Schwangerschaft / Geburt / Säuglingsnahrung

Das entstehen von Engrammen (schlechte Erfahrungen, die sich nach scientologischem Glauben auf einer Zeitspur festsetzen und den Menschen behindern) zu verhindern, beginnt schon vor bzw. während der Geburt.

„Die Menschen  haben im Normalfall vorgeburtliche Engramme in großer Zahl. Sie können mehr als zweihundert haben. Und jedes davon ist aberrierend (Anm. Verf. scientologisches Wort für störend, hemmend. im  sehr negativen Sinne, wird auch als Begriff für Geisteskranke und als scientologisches Schimpfwort benutzt, alles was nicht für Scientology ist, ist aberrierend). Jedes enthält Schmerz und Bewusstlosigkeit.“(Hubbard, L. Ron; Dianetik, Die moderne Wissenschaft der geistigen Gesundheit , Das Handbuch der Dianetik Verfahren, Kopenhagen, 1986, S. 169)

Aufgrund dessen soll bei einer schwangeren Frau, die sich verletzt hat, nicht gesprochen werden, damit sich bei dem ungeborenen Kind kein Engramm festsetzen kann.

„Aber wenn bekannt ist, daß jede Verletzung der Mutter bei dem ungeborenen Kind ein Engramm erzeugen kann, dann sollten alle, die im Fall einer solchen Verletzung anwesend sind, die Mutter eingeschlossen, Sorge dafür tragen, daß absolute Stille bewahrt wird.“(Hubbard, L. Ron; Dianetik, Die moderne Wissenschaft der geistigen Gesundheit , Das Handbuch der Dianetik Verfahren, Kopenhagen, 1986, S.201)

Dieses gilt auch während der Geburt.(Vgl.: Eimuth, Kurt-Helmuth, Die Sekten-Kinder, 2. Aufl., Freiburg, Basel, Wien, 1997, S.67)Unmittelbar nach der Geburt soll das Kind der Mutter auf dem Bauch gelegt werden. Nach der Durchtrennung der Nabelschnur soll das Kind liebkost und gestillt werden,(Vgl.: Eimuth, Kurt-Helmuth, Die Sekten-Kinder, 2. Aufl., Freiburg, Basel, Wien, 1997, S.67) obwohl Scientology das Stillen von Babys eigentlich ablehnt.

„Die bedeutendste Ursache für Verstimmungen im frühen Leben eines Kindes ist einfach die Verpflegung. Man gibt dem Baby wohl zu essen. Aber was? Schrecklich schmeckende Milchpulverlösungen mit viel Kohlehydraten oder magere Muttermilch einer überarbeiteten Mutter.“( New Era Publications, Kinder: ein Auszug aus dem Scientology-Handbuch, Kopenhagen, 1994, S.28).

Scientology hat auch gleich die Antwort parat, was ein Scientologe seinem Säugling und Kleinkind zu essen geben soll.

Ein „ca. 2.200 Jahre altes römisches Gerstenrezept“, was der Muttermilch am ähnlichsten sein soll, ist die Babynahrung eines scientologischen Kindes. Die Nahrung besteht aus einem Brei von Gerstenwasser, homogenisierter Milch und Stärkesirup aus Mais.“(Vgl.: New Era Publications, 1994; s.o., S. 28 f. und Eimuth, Kurt-Helmuth, 1997, s.o. S. 101)

Ein scientologisches Kind hat keine Chance, die Nähe seiner Mutter beim Stillen zu fühlen. Dieses klammert Scientology von vornherein für dieses Kind aus. Die Gabe dieses Gerstenrezeptes kann sogar zu Mangelerscheinungen bei Säuglingen führen, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, ein Kind zu stillen.

Weltweit wird von der WHO empfohlen, in den ersten vier bis sechs Lebensmonaten ausschließlich zu stillen. Unter „ausschließlichem Stillen“ wird die Ernährung mit Muttermilch verstanden ohne zusätzliche Gabe von Flüssigkeit oder anderer Beikost. „Volles Stillen“ schließt definitionsgemäß die zusätzliche Gabe von Flüssigkeit, z. B. Tee, zum ausschließlichen Stillen mit ein. Kontrainduziert ist die Gabe von Trinkmilch, Grund ist der hohe Protein- und Mineralstoffgehalt sowie ein zu geringer Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Eisen und Jod. Milchmahlzeiten im ersten Lebensjahr sollten aus Muttermilch oder Säuglingsmilchnahrungen bestehen. Geringe Mengen an Vollmilch im Vollmilch-Getreide-Brei können frühestens ab dem sechsten Monat gefüttert werden.“

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