?“

Shane: „Hmm, hmm.“ (nods)

Seymour: „And what does that mean?“

Shane: „It means you’re volunteering or servicing the Church for the next billion years….We used to do marching, close order drilling, things like that.“

Seymour: „What for, were you preparing for battle?“

Shane: „No, just because it was a form of discipline.“

Seymour: „How often were you able to see your parents?“

Shane: „I saw them once a week.“

Shane’s mother and father would soon separate and his dad Adrian moved overseas then left Scientology.

Meanwhile, the work schedule for children was full time, hard and without reward.

Seymour: „You were working 35 hours a week when you were eight years old. How many hours a week did that grow by the time you were, say, 14?“

Shane: „Ahh, by the time I was 14 I was working in the kitchen.“

A military muster every morning required marching and saluting to the cause of saving mankind from the intergalactic ravages described by its science fiction founder L. Ron Hubbard.

They wore all black uniforms and were required to run always, never walk.

So-called home schooling was provided in fits and starts, taking a back seat to hard labor and brainwashing.

Shane: „As soon as you turn 15, anyone, you’re straight out of school. It doesn’t matter what grade you’re in, what level of maths, what level of anything, you’re straight out.“

The mess hall served food priced at 30 cents per meal, mostly beans and rice. The adults ate first.

Shane: „Yeah, that’s right… they would all come in and eat whatever they wanted and then we went after them to take what’s there… sometimes there wouldn’t be much so you’d get little bits of food and it wasn’t really sufficient.“

Those who dared question the brutality of this place were dealt with swiftly and severely.

Shane: „They used to live under our squash courts…it’s a mud, dirt floor…We put people in there and they live in there, when they’re on the RPF’s RPF they’d sleep down there and they’d study down there.“

Seymour: „Why would you put people in a dank, mouldy, sinking foundation underneath a squash court?“

Shane: „Because you’re a bad person, you have to be segregated from everyone,“ Shane said.

By the age of 15 Shane was living a nightmare even he now struggles to believe.

Shane: „As soon as i turned 15 I was seven days a week, 14 hour days.“

Seymour: „That’s 100 hours a week?“

Shane: „Yeah.“

In a commercial kitchen, Shane and other children slaved away — cooking meals all day every day… studying and snatching what little sleep they could.

Shane: „We’d get anywhere between $4 pay to $35 ($35 a day?) $35 a week.“

„That’s completely unacceptable, but there’s not a law in New South Wales that makes it illegal to work a child for those hours… that’s extraordinary, but that’s the case,“ said lawyer Grainne O’Donovan.

Among those who needed to be fed was billionaire James Packer. For several years beginning in 2002, Mr Packer came to the Church of Scientology in the early mornings to receive auditing and instruction.

Seymour: „How much did you get paid for cooking meals for James Packer?“

Shane: „I didn’t get paid anything, there was no bonus or anything, it was just the meal you cooked.“

There is no suggestion Mr Packer had any idea who was preparing his meals or their work conditions.

Seymour: „What did you cook for him, do you remember?“

Shane: „Oh, just steak and chips or a nice salad or omelets those kinds of things, it had to be nice, like it wouldn’t just be sloppy, it had to be nice.“

Mr Packer left Scientology around 2008. It would be more than two years until Shane made his break for freedom.

In late 2010, Adrian Kelsey decided to rescue his son.

He invited us to document his attempt. He informed police of his plans to go to the compound and demand his son’s release. He had protest signs ready if they refuse to let him come out. Then Shane came out to meet his father… the first they’d seen each other in four years.

Shane and Adrian were followed by Scientology „enforcers,“ so Shane reluctantly returned to the compound to avoid trouble. One week later he was sent to work near the compound’s boundary and he made a break for it.

„Scientology have no right to mess with family,“ said Adrian Kelsey.

It took Shane 14 months to shake off Scientology, discover the truth, learn about the real world and tell his story.

„One thing that would be good is if they actually just stood up and said ‚Sorry, it wasn’t right, we’re going to change it‘ — but that is just not going to happen,“ Adrian said.

„Shocking! There were also children at the house,“ said Peta Obrien, who lived at the RPF base between 1997 and 2000. She confirms Shane’s account of the appalling conditions.

„You do two hours of work, then you go and study for two and a half hours in the RPF it was five hours and then you go to work again, hard labor, picking with a rock pick, chipping away at rocks till they erode,“ O’Brien said.

Now a successful architectural designer, Peta believes Scientology has nothing of value to offer the community.

„Close it down, doors shut and all the staff members going back to their families and living their lives,“ O’Brien said.

„This is degrading and inhumane treatment,‘ said lawyer Grainne O’Donovan. Based in Perth, O’Donovan has devoted her time and expertise to helping survivors of the cult seeking justice. O’Donovan has also campaigned with the Internet-based activist group Anonymous that has raised awareness about Scientology.

„At some level they (Scientology) have become convinced, I suppose, that it’s appropriate and that the group is more important than the individual,“ O’Donovan said.

RPF bases like the Sydney compound exist in other countries. Those who’ve escaped from them tell similar stories – Having fingers broken on the orders of the leader of Scientology, screamed at and slapped for 20 hours straight whilst having cold water poured over their head and much more… much worse.

„The authorities need to investigate this urgently. This is something that requires police investigation,“ said Independent Federal Senator Nick Xenophon, who has championed a campaign to shed light on the darkness at the heart of this group.

„What makes this worse is that this organization is being subsidized by Australian taxpayers because it doesn’t pay any tax,“ Senator Xenophon said.

Shane has his father back, yet his mother Lesley remains inside Scientology.

„I hope she hears word of this and sums up the courage to actually find it and watch it,“ Shane said.

„She will, she will have to escape… yeah, they won’t let her go… leaving’s not an option, she will have to escape,“ Shane said.

The Church of Scientology refused to be interviewed for this story. In a written response Scientology denied any mistreatment of its members.

The response also declared:

„Anyone on the program is there because they want to be there…“

„They are completely free to withdraw at any time during induction or later.“

„When Shane left the church in late 2010, he simply got his bag and walked out the door…“

„It is very sad that Shane has changed his story…“

The celebrities used to advertise Scientology likely have little idea that people like Shane Kelsey even exist.

Now they do.

Adrian and Shane hope they do something about it for the sake of other families.

„I regained a son.“

„I got my dad.“

Wie Scientology neue Mitglieder im Internet einfangen will…

Scientology versucht gezielt das Internet für seine Zwecke zu missbrauchen und über dieses neue Mitglieder zu rekrutieren. Hierzu nutzt Scientology unter anderem Soziale Netzwerke, wie z.B. Facebook. Der Verfassungsschutz Baden – Württemberg schreibt hierzu.

Die SO ist auch verstärkt in sozialen Netzwerken im Internet aktiv. Die Hinweise mehren sich, dass eine wachsende Zahl von Jugendlichen unwissentlich zumindest in einen ersten Kontakt zu Gruppen gerät, bei denen es sich um Unterorganisationen der SO handelt. Dieser Hintergrund wird aus taktischen Gründen anfangs oft verschleiert.

Wie versuchen Scientologen, in sozialen Netzwerken Kontakte zu Anwerbezwecken aufzubauen? Bislang ergibt sich nicht der Eindruck, dass Scientology etwa auf breiter Front Teilnehmer sozialer Netzwerke anschreiben würde. Vielmehr bleibt die Intensität und Art der Aktivität wohl dem einzelnen Scientology-Mitglied überlassen. Hierzu ein fiktives Beispiel, das aufzeigen soll, wie es ablaufen könnte:

Bei Facebook erhält eine ,ganz normale‘ Jugendliche – nennen wir sie Katharina – eine „Freundschaftsanfrage“ eines gleichaltrigen jungen Mannes, Patrick, die sie zunächst bestätigt. Oft sind solche Internetkontakte erst einmal sehr oberflächlich. Aber: Durch bestätigte Freundschaftsanfragen erhält der Anfragende sehr häufig Zugriff auf persönliche Daten des Facebook-Profils der Kontaktperson. In unserem Beispielfall könnte es so weitergehen: Katharina tauscht sich im Facebook-Chat intensiver mit dem neuen Bekannten aus. Sie findet Patrick nett und registriert, dass er wie sie denkt und ganz ähnliche Interessen angibt (was kein Wunder ist, schließlich kennt er ihre Interessen und Wünsche von ihrem Facebook-Profil). Sie sieht wiederum auf seinem Profil, dass er eine Gruppe namens „Jugend für Menschenrechte“ gut findet. Über den dort geschalteten Link kommt sie direkt auf die Website von „Jugend für Menschenrechte“. Dort erwartet das Mädchen ein professionell gestaltetes Medienangebot, das speziell auf ein jugendliches Zielpublikum zugeschnitten ist.
„Jugend für Menschenrechte“ ist eine Hilfsorganisation von Scientology. Aber in unserem Beispielfall ist von Scientology immer noch keine Rede. Der junge Mann findet Katharinas Interesse „super“. Er lädt sie zu einem Treffen einer „Jugend für Menschenrechte Ortsgruppe“ mit anderen Gleichaltrigen ein. Wenn sie zu einem solchen Treffen gehen sollte, wird der bislang virtuelle zum ersten persönlichen Kontakt mit Scientology, ohne dass sich die junge Frau dessen bewusst ist.

Junge Menschen sind oft offen für Neues, sehr idealistisch und wollen sich für eine gute Sache einsetzen. Stets besteht hierbei die Gefahr, dass dieser Idealismus von gefährlichen Organisationen missbraucht wird. Die Zahl der Facebook-Gruppen, die auf die SO zurückgehen, ist in den letzten Jahren ständig gewachsen. Sie tragen Namen wie „Parents against Drugs“ oder „Dianetik Freunde“ und richten sich auch an Erwachsene…

Des weiteren wirbt Scientology gezielt im Internet für ihre Organisation, dies sieht man z.B. sehr gut auf Youtube. Dort hat die Organisation einen eigenen Channel, der Werbevideos für die scientologischen Frontgruppen verbreitet. Hier sieht man noch, das es sich um Scientology handelt, aber durch die Verbreitung der Videos durch scientologische „Jünger“ ist dies nicht mehr ersichtlich.

Bei den folgenden Videos handelt es sich um scientologische Werbevideos, dies möchte ich hier noch einmal ausdrückliche betonen. Sie dienen als exemplarische Darstellung der Internet – „Werbemaschine“ Scientology.

Der Baden-Württembergische Verfassungsschutz schreibt hierzu weiter.

Die letzte Entwicklung hierzu ist, dass die SO nach Eigenangaben ein 4,5 Hektar großes Fernsehstudiogelände in Los Angeles erworben hat, um ihre weltweiten Medienaktivitäten auszuweiten. Unter anderem plant die Organisation, einen eigenen Internet-TV-Kanal zu eröffnen. (auf Youtube gibt es schon einige Kanäle, z.B. Deine Menschenrechte oder ScientologyFernsehen Anmerkung der Verfasserin) Selbstverständlich hat Scientology, wie auch andere politisch-extremistische Organisationen, die wachsende Bedeutung des Internets erkannt. Die klassische Straßenwerbung tritt in ihrer Bedeutung dagegen immer mehr in den Hintergrund. Inwieweit Scientology dadurch ihr Mitgliederpotenzial erhöhen kann, ist noch nicht absehbar. Diese Entwicklung muss allerdings sehr aufmerksam beobachtet werden.

Wie kann man sich schützen? Generell gilt: Aufmerksam sein; Angebote in sozialen Netzwerken (kritisch) hinterfragen; darauf achten, wie die Copyrights lauten; nachfragen, wer etwa ein Anti-Drogen-Konzept, eine Lernhilfe oder ein Managementkonzept entwickelt hat. Bei Scientology ist das stets deren Gründer L. Ron HUBBARD. In Copyrightvermerken wie „L. Ron Hubbard Library“ oder „Hubbard College of Administration“ steckt bereits sein Name. Bei ausweichenden Antworten auf klare Fragen erscheint grundsätzlich Misstrauen angebracht. Im Zweifelsfall genügt oft eine Internetrecherche, um schon nach kurzer Zeit zu erkennen, dass zum Beispiel hinter einer Organisation wie „Applied Scholastics“ (ApS) oder „Association for Better Living and Education“ (A.B.L.E.) Scientology steht….

Zu diesem Thema noch ein Bericht von Westpol.